Algenprodukte Gesundheit

Alge Produkte Gesundheit

Gegenwärtig sind Algen in Mode. Sie sind gesund und liefern Energie und Nährstoffe. Erfahren Sie alles über die Bedeutung von Algen für Ihre Ernährung und Gesundheit! Die Algen sind gesund und können sogar beim Kochen helfen. Sie sind keine Algen und damit Pflanzen, sondern Cyanobakterien.

Nahrung: Wie gut sind sie?

Die Algenprodukte werden immer populärer - aber wie gut sind die Unterwasserpflanzen? Die Palette der Algenprodukte nimmt zu. Was aber ist mit der Gesundheit von Combu, Co. und anderen? Schon seit einigen Jahren steigt das Algeninteresse. Der Sushi-Boom hat nicht nur dafür Sorge getragen, dass die meisten Menschen in der Ostsee nicht nur an schlüpfrige Meeresfrüchte auf ihren Tellern glauben, sondern auch an diese.

Jeder, der von Alge redet, verwendet einen Gattungsbegriff analog zu Früchten oder Gemüsen. "Es gibt wahrscheinlich mehr als 500.000 unterschiedliche Algenarten", sagt Sascha Rohn, Direktor des Institutes für Nahrungsmittelchemie an der Uni Hamburg. Es sind nur 500 Arten von Alge bekannt, weil der Mensch sie ausnutzt. "In Europa ist nur ein Teil davon für die Nahrung zugelassen."

Die Alge gehört zu den am meisten artenreichen Pflanzen. Im asiatischen Raum werden Frischalgen eingesetzt, in diesem Land wird das Meeresgemüse nahezu ausschließlich trocken. Meeresalgen oder spezielle Aufzucht in Offshore-Anlagen können viele gesundheitliche Vorzüge haben, sagt Karlis Briviba, Biomediziner am Max-Rubner-Institut (MRI) in Karlsruhe: "Algen sind kalorienreduziert und versorgen mit Proteinen, Mineralien, Vitaminen und Omega-3-Fettsäuren".

Die getrockneten Seetangpflanzen können einen sehr hohen Jodgehalt haben: "Es gibt Alge mit über 5000 mg/kg. In Deutschland müssen mehr als 20 mg Iod pro kg enthaltene Algekennzeichnet werden. Die getrockneten Microalgen, meist Spirulina und Chlorella, werden für Pulver und Tafeln eingesetzt und in großen Süßwasseranlagen kultiviert.

So werden beispielsweise die Microalgen Schizo-Chip und Ulcenia in Gärbehältern für omega-3-reiches Algeöl kultiviert. "Diese industrielle Kultivierung erlaubt es uns, sehr präzise zu bestimmen, welche Qualität der Algen erzielt werden soll", sagt Briviba vom MRI. Die Kultivierung erfordert jedoch sehr gute Tests: "Andere Arten von Algen oder Keimen reichern sich sehr rasch in den Einzugsgebieten an und es entstehen Verunreinigungen", sagt der Fachmann und mahnt vor allem vor Algenpulver und Extrakten, die nicht in Europa produziert werden.

Ein Ausnahmefall kann Omega-3-reiches Algeöl sein, das als neuartiges Lebensmittel anerkannt ist und nicht nur in Nahrungsergänzungen, sondern auch als Nahrungsbestandteil verwendet wird. "Wenn wir den Omega-3-Fettsäurebedarf der Menschen mit kultivierten Algepflanzen abdecken, können wir die Entleerung der Weltmeere stoppen", sagt der Lebensmittelchemiker aus Hamburg, Dr. med. Rohn. Wenn man den Versprechungen einiger Produzenten Glauben schenkt, können sie nicht nur den Bedarf an Nährstoffen abdecken, sondern zugleich auch die Krebserkrankung ausheilen.

An der Leibniz Universität Halle wurden Algensubstanzen gefunden, die auf Eiweiße einwirken, die bei der Alzheimer-Krankheit eine wichtige Funktion haben. "Allerdings sind wir noch am Beginn unserer Forschung in der vielschichtigen Algenwelt", sagt Sascha Rohn. Vor allem in der Nahrung erkennt er eine zunehmende Bedeutung von Alge.

Viele Lebensmittel enthalten bereits Algenadditive als Stabilisatoren, Bindemittel und Gele. Noch mehr zum Themenkomplex Gesundheit und Ernährung: Die Bundesernährungskommission hat die Vor- und Nachteile einer vegetarischen Kost eingehend erforscht. Beatrice Baumer über Fehler, Überraschendes und das einzige Superfood, das diesen Titel hat.

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