Adenosin Koffein

Koffein Adenosin

Die phar-makologischen Effekte von Koffein sind wahrscheinlich zum Teil auf sein antagonistisches Verhalten gegenüber Adenosin zurückzuführen. Das kann Adenosin aus seinen Rezeptoren verdrängen. Die Stress-Pharmakologie mit Adenosin wird häufig zum nicht-invasiven Nachweis der koronaren Herzkrankheit eingesetzt. Coffein ist eine interessante anregende Substanz. Das Koffein wirkt in erster Linie als Adenosin-Antagonist.

Auswirkungen

Coffein ist ein Purinalkaloid und daher eng mit Theophyllin ( "im Tee") und Theobromin ( "im Kakao") verbunden. Neben dem Koffein enthalten die Kakaosorten auch kleine Anteile an Koffein. Das Koffein wird innerhalb von 45 min über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Der höchste Koffeingehalt im Blutplasma wird 15 bis 120 min nach der Aufnahme erzielt, mit 5 bis 8 mg Koffein pro kg Gewicht, was zu einem Blutplasmaspiegel von 8 bis 10 mg/l führt.

Das halbwertszeitliche Verhalten von Koffein im Blutplasma ist sehr altersabhängig. Bei schwangeren Frauen wird auch das Koffein langsam abgebaut. Lediglich 3% des Coffeins lassen den Organismus intakt. Das Koffein fungiert zunächst in erster Linie als sanftes Stimulans für das Zentralnervensystem, von dem dann viele Körperfunktionen abhängt.

Koffein fördert die Herzaktivität, erhöht den Druck und die Temperatur des Körpers, fördert die Muskelaktivität, weitet die Atemwege und Gefäße und regt den Verdauungstrakt und die Durchblutung an. Auch Koffein hat Auswirkungen auf das Leben der Menschen: Das Koffein wirkt der Einwirkung des neuromodulatorischen Adenosins entgegen. Das Adenosin reduziert die Ausschüttung bestimmter Neurotransmitter im Hirn, die für die Übertragung der Erregung in den Synergien verantwortlich sind.

Die chemische Zusammensetzung von Koffein ist ähnlich wie bei Adenosin. Seine stimulierende Funktion entwickelt es durch die Besetzung der Adenosinrezeptoren A1 und A2A. Daher ist es auch in der Lage, das Immunsystem zu stimulieren. Dadurch wird das Eindringen von Adenosin in den Empfänger unterbunden und dessen Drosselwirkung reduziert: Von der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) wurde im Mai 2015 eine Stellungnahme zur Sicherheitsbeurteilung von Koffein veröffentlicht[1].

Der zuständige Ausschuss kam aufgrund der Untersuchungen zu folgendem Ergebnis: "Die über den ganzen Tag verteilt Einnahme von Koffein aus allen Energiequellen von bis zu 400 Milligramm pro Tag (ca. 5,7 mg/kg KG/Tag) ist für die gesamte Bevölkerung, mit Ausnahme von Schwangeren, unbedenklich". Energy Drinks sind ebenfalls koffeinhaltig. In einer 250 -ml-Dose eines solchen Getränkes sind ca. 80 Milligramm Koffein in etwa so viel wie in einer Kaffeetasse vorhanden.

Energiegetränke haben jedoch eine höhere Wirksamkeit als andere Getränke mit einem ähnlichen Koffeinanteil wie z. B. Kaffe oder Tees. In einer amerikanischen Untersuchung aus dem Jahr 2017 wurde gezeigt, dass nicht Koffein dafür zuständig sein könnte, sondern andere Bestandteile von Energy Drinks wie z. B. Taurin oder Carnitin oder diese in Verbindung mit Koffein[2].

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