Antarktischer Krill

Südpolarkrill

Dies ist für das Überleben des Krills unerlässlich. Name: Euphausia superba - Antarktischer Krill. Die kleine Krabbe Euphausia superba (Antarktischer Krill) spielt eine Schlüsselrolle im antarktischen Ökosystem. Dies wird hauptsächlich aus dem Antarktischen Krill gewonnen. Besonders bekannt ist der Antarktische Krill.

Weshalb sind die Bestände des Antarktischen Krills schwankend?

Weshalb sind die Bestände des Antarktischen Krills schwankend? Antarktischer Krill (Euphausia superba), eine der weltweit verbreitetsten Tierarten, ernährt viele Tierarten im Südlichen Ozean. Schon seit langem fragten sich die Forscher, warum die Krillpopulationen so groß waren. Eine internationale Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Bernd Blasius, ICBM der Uni Oldenburg, und Prof. Dr. Bettina Meyer, Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung und ICBM, hat nun gezeigt, dass der Wettbewerb um Lebensmittel in der Bevölkerung in erster Linie für die Fluktuationen zuständig ist.

Es ist seit einiger Zeit bekannt, dass die Populationen des Südpolarkrills über einen Zeitabschnitt von fünf bis sechs Jahren hinweg starken Schwankungen unterliegen. Zuvor hatten Fachleute vermutet, dass Klimafaktoren, wie das starke saisonale polare Klima, den so genannten Krillkreislauf auslösten. Aus den Auswertungen der Oldenburger und Bremerhavener Wissenschaftler geht nun hervor, dass vor allem die Rückkopplung innerhalb der Bevölkerung den Kreislauf verursacht.

Vor allem im Antarktisherbst wetteifern kleine Krustentiere zunehmend um Futter im Schwarm. Zugleich sinkt die Futtermenge des Krills, der Mikroalgen des Pflanzenplanktons, je länger die Tage werden. Grössere Bestände müssen verhungern, Winterschlaf halten und sich über lange Zeiträume vermehren. Dies alles führt dazu, dass die Bevölkerungszahl schwankt. "Wir können nachweisen, dass insbesondere die Konkurrenzsituation innerhalb der Krillpopulation die Fluktuationen im kommenden Jahr verursacht ", sagt ICBM-Forscher Dr. Alexey Ryabov.

Bis dahin hatten die Forscher vermutet, dass der Winterschlaf kritischer für das Leben der Krilllarven war. Weil wenn große Bereiche des Südmeeres mit Glatteis überzogen sind, gibt es wenig Futter für die kleinen Krebse. Mit einem speziell dafür entwickeltem bioenergetischem Model, das unter anderem das Krillwachstum vom Ei zum erwachsenen Lebewesen darstellt und mit der Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln verbindet, konnten die Forscher die Vorgänge verstehen.

"Die Simulationsergebnisse entsprachen den über einen Beobachtungszeitraum von 18 Jahren realisierten Zyklen", sagt Blasius. Auch das Nahrungsgefüge im gesamten Südlichen Ozean wird durch ihre Simulation besser verstanden. Der Krill ist ein wichtiger Bestandteil des antarktischen Ökosystems und ernährt sich von Walen, Seehunden und Pinguinen.

Das Modell ergebnis zeigt nun: Wenn es weniger dieser großen Raubtiere gibt, erhöht dies vermutlich die Fluktuation der Krillpopulation. Andererseits könnte ein verstärkter jagdlicher Druck auf den Krill seine Populationen aufrechterhalten. "Jeder Umstand, der dieses heikle Verhältnis verändert, kann dramatische Folgen für das ganze Antarktisökosystem haben", schließt Blasius.

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