Carnitin Einnahme

Karnitinaufnahme

Transport von L-Carnitin und Verbrennung von Fettsäuren. Das L-Carnitin ist ein natürlicher Bestandteil unserer täglichen Ernährung und wird vom Körper umgewandelt. Darüber hinaus haben die Probanden mehr Gewicht verloren und auch der Hüftumfang wurde stärker reduziert als die Probanden ohne Carnitin. In den empfohlenen Dosierungsbereichen ist die zusätzliche Einnahme von Acetyl-L-Carnitin wirksam und sicher. Vor allem Senioren können vom Nährstoff L-Carnitin profitieren.

KARNITIN

Das L-Carnitin fungiert als Transportmedium (Träger) im Fettverdau. Sie befördert die Speisefettsäuren in die Zellmembranen der Zellmembran. In den " Power Plants " der Zelle werden die Speisefettsäuren zur Energieerzeugung genutzt. Das L-Carnitin nimmt daher eine wichtige Stellung im Fettmetabolismus ein. Wir empfehlen eine regelmäßige Einnahme von mind. drei Monate, am besten morgens oder vor dem Ausbilden.

L-Carnitin: Effektivität der Supplementation und Belastung

Ein erhöhter Muskel-Carnitingehalt soll eine optimale Fettverbrennung zur Energieversorgung und damit eine glykogensparende Wirkung sowie eine bessere Ausdauerwirkung erzielen. Das Fazit einer vorangegangenen Untersuchung (Stephens, J Appl Physiol, 2006) war, dass bei einer oral verabreichten L-Carnitin/Kohlenhydrat-Aufnahme (2 x pro Tag 94 Gramm L-Carnitin und 3 Gramm L-Carnitin) erst nach 100 Tagen ein zu erwartender Zuwachs an Muskeln, vergleichbar mit einer infusionsbedingten und für den Effekt relevanten Carnitin-Gehalt, erreicht werden konnte.

In einer aktuellen Untersuchung (Wall, J Physiol, 2011) wurde diese These untersucht und gezeigt, dass die zweimal tägliche Einnahme von 80 Gramm Kohlenhydraten plus 2 Gramm CarniPure (L-Carnitin-Tartrat) den Muskel-Carnitingehalt um 21% erhöhen kann. Jedoch waren 24 (!) wochenlange Ergänzungen notwendig! Durch den erhöhten Muskel-Carnitingehalt nach 24-wöchiger Supplementation konnte nach 30 min auf dem Fahrradergometer bei einer Belastungsstärke von 50% VO2max eine 35%ige Glykogeneinsparung erzielt werden.

Der Glykogenverbrauch während der Exposition wurde halbiert, was auch einen entsprechenden Anstieg der Fettabsaugung auslöste. Bei der sehr langwierigen Supplementation muss jedoch berücksichtigt werden, dass 2 x 80 Gramm Kohlehydrate pro Tag 640 Kilokalorien ausmachen.

In der Tat nahm das Gewicht der 7 Sportler in der Vergleichsgruppe um im Durchschnitt 2,4 kg zu, während es in der Carnitin-Gruppe konstant war. Die Frage, ob Carnitin eine Zunahme des Gewichts verhindert, war angesichts der kleinen Versuchsgruppe ungeklärt. In einer Follow-up-Studie (Stephens, J Physiol, 2013) konnte nun nachgewiesen werden, dass bei gleichem Aufnahmeprotokoll (2 x pro Tag 80 Gramm pro Tag plus zwei Gramm L-Carnitin-Tartrat) bereits nach 12 Schwangerschaftswochen ein muskulärer Karnitinspeicher um 20% möglich ist.

Glücklicherweise wurde keine Zunahme beobachtet - im Unterschied zur Vergleichsgruppe, die die gleiche Menge an Karbonat, aber ohne L-Carnitin aufnahm! Daher hat es den Anschein, dass die zuvor gefürchtete Zunahme des Gewichts (in Fettform ) aufgrund der (notwendigen) hohen Kohlenhydrataufnahme bei gleichzeitiger Zufuhr von L-Carnitin nicht auftritt. Frühere Untersuchungen haben bereits gezeigt, dass eine 20%ige Erhöhung des Muskel-Carnitingehalts die Fettverbrennung unter starkem Dauerstress begünstigt.

Neuere Genanalysen haben gezeigt, dass 73 der 187 betrachteten Gene, die mit dem Energiemetabolismus verbunden sind, in der L-Carnitin-Gruppe und weniger in der Steuergruppe ausgeprägter sind. Das deutet auf einen allgemein optimalen Fettmetabolismus durch L-Carnitin hin. Es gab bereits einige ältere Untersuchungen, die eine deutliche Auswirkung von L-Carnitin auch bei kurzfristiger Supplementation gezeigt haben.

Das aber nicht in Verbindung mit einem erhöhten muskulären Carnitin, sondern anscheinend aufgrund einer Gefäßwirkung des im Kreislauf befindlichen Nitins. Zum Beispiel haben einige Untersuchungen gezeigt, dass oxidativer Streß, Laktat, Cortisol, Kreatinkinase und Ammoniak nach der körperlichen Betätigung in der L-Carnitin-Verabreichung reduziert wurden (Galloway, FASEB, 2004; O'Connor, Adv Exp Med Biol, 1990; Spiering, J Strenght Cond Res, 2008).

Aus dieser Sicht wird auch eine Ergänzung in hoher Dosierung kurz vor dem Sport empfohlen, da eine Steigerung des Muskel-Carnitingehalts anscheinend gar nicht notwendig ist. Der regenerative Effekt von L-Carnitin wird nach einem Expertengutachten der Med. Fachhochschule Genf nicht auf eine Zunahme des Muskel-Carnitingehalts, sondern auf eine vaskuläre schützende Auswirkung des im Kreislauf kreisenden L-Carnitins zurückgeführt.

Das zirkulierende L-Carnitin bietet akuten pharmakologischen Schutz vor oxidativen Schäden in den Mikroblutgefäßen. Eine Glykogeneinsparung und unmittelbare Leistungserhöhung in Verbindung mit einem gesteigerten muskulären Carnitin-Anteil kann mit den letzten beiden Untersuchungen nun aber auch als gut dokumentiert angesehen werden. Ein höherer Muskel-Carnitingehalt kann daher die Aerobic-Leistung (Glykogeneinsparung, gesteigerter Fettstoffwechsel) sowie die Anaerobleistung ( "langsamere Laktatakkumulation") und die Gesamtperformance bei intensivem Training anheben.

Das verhältnismäßig lange Aufnahmeprotokoll zusammen mit der notwendigen, sehr großen Kohlenhydrataufnahme ist nach wie vor schwierig. Eine kurzfristige Einnahme von Carnitin sollte daher in vielen FÃ?llen sinnvoll und ausreichen. Das positive Ergebnis von Kurzzeitstudien mit L-Carnitin beruht natürlich nicht auf einer Steigerung des Muskel-Carnitingehalts, sondern auf der gefäßschützenden Wirkung des im Blut kreislauf befindlichen Nitins.

In den meisten Fällen wurden Carnitindosen von 2-4 Gramm pro Tag verabreicht. Zur Steigerung des Muskel-Carnitingehalts, wie oben beschrieben, ist eine Tagesdosis von 2 x 2 Gramm Weinstein in Kombination mit 80 Gramm Kohlenhydraten pro Tag für mindestens 12 Monate erforderlich. Die Untergrenze für eine Gefäßwirkung liegt bei 1 Gramm L-Carnitin/Tag, was auch die zulässige Dosis in Nahrungsergänzungen ist.

Die Verabreichung von CarniPure, einem reinen L-Carnitin-Tartrat, das auch in der Untersuchung von (Wall, J Physiol, 2011) verwendet wird, ist einfach. Die Einnahme kann mit einer kohlenhydrathaltigen Speise oder Kohlenhydratprodukten (Sportgetränk, Regenerationsprodukt) kombiniert werden, um nicht zusätzlich 160 Gramm Kohlenhydrate pro Tag mitzunehmen.

Zu diesem Zeitpunkt sollte hinzugefügt werden, dass wir bisher über eine verstärkte Fettverbrennung zum Schutz der Glykogenreserven und damit über eine verbesserte Leistungsfähigkeit bei Hochleistungssportlern diskutiert haben. Es wäre vollkommen falsch, L-Carnitin mit Carboloading als Maßnahme zur Fettstoffwechselverbesserung zur Gewichtsreduktion zu verbinden! Den muskulösen Carnitingehalt mit zusätzlichen 160 Gramm Kohlenhydraten pro Tag zu erhöhen, würde auch die Einsparung dieser zusätzlichen Kalorien an anderer Stelle erfordern.

Wenigstens in solchen Situationen kann es Sinn machen, Carnitin nur mit einer Mahlzeit zu kombinieren, anstatt weitere Kohlenhydrate mitzunehmen. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass das Ernährungsziel nicht darin besteht, die Verbrennung von Fett in den Muskeln zu maximieren, sondern eine allgemeine und langfristige Steigerung der Verbrennung von Fett zu erreichen, um das Depotfett zu reduzieren. Eine fehlende Gewichtzunahme durch L-Carnitin (mit gesteigerter Energiezufuhr!) kann nicht mit einer Depotfettreduktion (mit konstanter Energiezufuhr) verglichen werden!

Ob vermehrte Muskel-Carnitinspeicher auch in der Ruhephase und nicht nur bei mäßiger Beanspruchung zu einer erhöhten Fettverbrennung führen, muss noch geklärt werden. Das L-Carnitin wird im Fettmetabolismus nicht durch eine Akkumulation im Körper, sondern durch eine Pufferwirkung innerhalb und außerhalb der Zellen hervorgerufen, die den Gesamteinsatz von Speisefettsäuren zur Energieversorgung anregt.

Nach einigen Studien geht es aber in erster Linie darum, eine Abnahme des Muskelanteils zu verhindern oder den Carnitinspiegel aufrechtzuerhalten (und nicht zu erhöhen) (Prinzip des "fließenden Wassers im Schlauch"). Zum anderen muss der Fettmetabolismus durch Bewegung so weit angeregt werden, dass die Pufferwirkung von L-Carnitin wie dargestellt zum ausschlaggebenden Element für eine gesteigerte Fettabscheidung wird.

Sowohl für die akuten (vaskuläre Wirkung) als auch für die permanente (Muskel-Carnitin-Speicherung) Einnahme von L-Carnitin gibt es Gründe - sowohl für den Ausdauersport als auch für den Abbau von Fett. Es ist unwahrscheinlich, dass die Zufuhr von zusätzlichen Kohlenhydraten während der Einnahme von chronischem Carnitin zur Gewichts- und Fettreduktion beiträgt. Oft wird der Transport von Fettsäuren als Hauptaufgabe von L-Carnitin erachtet.

Das L-Carnitin reguliert den pH-Wert außerhalb der Zelle durch die Zwischenlagerung von Coenzym A (CoA) durch die Ausbildung von Carnitin. Dadurch wird eine Anreicherung von Acetyl-CoA reduziert und damit ein bedeutendes Ferment (Pyruvatdehydrogenase) für den karnitinabhängigen Fettsäuretransport in die Milchsäure bakterien (Verbrennungsstelle) aktiviert. Das L-Carnitin kann auch diese C-2-Einheiten temporär verbinden und die Energiezufuhr aufrechterhalten, was die Oxydation der Fette anregen kann.

O'Connor JE et al, 1990: Neue Rollen des Carnitinstoffwechsels bei der Zytotoxizität von Ammoniak. Cond Res, 22(4):1130-5. Wand BT et al, 2011: Die Einnahme von L-Carnitin und Kohlenhydraten erhöht den Gehalt an Muskel-Carnitin und verändert den Muskelstoffwechsel während des Trainings beim Menschen. Physiol, 589(4):963-73. FB et al, 2013: Die Aufladung der Skelettmuskulatur mit Carnitin erhöht den Energieaufwand, moduliert die Gen-Netzwerke des Kraftstoff-Stoffwechsels und verhindert die Ansammlung von Körperfett beim Menschen.

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