Carnitin L

Karnitin L

Das L-Carnitin ist eine Substanz, die der Körper benötigt, um Energie zu produzieren. L-Carnitin wirkt sich auf die Blutzuckerkontrolle, den Cholesterinspiegel und den Blutdruck bei Diabetes-Patienten aus. Ein Nahrungsergänzungsmittel in Form von Carnitin kann nicht nur für Veganer, sondern vor allem für Sportler und Leistungssportler sinnvoll sein. Das L-Carnitin ist ein vitaminähnlicher und bedingt essentieller Nährstoff. Das L-Carnitin bringt Energie in die Zellen.

Carnitin

Stoffe wie Koffein oder grüner Tee haben einen wissenschaftlichen, eindeutig belegten günstigen Einfluß auf die Speisefettsäuren. Bei Extremsportlern, bei denen der Fettmetabolismus am höchsten ist, kann eine L-Carnitin-Supplementierung am besten in Betracht gezogen werden. L-Carnitin produziert der Mensch selbst aus den beiden Aminsäuren Methhionin und Lyzin mit den Vitaminen C, B6, Niacin und Iron.

Hauptverursacher des Körpers ist jedoch das mit Nahrungsmitteln versorgte Rindfleisch. Das L-Carnitin kommt in Rotfleisch vor allem bei Schafen und Lämmern vor (Geflügelfleisch weist wesentlich weniger L-Carnitin auf). Mit einer gesunden Diät werden dem Organismus jeden Tag zwischen 100 und 300 mg L-Carnitin verabreicht. Bei Vegetariern werden mit der Diät im Durchschnitt 2-10 mg Carnitin produziert.

Die Gesamtmenge an L-Carnitin im Organismus beläuft sich auf ca. 20-25 g, wodurch der Gehalt in Gewebe mit hohem Fettgehalt (Muskeln) besonders hoch ist. Etwa 20 Milligramm werden über die Niere in den Harn abgegeben. L-Carnitin enthält im Normalfall 40 bis 80 µmol/l, von denen etwa 70-85 Prozent als Carnitin frei sind.

L-Carnitin in der Wissenschaft: Es gibt umstrittene Ansichten über die möglichen Leistungssteigerungen durch die Supplementation von Nierenkrebs. Fachleute wie Marconi oder Neumann (Lonza) sind von der Studie über die positive Auswirkung einer weiteren Carnitinzufuhr auf den Aerobic- und Anaerobic-Stoffwechsel der Muskeln (Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel) begeistert. Der Verzehr von wenigen g (2-4 g) L-Carnitin sollte in diversen Untersuchungen zu einer Erhöhung der Sauerstoff-Aufnahmekapazität (VO2 max.) - ein Maß für den Belastungszustand eines Athleten, einer Änderung des Atmungsquotienten (RQ) (ein reduzierter RQ-Wert ist ein Indiz dafür, dass mehr Fett anstelle von Glykogen/Glukose zur Energieerzeugung zur Verfügung gestellt werden) - und reduzierten Lactatwerten beitragen.

Die Einnahme von 2 Gramm L-Carnitin zwei Stunden vor und nach einem Lauf - mit Ausnahme einer Zunahme des Carnitinspiegels im Körper - hat zu keinen wesentlichen Änderungen der Dauer, des Atmungsquotienten, der Plasmakonzentration von Kohlenhydratmetaboliten (Glukose, Laktat, Pyruvat), Fettstoffwechselprodukten (freie Fettsäuren, Glycerin, b -hydroxybutyrat) und Enzymen (Kreatinkinase, Laktatdehydrogenase) geführt.

Selbst bei einem Fahrradergometer-Test an der aeroben Grenze konnte Colombani keinen Einfluß auf die Regeneration der Sportler nachweisen. Die Schlussfolgerung ist, dass eine kurzzeitige Carnitinergänzung die Sprint- und Ausdauerfähigkeit nicht verbessert. Mit den Ergebnissen von Forschern der University of Connecticut in den USA wurden neben den herkömmlichen muskel-energetischen Aufgaben neue Sichtweisen hinsichtlich der Bedeutung von L-Carnitin eröffnet:

Durch die Tageszufuhr von L-Carnitin vor intensiver Belastung kam es zu einer signifikant geringeren Bildung von Freier Radikale, weniger Muskelschmerzen und weniger Muskelschädigungen nach dem Sport bei Sportlern. L-Carnitin kann also die Regeneration fördern, wie bisherige Untersuchungen gezeigt haben. Auch L-Carnitin steigerte die Durchschnittsleistung signifikant und sorgte für eine schnellere Regeneration nach starker körperlicher Anstrengung.

Dieser Schutzeffekt ist wahrscheinlich zum Teil auf eine bessere Sauerstoffzufuhr zu den Muskelzellen durch erhöhte Blutzirkulation zurück zu führen. Dass L-Carnitin als Nahrungsergänzungsmittel den Aufschluss langkettiger Säuren in vivo bei gesunder Ernährung ohne Carnitinmangel erhöhen kann, haben Forscher der Uni Leipzig im Jahr 2002 zum ersten Mal bewiesen. Vor und nach zehn Tagen der Supplementation bekamen die Testpersonen die markierten Speisefettsäuren.

In der Folge wurde das markierte Kohlendioxid als Zerfallsprodukt der gekennzeichneten Speisefettsäuren in der Ausatemluft bestimmt. Bei einem leicht veränderten Vorgehen kam es zu vergleichbaren Ergebnissen: Das Nahrungsergänzungsmittel mit L-Carnitin konnte auch bei leicht Übergewichtigen die Oxydation von langkettigen Speisefettsäuren signifikant steigern.

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