Boswellia Weihrauch

Weihrauch Boswellia

Die in katholischen Kirchen verwendeten Räucherstäbchen sind ein Harz von Boswellia carteri Birdw, es war uns verboten, Boswellia (Räucherstäbchen) zu verkaufen. Angaben zu Inhaltsstoffen und Wirkungen von Weihrauch. Räucherstäbchen und Informationen zur Botanik sind verfügbar. Von Ende März bis Anfang April beginnt die Weihrauchernte.

Weshalb Boswellia bei Weihrauch entzündungshemmende Wirkung hat

Schon im Altertum wurde das Resin des Indianischen Weihrauchbaums - in der Heilkunde unter dem Namen Guggal der Ayurveda - in Indien gegen eine Vielzahl von Entzündungskrankheiten verwendet. Hierin enthaltene triterpenoide Boswelliasäuren zeigen eine hemmende Wirkung auf die 5-Lipoxygenase und damit eine hemmende Wirkung auf die Leukotrienbiosynthese in früheren Studien in vitro.

Die ersten klinischen Studien an Patientinnen mit einer chronischen Polyarthrose und Colitis Ulcerative haben eine Verbesserung der Symptome bei der Therapie mit Boswellia-Extrakten ohne gravierende Begleiterscheinungen gezeigt. Boswelliasäuren sind im Aufbau vergleichbar mit Glycyrrhetininsäure (Aglykon der Glycyrrhetininsäure = Süßungsmittel aus Radix liquiritiae) mit bekanntem Pseudocorticoid-Effekt. Es war bereits eines der Geschenke der drei Gelehrten aus dem Orient: neben der Myrre und dem goldenen Räucherwerk trugen sie auch Weihrauch für das neu geborene Kind Jesus.

Schon im Altertum war der würzige Geruch von brennendem Räucherharz Teil vieler religiöser Feierlichkeiten und ist auch heute noch Teil eines besonderen Festes in der Gemeinde. Aber Weihrauch kann noch mehr: "Das aus dem Räucherstämmen des Weihrauchbaums erhaltene Räucherharz ist entzündungshemmend ", sagt Prof. Dr. Oliver Werz von der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Sie machen Weihrauch als Medikament zur Behandlung von Erkrankungen wie z. B. Rheuma, Rheumatoide Arthritis oder Neurodermitis sehr interessant, ist der Lehrstuhl für Pharmakologie und Medizinalchemie davon überzeugt. 2. In unseren Breitengraden wurden jedoch bisher vergeblich Drogen mit Weihrauch-Wirkstoffen gesucht. Die pharmakologische Wirkungsweise von Weihrauch ist nur wenig untersucht.

"Obwohl Weihrauchharz zum Beispiel seit Tausenden von Jahren in der Heilkunde eingesetzt wird, genügen die bisher gemachten Untersuchungen nicht für die Genehmigung in Deutschland und Europa", sagt Prof. Werz. Boswelliasäuren machen Weihrauch als Medikament zur Behandlung von Erkrankungen wie z. B. von Asthma, rheumatoider Arthritis oder Neurodermitis sehr interessant.

In einem gemeinsamen Projekt mit Partner der Universität Saarbrücken und einem Start-up-Unternehmen untersuchten Prof. Werz und sein Forschungsteam den Wirkungsmechanismus von Weihrauch. Die Wissenschaftler konnten aufzeigen, wo die für die Wirkungsweise des Weihrauchharzes zuständigen Bestandteile, die Boswelliasäuren, überhaupt in den Entzündungsprozess einwirken. "Boswelliasäuren wirken mit unterschiedlichen Proteinen zusammen, die an Entzündungsreaktionen mitwirken."

Vor allem aber mit einem für die Produktion von E2 verantwortlichen Enzym", sagt Oliver Werz. "Boswelliasäuren blockieren dieses sehr stark und reduzieren so die Entzündungsreaktion", erläutert der Jenaer Apotheker. Dies macht nicht nur einen gezielten therapeutischen Nutzen bei entzündlichen Erkrankungen erdenklich. Boswelliasäuren hatten auch weniger unerwünschte Wirkungen als aktuelle entzündungshemmende Medikamente wie Diclofenac oder Indomethacin.

Auch in ihrer jetzigen Arbeit haben die Wissenschaftler um Prof. Werz das Räucherharz unterschiedlicher Räucherwerkstypen miteinander vergleicht und seine entzündungshemmende Wirksamkeit erforscht. Es gibt mehr als zehn unterschiedliche Räucherstäbchentypen. Der bekannteste und am weitesten verbreitete Weihrauch ist Boswellia Serrata, der in Nord- und Mittelindien beheimatet ist. "Doch wie wir jetzt sehen konnten, ist das Resin aus Boswellia Papyrifera zehnmal wirksamer", zitiert Prof. Werz ein weiteres Studienergebnis.

Weihrauchbäume sind die einzigen Ressourcen für diesen vielversprechenden Wirksubstanz. Allerdings sind sie in ihrer Existenz sehr gefährdet, da sie an vielen Stellen als Brennstoff eingesetzt werden. Doch nicht nur vom Ergebnis der anstehenden Studie abhängt, ob sich Weihrauch in Zukunft als Medikament etablieren kann. "Boswelliasäuren befinden sich ausschliesslich im Räucherharz und sind schwierig zu synthetisieren", erklärt Prof. Werz.

Räucherstäbchen sind jedoch hochgradig gefährdet. "Denn ohne dauerhaften Pflanzenschutz sind nicht nur Arten vom Artensterben betroffen, sondern auch viel versprechende Wirksubstanzen gehen der Heilkunde verloren", mahnt Prof. Werz.

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