Aus was Besteht Leinöl

Was ist Leinöl aus

Woraus besteht Leinöl, wie wird es hergestellt, wie wird es gelagert und wofür wird es verwendet? Generelle Informationen über Leinöl und Leinölfarbe und deren Verwendung. Sie besteht hauptsächlich aus Öl-, Linol- und Linolensäure. Doch Vorsicht, hier besteht Verwechslungsgefahr, denn Gold aus Genussöl und Leinöl (mehr Informationen dazu gibt es nicht von derselben Pflanze). Leinsamenöl besteht fast ausschließlich aus diesen beiden Fettsäuren.

href="/w/index.php?title=%Lein%C3%C3%B6lfirnis&veaction=edit&section=1" title=" ....>Begriffsbestimmung>[[Editieren | | Quelltext bearbeiten]>

In diesem Beitrag wird der Ausdruck Leinöllack für die Farbe erklärt, für Leinöllack als Einbrennlack s. u. FN. Leinöllack ist eine Beschichtung aus Leinöl, einem Trockenmittel und anderen Additiven. Bei der Aushärtung entsteht eine durchsichtige, wasserabstoßende Linoxinschutzschicht. Man nennt dies Lack oder auch Leinöllack; der Ausdruck kommt vom französichen'vernis', was'Lack' ist.

Die Farbe wird hauptsächlich für Innen- und Außenholz, aber auch für andere Werkstoffe eingesetzt. Ölgemälde werden oft aus eingefärbtem Leinöl und diversen Additiven hergestellt, die eine Lackschicht auf der Oberfläche bilden. Leinöllack ist ein honiggelber und leicht viskoser Lack. Reine Leinöle können auch Leinöllacke bilden, werden aber aufgrund der hohen Trockenzeit weniger oft eingesetzt.

Es gibt keine einheitlich definierte Beschaffenheit des Leinöllacks, weder in seiner technischen noch in seiner Kunst. Man kann jedoch feststellen, dass es sich um ein verändertes Leinöl mit verbesserten Trocknungseigenschaften "durch verschiedene Behandlungen" handelt[1]. In Georg Zerrs Farbhandbuch von 1922 werden Lacke als "Trockenöle beschrieben, die durch Erwärmung auf wenigstens 150 und maximal 320 C, oft unter Zusatz von Harz oder Metallverbindungen, in einen viskosen, leicht oxydierten und polymeren Aggregatzustand gebracht werden, in dem sie nicht nur rascher und besser austrocknen, sondern auch eine effektivere Beschichtung für die Lackmaterialien und eine streichfähigere Lackmasse ausbilden.

"2 "2] Leinöllack wird heute oft mit den Zusätzen "doppelt gegart" und "harzfrei" vertrieben. 3] In der Fachpresse vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs heißt es: "Der Begriff'doppelt gesottener Leinöllack' ist absurd. "4 "4] Die oft gebrauchte Benennung "harzfrei" bezeichnet auch für die generelle Beschreibung des Leinöllacks, dass manchmal Harze für seine Produktion verwendet werden.

Glyzerin stellt die Basisstruktur dar, die Radikale R bedeuten unterschiedliche Speisefettsäuren wie ?-Linolensäure. Leinöllack kann aufgrund seiner Adhäsion zum Substrat zur Bearbeitung von Hölzern, Metall und anderen Werkstoffen eingesetzt werden. Leinöllacke bilden nach dem Härten eine viskoplastische, wasser- und wetterbeständige Dünnschicht. Der Leinöllack wird aufgrund dieser Eigenschaft im Schiffsbau und bei der Bearbeitung von Möbelstücken (Tisch- und Küchenarbeitsplatten) eingesetzt.

Der Leinöllack kann mit jeder Farbe beschichtet werden und kann daher auch als Primer verwendet werden. Für die Produktion von Ölfarben werden Pigmente mit Leinöllack gemischt und feingeschliffen. Leinöl ist auch wegen seiner Dispergiereigenschaften gut geeignet. Dieses Gemisch kann mit etwas Terpentinöl bzw. Terpentin-Ersatz für die Streichbarkeit gemischt werden. Leinöllack ist ein Intermediat bei der Produktion von Linoleum.

Leinöllack kann auf Oldtimer-Fahrzeugen eingesetzt werden, um rostfreie, aber leicht schuppige Originallacke zu bindern. Bei der Aushärtung entsteht eine kompakte und solide Schutzlage. Im Lackbrand wird Leinöl oder Lack zum Dekorieren von Metallen eingesetzt. Bei Speichenfahrrädern werden die Nippel mit Leinöllack an der Radspeiche befestigt.

Leinöllack kann bei Einsatz als Primer auch mit Terpentinöl aufbereitet werden. Erich Stock: Taschenbuch für die Farbe- und Lackindustrie sowie für den einschlägigen Händel, Stuttgart 1940, p. 357. ab Leinöl und Leinölfirnis, Privatwebsite zur Herstellung von Leinöl und Anwendungen von Leinöl, Abrufen am 8.

Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Konstruktion (IRB): Leinöl mit Trocknungsverfahren und Empfindlichkeit sowie komplexen Lacken, abrufbar am 07.03.2010. ? von Armin Radünz, Andreas Lohse: Renovierung:

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