Fasten

Die Fastenzeit

Das Fasten im Hinduismus - von leichten Einschränkungen bis zum strikten Verzicht auf Nahrung. Heilfasten und Wandern, Fasten und Yoga, Fasten und Entspannung - das alles verbindet Masserberg Fasten. In der Schweiz fasten jedes Frühjahr Zehntausende, aber nicht nur wegen der christlichen Fastenzeit. Sie können das ganze Jahr über fasten. Praxisnahe Grundlagen und einfühlsame Unterstützung für Ihr Fastenerlebnis.

Ausreichende Fastenenergie

Was ist die Energieversorgung beim Fasten? Das Fasten ist nicht gleichbedeutend mit Verhungern oder Qual. In der Fastenzeit kommt es nun zu einer Stoffwechselumstellung. Die Organismen wechseln zu einer "inneren Ernährung": dem nüchternen Stoffwechsel. Am Anfang des Fastings decken sie ihren Strombedarf aus Glykogenreserven, in den Folgetagen kommt es zunehmend zur Glukoneogenese (Glukosebildung) aus Amino-Säuren, und dann steht die Fettreserve zunehmend für die Energieproduktion zur Verfügung. 2.

Schon am Tag der Linderung und am ersten Tag des Fastens wird die Kraft vor allem aus dem Glykogen der Haut gewonnen. Nach dem ersten Tag des Fastens sind diese Bestände jedoch limitiert und fast aufgebraucht. Kohlehydrate werden vor allem zur Energieerzeugung verwendet, da sie im Unterschied zu Fetten rasch verfügbar sind. Außerdem sind einige Zellen des Körpers (Nervenzellen, Leukozyten und Erythrozyten) normalerweise ausschliesslich auf Glukose angewiesen, sie können keine Fettstoffe abbauen.

Die Umwandlung von Speisefettsäuren in Glukose ist ebenfalls nicht möglich, so dass ohne eine Stoffwechselumstellung ein Fasten von mehreren Tagen oder gar mehreren Wochen kaum möglich wäre. Der Startschuss für den Fastenanfang und die Stoffwechselumstellung ist die Leerung des Magen-Darm-Traktes durch die Glaubenern. Sie verursachen: die Glykogenolyse, den Zerfall des Leberglykogens in Glukose, die Fettspaltung, die erhöhte Ausschüttung von Triglyzeriden aus dem Körperfettgewebe und die Proteolyse: den Zerfall des Proteins in die für die Glukoneogenese verfügbaren Säuren.

Zugleich ermöglicht der absinkende Insulingehalt die Absorption von Fettstoffen in die Muskulatur, die einen zunehmenden Teil ihres Energiebedarfs ausmachen. Zwei Prozesse sind für den Nüchternstoffwechsel besonders charakteristisch: die Glukoneogenese: die Bildung neuer Glukose vor allem aus glukoplastischen Säuren, aber auch aus Glyzerin (aus Fettgewebe) und aus Laktat und Brenztraubensäure (hauptsächlich aus dem Metabolismus von Lymphozyten und Leukozyten).

Glukoneogenese erfolgt hauptsächlich in der Niere und wird während des Nüchternens bis zu etwa 50 % in die Niere verschoben. Nun steht die neue Glukose für Nervenzelle, Leukozyten und Leukozyten zur VerfÃ?gung, die auch nach Beginn des Fast noch auf Glukose als Trägermaterial angewiesen waren. Ketenogenese: Im Unterschied zu Glyzerin kann die Umsetzung von Speisefettsäuren in Ketonkörper-Fettsäuren (über 90 v. H. der degradierten Fettmenge) nicht in Glukose umgewandelt werden.

Doch da nur ein Teil der Speisefettsäuren von den Muskeln verbraucht wird, gibt es einen Rückstand an Speisefettsäuren oder deren Abbauprodukten in der Lebere. Sie können nun noch besser als Aminosäuren von den Muskeln absorbiert und metabolisiert werden. Für den für den typischen Fastenhauch " ist auch Azeton mitverantwortlich. Keton-Körper sind jetzt für die Energieproduktion verfügbar und haben den wohltuenden Effekt, dass sie das Hungergefühl reduzieren.

Am Anfang des Nüchternseins nimmt das ZNS den Großteil der Glukose auf. So ist es mitverantwortlich, dass zunächst eine verhältnismäßig große Anzahl von Fettsäuren für die Glukoneogenese zugeführt werden muss: am ersten Tag des Nüchternseins ca. 80g. Nach wenigen Tagen des Hungerns lernt die Nervenzelle aber auch den Umgang mit den inzwischen im Überfluss vorhandenen Ketonkörpern:

Noch immer ist kontrovers, aus welchen Ursachen die degradierten Fettsäuren kommen.

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