Eiweiß Diät

Protein-Diät

Aber nicht jede Diät hält, was sie verspricht. Mit einer Proteindiät können jedoch einige Mythen und Missverständnisse zerstört und erfolgreich beseitigt werden. Neben Eiweiß muss der Shake auch andere Nährstoffe enthalten. In vielen Diäten stehen Kohlenhydrate heute auf der Liste der verbotenen Lebensmittel. Warum nicht die Protein-Diät?

Protein-Diät - Dr. Jens Neidert

Protein ist für viele wichtigen Funktionen im Organismus erforderlich, wie den Sauerstofftransport im Gehirn (Hämoglobin), die Einlagerung von Eisen und die Antikörperaktivierung im Immunsystem. Es gibt unterschiedliche Arten von Proteinen für unterschiedliche Aufgabenstellungen. Myosin, zum Beispiel, ist für die Funktion der Muskulatur zuständig, während das Kollagen dem Organismus Kraft (und Dimensionsstabilität) verleiht.

Eiweiß wird durch die Aminosäure gebildet und in einer Proteindiät sollte darauf geachtet werden, dass die Aminosäurenanordnung in den Eiweißen im Metabolismus so gut wie möglich genutzt werden kann. Auch in kleinen Stückzahlen sind Tierproteine sehr wirksam, da sie den biologischen Wert von Pflanzenproteinen erhöhen. Eine Proteindiät zielt nicht darauf ab, durch die Zufuhr von Eiweiß einen Überschuss an Eiweiß zu produzieren, sondern eine optimierte Zufuhr für den Körper.

Allerdings ist zu berücksichtigen, dass der Organismus für diesen Prozess B-Vitamine und genügend Flüssigkeit braucht, die dem Organismus während einer Proteindiät im Überfluss zur Verfügung gestellt werden müssen. Ein Überangebot ist zu verhindern, da eine vermehrte Proteinauswaschung den Metabolismus und die Niere und den Organismus zu stark belastend beeinflusst (Gelenkstress).

Zum Schutz der Niere sollte daher die Flüssigkeitsaufnahme im Zuge einer Proteindiät erhöht werden. Die Überdosierung des Organismus mit Eiweiß führt nicht nur zu gesundheitsschädlichen Zerfallsprozessen. Durch die Proteindiät wird ein schneller Fettverlust und ein länger anhaltendes Gefühl der Sättigung erreicht. Auf lange Sicht ist eine proteinhaltige Ernährung ein Beitrag zu einem mageren Organismus, da Untersuchungen zeigen, dass Protein im Unterschied zu Fett und Kohlehydraten nicht so rasch in Fett umgewandelt wird.

Proteine sind Makromoleküle. 1 g Eiweiß sowie 1 g Kohlehydrate liefern 4 kcal. Verglichen mit 7 kcal und Fetten sind es gar 9 kcal pro g. Was ist die Umsetzung einer Protein-Diät? Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu viele Kohlehydrate eingenommen werden.

Als Snack in einer Proteindiät eignen sich neben Nüssen, Sonnenblumenkerne oder Salate auch Grünsmoothies, da sie zusätzlich Blattgrün, Fermente, Bitterstoffe, Mineralien und andere Stoffe enthalten. Falls Sie sich jetzt einer Proteindiät zur Gewichtsabnahme stellen wollen, ist es empfehlenswert, sich einer täglichen Nahrungszufuhr mit der folgenden Struktur zu nähern: 30% gesundes Fett, 45% Kohlehydrate und 25% Protein.

Sie sollten sich jedoch während Ihrer Proteindiät nicht einem konstanten Gefühl des Hungers auszusetzen, da dies zu Heißhungerattacken und einem Jo-Jo-Effekt führt. Im Hinblick auf ein Sättigungsgefühl, das so lange wie möglich anhält, wissen wir aus der Diogenes-Studie, dass proteinreiche Lebensmittel besonders gut für die langfristige Energieversorgung sind, da sie langsam aufbereitet werden.

Nach dem Essen schickt der Organismus dem Hirn Botschaftersubstanzen, die ein Gefühl der Sättigung auslösen. Bei ausreichender Eiweißversorgung werden die für die Appetit- und Wohlfühl-Botenstoffe Serotonin und Dopamin verantwortlichen Aminosäuren Tryptophan und Tyrosin ausgeschüttet. Eine grosszügige Proteinzufuhr sorgt so für ein schnelles und lang anhaltendes Gefühl der Sättigung.

Um eine optimale Wirkung Ihrer Protein-Diät zu erreichen, werden ausreichend Proteinmengen pro Tag benötigt. Zur Deckung des Proteinbedarfs sollten Sie Nahrungsmittel mit einem entsprechenden Proteingehalt verwenden. So ist es nicht unbedingt nötig, den ganzen Tag über Proteinpräparate zu erstehen. Auch bei der Wahl der Proteinlieferanten spielt der einzelne Stoffwechsel eine wichtige Rolle, der nach einer Ernährungsanalyse miteinbezogen wird.

Sie können hier feststellen, ob Sie die richtige Proteinmenge verwenden oder ob in Ihrem Organismus Toxine gebildet werden.

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