Carniten

Karnitinnen

sondern auch Infusionen mit orthomolekularen Substanzen wie Selen, Carnite, etc. WAS IST MIT Sorbitolum, Saccharosum, sekundärer Carnitinmangel: -genetische Störungen des intermediären Stoffwechsels; -Carnitinverlust durch Blutwäsche; Trinklösung: 1 Flasche à 1 gr. 10ml am Tag.

Pflegebedürftige mit sensiblen Magen-Darm-Trakt sollten alle Präparate von Cognis mit etwas Wasser eingenommen werden. Bei Sorbitunverträglichkeit (Fructoseintoleranz), z.B. bei Fructose-1,6-Diphosphatase-Mangel, sollte der sorbitolhaltige Saft nicht eingenommen werden.

Bei Durchfall oder Magenproblemen sollten die Patientinnen und Patienten kein orales Fasten oder unverdünntes Präparat von Carnite sigma-tau nehmen.

Auf die Fahreigenschaften und den Betrieb von Geräten hat Karnitin keinen Einfluß. In Einzelfällen gab es epileptische Anfälle bei Patientinnen ohne oder ohne L-Carnitin-Anamnese.

Die Carnitinwerte können durch die Blutwäsche sehr schnell auf ein normales Niveau gesenkt werden. Das Carnitin ist ein natürliches Element des Körpers und ist in der Regel in ausreichender Menge im Muskel- und Herzmuskelgewebe vorzufinden. Folgende Carnitin-Funktionen werden durch die biochemischen Studien bestätigt: Carnitin als Trägerstoff ist für den Weitertransport von langkettigen Säuren durch die interne Mitochondrienmembran, eine Barriere des Acyl-Coenzyms A, zuständig.

Das Carnitin spielt daher eine Schlüsselrolle beim Abbau von Fettsäuren durch Beta-Oxidation in den Zellmembranen und damit bei der Energieproduktion im Muskulatur und insbesondere auch im Myokard. Acylcarnitin dient als Energiespeicher zur Erhaltung und Entfernung von temporär überschüssigen Acyl-Gruppen aus dem Fettaufbau nach der Formel: frei Carnitin + Acyl CoA = Acylcarnitin + frei Coenzym A.

Carnitinmangel kann den Energiehaushalt wiederhergestellt werden. Die L-Carnitin hilft bei der Behandlung von Carnitinverlust und beugt dem postdialytischen Krankheitsbild vor.

Das L-Carnitin ist daher ein unverzichtbarer Baustein in der Dialysebehandlung. Valproinsäurevergiftung: Es gibt isolierte Meldungen in der Fachliteratur, dass bei Valproinsäure-induzierter Lebergiftigkeit oder Hyperamoniakämie das Leben durch eine medikamentöse Therapie mit L-Carnitin verlängern könnte. Bei metabolisch gesunden Menschen wird der normale Carnitinbedarf durch Selbstsynthese abgedeckt (40% bis 75%), der restliche Teil wird durch Tiernahrung abgedeckt.

Durch die therapeutische oder prophylaktische Verabreichung von freiem Karnitin gelangt es in den Karnitinpool und normiert ein krankhaftes Mischungsverhältnis der Beckenbestandteile. Das pharmakokinetische Verhalten von Karnitin ist daher äußerst aufwendig.

Das freie und acylierte Karnitin kann in allen Gewebe- und Flüssigkeitsgeweben nachweisbar sein.

Aufgrund des natÃ?rlichen (sehr hohen) Carnitin-Pools in den Muskeleinheiten und der komplexen Kompartimentierung und des Gleichgewichts zwischen freilebenden und acylierten Pellets kann kein Austragsvolumen fÃ?r Carnitin von auÃ?en verordnet werden. Muskulatur und Myokard sind nicht in der Lage, Karnitin zu bilden. Karnitin wird vom Organismus nur in begrenztem Umfang verstoffwechselt.

L-Carnitin wird hauptsächlich (80-90%, je nach Dosis) von der Darmpflanze zu TMA (Trimethylamin) und ?-Butyrobetain aufgeschlossen und abgesondert. Die restlichen (10-20%) bleiben im Körperpool des Carnitins erhalten.

Das Ausscheiden von frei und acyliertem Karnitin findet im Prinzip über die Leber statt. Die langkettigen Acylkarnitine werden in der Leber viel schneller ausgeschieden als das freie Nierenmark. Nierenresorption findet für das freie Karnitin an 2 Orten statt, von denen eine speziell ist. Der Abtransport von kostenlosem Karnitin ist abhängig von der Dosis. Mit einem verhältnismäßig geringen Carnitinangebot (z.B. bei chronisch Vegetariern) nimmt es durch eine erhöhte Resorption ab.

Aufgrund der großen Wichtigkeit der körpereigenen Karnitinsynthese ist bei diesen Patientinnen ein latentes Karnitindefizit vorhanden. In noch funktionierenden Dialysekliniken ist eine Anreicherung von Carnitin über das normale Maß hinaus kaum zu erwarten. Serum-Carnitin steht bei Urinpatienten im Zusammenhang mit Serumkreatinin.

Im Falle eines genetischen Defekts der Resorption (Fanconi-Syndrom) müssen chronische Maximaldosen von Carnitin eingenommen werden.

Genetische Stoffwechselstörungen produzieren im Organismus große Anteile an verzweigten Mono- und Discarbonsäuren, die optional oder verbindlich als Konjugate von Carnitin desinfiziert werden. Die dadurch verursachte erhöhte, teilweise sehr starke Carnitinaufnahme muss ausgeglichen werden. Das L-Carnitin verursachte keine Schäden bei schwangeren Frauen, der Embryonalentwicklung oder bei Aufzuchttieren.

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