Carnitin Sport

Karnitin Sport

Die Wirkung auf den beschleunigten Fettabbau, insbesondere in der Ernährung oder in Kombination mit Sport, ist Gegenstand der Diskussion. Der überwiegende Teil der kontrollierten Studien konnte keine Wirkung von Carnitin im Sinne einer Verbesserung der Fettverbrennung nachweisen. Welche Auswirkungen hat L-Carnitin auf den Sport? Wer mit stagnierendem Gewicht oder abnehmender Energie beim Sport zu kämpfen hat, sollte den Dithelfer unbedingt ausprobieren. Wissenswertes über L-Carnitin im Sport.

Carnitine im Langstreckensport

Carnitine ist eine Substanz, die von Zeit zu Zeit in den Massenmedien erscheint. Die Auswirkungen auf den erhöhten Fettverlust, insbesondere in der Ernährung oder in Verbindung mit Sport, werden diskutiert. Das Carnitin (lateinisch: caro, carnis=Fleisch) wird aus den beiden Aminsäuren Lyzin und Methionin sowie den Co-Faktoren Vitamine C, B6, Niacin und Iron in den Bereichen Leder, Niere und Gehirn hergestellt.

Im menschlichen Organismus sind 20 bis 25 g L-Carnitin enthalten. L-Carnitin ist besonders stark in den Bereichen des Herzens, der Muskulatur und des Immunsystems, die einen besonders großen Energieaufwand haben und daher auf eine angemessene Zufuhr von L-Carnitin angewiesen sind. L-Carnitin verliert täglich durch die Ausscheidung von Urin nur wenig und liegt bei 17 bis 52 mg. Die wichtigsten Lieferanten von L-Carnitin sind Fleischerzeugnisse, Fisch, Molkereiprodukte und Milch.

Das L-Carnitin erlaubt den Transfer von langkettigen Speisefettsäuren in die Zentren der Milchsäure, wo aus ihnen Strom wird. L-Carnitin wurde früher unter dem Namen L-Carnitin bekannt. Heute wird Carnitin in D- und L-Carnitin untergliedert. Handelsübliches Carnitin beinhaltet daher nur L-Carnitin. Mit der Entwicklung neuer industrieller Produktionsprozesse Anfang der 80er Jahre ist die komplette Abtrennung von D- und L-Carnitin gewährleistet.

Dass L-Carnitin die Verbrennung von Fetten in den Milchsäurebakterien anregt, gilt als wesentlicher Baustein des Metabolismus des Menschen, und zwar seit 1958, als der Wissenschaftler Fritz bewiesen hat, dass L-Carnitin die Verbrennung in den Zellen der Zelle anregt. Carnitine "verbessern das Muskelwachstum", "intensivieren die Trainingswirkung der Muskeln" oder "machen Fettschmelze " wird zugesagt. Zwar ist das Carnitin des Körpers für die Energieproduktion aus Speisefettsäuren mit verantwortlich, aber eine erhöhte Zufuhr von L-Carnitin (beim Ausdauertraining) kann diesen Vorgang nicht begünstigen, zumal der Organismus keine höheren Dosen vollständig einnimmt.

Bei gesunden Menschen mit normalem Carnitinspiegel ist keine Supplementation erforderlich und eine weitere Einnahme von Carnitin bewirkt keine Erhöhung der Fettsäureoxidation (Fettverbrennung). Zur Stimulierung des Fettstoffwechsels erscheint es günstiger und wirksamer, eine knappe Menge Koffein (100-200 mg, entsprechend 1-2 Kaffeetassen ) eine gute Zeit vor dem Sport einzunehmen.

Schlussfolgerung: Trotz einer wissenschaftlichen nicht nachgewiesenen leistungssteigernden Wirksamkeit wird die Supplementation mit L-Carnitin im Bereich der Ausdauer von vielen als vernünftig erachtet. Carnitinlieferanten bewerben mit den guten Resultaten einiger Untersuchungen. Beim Amateursportler mit einer ausgewogenen Diät (vorzugsweise mit Fleisch) ist in der Regel die eigene L-Carnitinmenge ausreichend. Im Falle bestimmter Krankheiten und eines Carnitinmangels können dem Carnitin Therapieeffekte zugeschrieben werden, so dass hier - in Absprache mit dem behandelnden Arzt die physiologischen Dosen hilfreich sein können.

L-Carnitin in einigen Nahrungsmitteln pro 100 Gramm:

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