Carnitin Wirkung

Karnitineffekt

Auf die fettverbrennende und muskelaufbauende Wirkung des essentiellen Nährstoffes L-Carnitin schwören viele Menschen. Wirkt sich positiv auf Lern- und Denkprozesse aus. Karnitin ist eine Substanz, die von Zeit zu Zeit in den Medien erscheint. Alles über Wirkungen und Nebenwirkungen. Sicher ist jedoch, dass Carnitin eine wichtige Rolle bei der Energiegewinnung aus Fettsäuren spielt.

Wie wirkt sich L-Carnitin auf den Organismus aus?

Das L-Carnitin ist ein Vitamin-ähnlicher Stoff, der für den Menschen sehr bedeutsam ist. Die lebensnotwendigen Nährstoffe werden einerseits vom Organismus selbst produziert und andererseits über die Ernährung absorbiert. Teilweise besteht ein zusätzlicher Bedarf an dem Vitamin-ähnlichen Dünger. Wettkampfsportler müssen daher immer für eine angemessene Versorgung mit dem notwendigen Vitalstoff sorgen, um eine möglichst gute Wirkung zu haben.

Außerdem brauchen sie etwas mehr L-Carnitin, da der Organismus noch nicht so viel von dem Vitamin-ähnlichen Stoff produzieren kann. Auf den fettverbrennenden und muskelaufbauenden Effekt dieses wichtigen Nährstoffes wird von vielen Menschen geschworen. Zwar ist man sich inzwischen einig, dass es zur Fettabsaugung beitragen wird, der Muskelaufbau-Effekt ist aber noch nicht gesichert.

Es ist ratsam, während einer Ernährung zwischen 700 und 2000 mg L-Carnitin pro Tag einzunehmen. Nahrung allein ist kaum realisierbar und auch nicht produktiv, so dass in diesem Falle Nahrungsergänzungen zur Verfügung stehen. Besonders vitaminreiche Nahrungsmittel sind zum Beispiel: Aber auch einige Meerestiere wie z. B. Langusten und Steinaustern beinhalten einen erheblichen Carnitingehalt.

Karnitin

L-Carnitin kann der Mensch aus den beiden Bausteinen L-Carnitin und Carnitin selbst herstellen, absorbiert es aber vor allem über die Fleischproduktion. Das L-Carnitin kommt in großen Konzentrationen in Rotfleisch vor, vor allem in Schafen und Lämmern. Hühnerfleisch hingegen ist arm an Carnitin, während pflanzliche Nahrungsmittel wenig oder kein L-Carnitin haben. In einer Mischkost werden zwischen 100 und 300 mg L-Carnitin eingenommen.

Bei Vegetariern werden im Durchschnitt 2-10 Milligramm Carnitin verzehrt. Die Gesamtmenge an L-Carnitin im Organismus beläuft sich auf ca. 20-25 g, besonders hoch ist der Gehalt an Fettstoffwechsel. Etwa 20 Milligramm werden über die Niere in den Harn abgegeben. L-Carnitin enthält im Normalfall 40 bis 80 µmol/l, von denen etwa 70-85 Prozent als Carnitin frei sind.

L-Carnitin ist ein in Wasser lösliches Moleküle, das bei der Blutwäsche aus dem Patientenblut entnommen wird. Bei fortgeschrittenem Nierenversagen wird L-Carnitin oft entweder mündlich oder per Infusion eingenommen, um diese Schäden aufzufangen. Das L-Carnitin kann auf unterschiedliche Weise im Industriemaßstab hergestellt werden.

Wenn das Ziel ist, Körpergewicht durch Bewegung und Ernährung zu verlieren, wird manchmal Carnitin als Nahrungsergänzung zur Erzielung eines höheren Fettsäureumsatzes vorgeschlagen, da der Metabolismus von übergewichtigen Menschen in der Regel nicht an ihre physische Leistungsfähigkeit angepaßt ist. Allerdings wird die weitere Aufnahme von Carnitin in Untersuchungen strittig erörtert.

Dass L-Carnitin als Nahrungsergänzungsmittel den Fettabbau in vivo bei gesunder Ernährung ohne Carnitinmangel verstärken kann, haben Forscher der Uni Leipzig im Jahr 2002 zum ersten Mal bewiesen. Vor und nach zehn Tagen der Supplementation bekamen die Testpersonen die markierten Speisefettsäuren. Bei einem leicht veränderten Vorgehen kam es zu vergleichbaren Ergebnissen: Das Nahrungsergänzungsmittel mit L-Carnitin konnte auch bei leicht Übergewichtigen die Oxydation von Langkettenfettsäuren signifikant anheben.

Gerade im Ausdauersport wird L-Carnitin oft als Nahrungsergänzung eingenommen, da einige Untersuchungen vermuten lassen, dass die Aufnahme von L-Carnitin die Leistungsfähigkeit steigern kann. Das Carnitin gilt daher im Sportbereich nach wie vor als einer der leistungsstärksten Leistungssteigerer und Fettverbrenner. L-Carnitin ist keineswegs als "Wundermittel" gegen Fettablagerungen zu verstehen, wie es oft vorkommt.

L-Carnitin kann jedoch nur in Kombination mit sportlichen Aktivitäten (Fettverbrennung bei Ausdauertests) eingesetzt werden. Beim Ergänzen ist zu berücksichtigen, dass die Wirkung von L-Carnitin erst 1½-2 Std. nach der Nahrungsaufnahme optimal ist. Es gibt umstrittene Auffassungen über die möglichen Leistungssteigerungen durch die Supplementation von Nierenkrebs. Fachleute wie Marconi oder Neumann (Lonza) sind von der Wirkung einer weiteren Carnitinzufuhr auf den Aerobic- und Anaerobic-Stoffwechsel der Muskeln (Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel) überzeut.

Die Ergebnisse konnten jedoch in anderen Untersuchungen nicht untermauert werden: Die Ergebnisse der Studie wurden nicht bestätigt: Die Einnahme von 2 Gramm L-Carnitin zwei Stunden vor und nach einem Lauf - mit Ausnahme einer Zunahme des Carnitinspiegels im Körper - hat zu keinen wesentlichen Änderungen der Dauer, des Atmungsquotienten, der Plasmakonzentration von Kohlenhydratmetaboliten (Glukose, Laktat, Pyruvat), Fettstoffwechselprodukten (freie Fettsäuren, Glycerin, b -hydroxybutyrat) und Enzymen (Kreatinkinase, Laktatdehydrogenase) geführt.

Selbst bei einem Fahrradergometer-Test an der aeroben Grenze konnte Colombani keinen Einfluß auf die Regeneration der Sportler nachweisen. Die Schlussfolgerung ist, dass eine kurzzeitige Carnitinergänzung die Sprint- und Ausdauerfähigkeit nicht verbessert. Ergogen ische (leistungssteigernde) Wirkungen in einigen Untersuchungen zeigen sich oft als experimentelles Design oder plazeboinduzierte Missverständnisse.

Heinz Löster : Biochemische Grundlagen der Carnitineffekte. Dans : Carnitine et maladies cardiovasculaires. Carnitin und Herz-Kreislauf-Erkrankungen von Heinz Löster in Bochum 2003, S. 3-48, ISBN 3-920328-45-0. Carnitin und seine Wichtigkeit bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Heinz Löster, Bochum 2003, ISBN 3-920328-45-0.

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