Dioxin Datenbank und Wiki

Hinweis: pop-dioxinpb.de ist eine rein privat betriebene Website und steht in keinem Zusammenhang mit dem Umweltbundsamt (UBA). Die offizielle Dioxindatenbank des UBA finden Sie hier: http://www.dioxindb.de/ Die hier aufbereiteten Inhalte dienen der reinen Information über verschiedene Schadstoffe (z.B. Dioxin oder PCB).

Gefahr durch Dioxin-Vergiftung

Dioxin kann durch verschiedene Wege in den menschlichen Körper gelangen. Am Wahrscheinlichsten ist jedoch die Aufnahme von geringen Mengen Dioxin durch Lebensmitteln wie Eier, Fisch, Fleisch und verschiedene Milchprodukte. Es wurden auch Dioxinmengen in verschiedenen Meeresfrüchten festgestellt. Aber nicht nur über die Nahrung, sondern auch über die Haut oder durch die Atmung kann Dioxin in unseren Körper gelangen. Dort angelangt verteilt sich der Giftstoff über den Blutkreislauf in den Organen und lagert sich u.a. auch in der Leber und in Teilen des Fettgewebes ab. Eine besondere Gefahr besteht für Säuglinge, denn durch die besonders fetthaltige Muttermilch kann Dioxin besonders gut transportiert werden. Gerade dieser Punkt ist besonders kritisch, da Dioxin nachgewiesenermaßen zu Fehlgeburten führen kann. Aber auch Erwachsene sind nicht unerheblichen Risiken ausgesetzt: Sarkome (bösartige Tumore) und Leukämie können bei dauerhafter und langfristiger Aufnahme von Dioxin das Ergebnis sein. Schon geringe Mengen des Gifts könne auch zu kurzfristigen Folgen im menschlichen Körper führen. Typische Symptome einer Dioxin-Vergiftung sind beispielsweise Haarausfall, Gewichtsverlust oder auffällige Hautveränderungen. In diesem Fall sollte man unbedingt einen Arzt kontaktieren, um die Vergiftung schnellstmöglich behandeln zu lassen. Eine häufig angewandte Behandlung bei Dioxinvergiftung ist die Zuführung hochkonzentriertem Kortisons, aber auch schlichtes Fasten und die Nahrungsergänzung mit medizinischer Kohle kann den Körper wieder entgiften.

Dioxin ist in den letzten Jahrzehnten immer wieder ein kritisches Thema in den Medien geworden. Dabei reichten die Meldungen von der Dioxin-Vergiftung Viktor Juschtschenkos 2004 oder die immer wieder kehrenden Skandale um dioxinverseuchte Eier. Doch was ist Dioxin eigentlich und wie gelangt es in die Umwelt? Dioxine entstehen durch die Müllverbrennung, beim Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln oder (Wald-)Bränden. Die Partikel lagern sich im Boden ab, worüber die Tierwelt das Gift mit der Nahrung aufnimmt. Das bedeutet für den Kosmetikbereich, dass über eben diese Tiere und die Verwendung tierischer Inhaltstoffe, das Dioxin in die Kosmetik gelangt. Konkret handelt es sich erfahrungsgemäß dabei um sog. „Bolus alba“ (= Kaolin, weiße Tonerde), ein weißes, feines und eisenfreies Gestein, das bei u.a. manchen Pudern ein grundlegender Inhaltsstoff ist. Doch auch die Verpackung könnte beispielsweise dioxinbelastet sein, sofern Kaolin zur Herstellung verwendet wird und der Hersteller – trotz technischer Möglichkeiten – nicht explizit auf die Dioxinfreiheit bei der Herstellung von Kosmetika und Verpackung setzt.

Wirkung von Dioxin auf den Organismus und die Umwelt

Das große Problem bei Dioxinen ist, dass sie lange in den Nahrungs- und Lebenskreisläufen von Mensch, Tier und Umwelt erhalten bleiben und nach ihrer Freisetzung auch dementsprechend lange schädigend sind. Nach Expertenmeinung dauert es schätzungsweise 50 bis 100 Jahre, dass das in den Boden eingedrungene Dioxin wenigstens teilweise wieder aus der Nahrungskette verschwunden ist. Kosmetik, die dioxinhaltige Inhaltsstoffe enthält ist also ein zusätzlicher Gefährdungsfaktor, wenn wir sie täglich bedenkenlos nutzen. Doch welche Alternative gibt es? Woher soll der Verbraucher wissen, was er noch bedenkenlos essen oder kosmetisch nutzen kann?

Bio-Qualität und Naturkosmetik eine unbedenkliche Alternative

So manchen Prozessen und Gegebenheiten scheint die Gesellschaft ausgesetzt. Ganz so ist es jedoch nicht, denn jeder von uns kann sich zumindest aktiv mit seiner Umwelt und den Alternativen auseinandersetzen. Der Schlüssel heißt Bio-Qualität. Das gilt sowohl bei der Nahrung, denn Futter für sog. Bio-Tiere stammt entweder aus dem eigenen, streng kontrollierten Betrieb oder darf (wenn es sich um dazu gekauftes Futter handelt) keine aus industriellen Prozessen gewonnen Stoffe und Abfallprodukte enthalten. Außerdem dürfen ebenfalls keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, durch die ebenfalls Dioxin ins Futtermittel gelangen kann. Ebenso gilt das bei der „echten“ Naturkosmetik – derzeit erkennt man diese am leichtesten durch entsprechende Qualitätssiegel wie NaTrue, BDIH, demeter oder Ecocert. Die wohl strengsten Regeln in Sachen Herstellung und Rohstoffe findet man im Bereich der Kosmetik bei der demeter-Zertifizierung, welche zum Beispiel bei Produkten von Martina Gebhardt zur Anwendung kommt. Bei der Herstellung von Naturkosmetik werden hochwertige Rohstoffe eingesetzt, die zu einem gewissen Prozentsatz aus biologischem Anbau stammen, einige Hersteller verwenden ausschließlich demeter-zertifizierte Rohstoffe für die Herstellung ihrer Kosmetika. Diese Zertifizierung gilt derzeit als die strengste in Deutschland.

Aktuelles zum Thema Dioxin:

2015

28.02.2015 – Auch in kosmetischen Produkten entdeckt: speziell bei der Herstellung von Shampoos können minimale Rückstände des giftigen Dioxins in den Produkten enthalten sein. Wirklich ausschließen kann man dies nur bei zertifizierter Naturkosmetik, da hier auf chemische Zusätze bereits bei der Herstellung verzichtet wird. mehr >

2014

20.11.2014 – Dioxin-Prozess endet mit Geldbußen: Nach insgesamt 25 Verhandlungstagen ist am Donnerstag im bundesweit ersten Strafprozess zum Dioxin-Skandal ein Urteil gefallen. mehr >

22.10.2014 – Streit um Dioxin in Futtermitteln: Bauern haben nicht grundsätzlich Anspruch auf Entschädigung. Landwirte haben bei einem Dioxinverdacht im Tierfutter nicht automatisch Anspruch auf Schadensersatz. Der BGH hob jetzt eine frühere gerichtliche Entscheidung auf, gegen die sich Futtermittelhersteller gewehrt hatten. mehr >

27.06.2014 – Dioxin in Eiern: Betrieb in Cloppenburg gesperrt. Das Ausmaß der Belastung ist noch unbekannt. Fest steht aber: Die Behörden haben am Donnerstag einen Legehennenbetrieb im Landkreis Cloppenburg gesperrt, nachdem dort bei Kontrollen erhöhte Werte von Dioxin und Polychlorierten Biphenylen (PCB) in Eiern festgestellt wurden. mehr >