Flohsamenschalen bei Colitis Ulcerosa

Psylliumspelzen bei Colitis ulcerosa

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Der folgende Artikel behandelt alternative Behandlungsmethoden für chronisch entzündliche Darmerkrankungen. kann auch Psylliumschalen verwenden. von sieben Studien eine gute Wirkung von Psylliumschalen. Darüber hinaus empfehlen viele Ärzte Chron.

Psylliumschalen - Fachwissen

Flohsaatgut sind Gewächse aus der Gruppe der Wegerichgewächse: Die Psyllie des Planatagos (oft als Psyllie bezeichnet), die Psyllie (Plantago ovata). Das zerkleinerte und gemahlene Saatgut wird wegen seiner wasserbindenden Eigenschaften als Quellstoff genutzt und wird seit jeher in der Medizin genutzt. Als Nahrungsfasern im Medizinbereich werden Pflanzensamen (indische Psylliumschalen) genutzt. Aufgrund ihres großen Wasserbindevermögens wirken sie als Quellstoffe, die zu einer glatten Stuhlkonsistenz beitragen.

Psylliumschalen erhöhen HDL-Cholesterin und senken LDL-Cholesterin, Triglyzeride, Diabetes, Insulin und Bluthochdruck bei Hypercholesterinämie[2]. Damit haben sie eine günstige Wirkung auf das Herz-Kreislaufrisiko [4] (siehe Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose). Psylliumschalen haben eine sättigende Wirkung aufgrund ihrer Schwellwirkung im Bauch und können einen gezielten Gewichtsverlust bei Fettleibigkeit effektiv fördern und die Homöostase der Glukose verbessern[5][6][7].

Therapie, Arzneimittel und alternative Medizin bei Colitis ulcerosa

Die Colitis ulcerosa ist eine chronische Entzündungskrankheit mit rund 170.000 Patienten in der Bundesrepublik Deutschland. Die wahrscheinlichste Ursache ist eine Barriereerkrankung, durch die die Darmwände durch körpereigene Antikörper (Defensine), Fette und Schleimstoffe nicht mehr ausreichend vor Keimen geschützt sind, was zu einer entzündlichen Reaktion und einer Immunregulation führen kann, die ihrerseits auch in anderen Teilen des Organismus Symptome hervorrufen kann (die häufigsten extraintestinalen Formen von Colitis ulcerosa sind Gelenkentzündungen (enteropathische Arthritis/Endinitis)).

Durch die unbekannte Krankheitsursache ist die Behandlung lediglich eine symptomatische und oft ungenügende Erkrankung. Die obigen Informationen betreffen die Genehmigung für die Behandlung der Colitis ulcerosa in der Bundesrepublik. Selbst wenn der finale Beweis einer Wirksamkeit oft noch aussteht, gibt es für alle erwähnten Therapieansätze mindestens einen naturwissenschaftlichen Background, der der Weg zu einer evidenz-basierten Behandlung der nächsten Jahre sein kann.

Andere wissenschaftlich fundierte Therapien in der alphabetischen Reihenfolge: Untersuchungen belegen einen ähnlichen Erfolg bei der Aufrechterhaltung der Remission wie bei Aminosalicylaten durch die Verwendung von Psylliumsamenschalen (Ispaghula), den Muscheln von Pflanzensamen von Plantago ovata aus Pakistan und Deutschland. Der genaue Wirkmechanismus ist nicht bekannt, aber kleine Einzelstudien haben mehrere gute Wirkungen bei Colitis ulcerosa gezeigt (Quellen: 1, 2, 3).

Psylliumschalen schwellen durch Flüssigkeitsaufnahme auf mehr als das 50-fache ihres Fassungsvermögens an, was die Verweilzeit von Trinkwasser im Verdauungstrakt verlängert (Erhöhung der Trinkwassermenge, Zeit Entfernung zur Medikamenteneinnahme!). Die Mindestdosis von 2*1 Teelöffeln (2*2,5 Gramm) pro Tag beträgt ca. 6 Cents (Beispiel, bezogen auf 1 kg goldene Erdnuss für 11,75 EUR).

In manchen Fällen werden bis zu sechsmal so hohe tägliche Dosen eingenommen. Im Falle bekannter Divertikel oder einer Verengung im Verdauungstrakt dürfen keine Psyllium-Samenschalen verwendet werden (Risiko einer Divertikelentzündung oder Darmverschluss!). Psylliumschalen werden auch als Medikamente unter dem Namen Mykofalk® vermarktet. In den Richtlinien wird diese Therapie in der Bundesrepublik keine Empfehlung ausgesprochen. Nichtsdestotrotz spricht man in einigen Fällen von einer Kostendeckung durch die gesetzliche Krankenkasse.

In Laborversuchen hemmt Anthocyanin das bei entzündlichen Prozessen entscheidende Element des Enzyms Lippoxygenase (Quellen: 1, 2). Bei einer kleinen Untersuchung mit 13 Patientinnen und Probanden mit einer leichten bis mittelschweren Colitis ulcerosa kam es nach sechswöchigem Verzehr eines Müsli-Riegels von 600 g frischer Heidelbeere (komplementär zur Standardtherapie) zu einer Erleichterung der Symptome bei 64% der Teilnehmerinnen und Teilnehmenden.

Auch die Verbesserung war in der Endoskopie nachweisbar und das Calprotektin im Hocker sank von durchschnittlich 778 µg/g auf 305 µg/g (Quellen: 1, 2). Inwieweit sich daraus ein therapeutischer Ansatz für die Colitis ulcerosa herleiten läßt, muss noch untersucht werden. Untersuchungen haben ergeben, dass die Kolonschleimschicht von Colitis ulcerosa-Patienten signifikant weniger Lezithin als die Schutzbarriere zwischen Keimen und Darmschleimhäuten hat.

Der Effekt von Lezithin mikroverkapselt in Éudragit® 100 (Methacrylsäure) wird am besten erforscht. Am Universitätsklinikum der Universität Freiburg wurden entsprechende Untersuchungen mit gutem Ergebnis vorgenommen (Quellen: 1, 2, 3). Dieses Verfahren ist in Japans Standard für die Therapie der Colitis ulcerosa. Die dortige Datensituation ist erfreulich (Quellen: 1, 2). Vielversprechende Untersuchungen wurden auch in der Bundesrepublik vorgenommen (Quelle).

Besonders bekannt wurde die gelungene Bewerbung bei einem 8-jährigen Erlanger Mädel nach Scheitern aller medikamentösen Therapiemöglichkeiten (Quellen: 1, 2). Zwar besagen die Richtlinien der Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (DGVS) und der Deutsche Crohn's Disease / Ulcerative Colitis Association (DCCV), dass bei chronischen Erkrankungen die Leukozytenerkrankung im Einzelnen berücksichtigt werden kann, doch ist die Kostendeckung durch die gesetzliche Krankenkasse noch nicht klar reguliert.

Der Preis beträgt ca. 2200,- Euro pro Anwendung, oft ab zwei Anwendungen pro Tag, mit einer schrittweisen Reduzierung auf eine Anwendung alle wenigen Tage. Gegenüber den lebenden Keimen des nicht krankheitsverursachenden Stamms E. coli Niessle 1917 hat sich in Untersuchungen eine den Aminosalicylaten äquivalente Wirksamkeit bei der Aufrechterhaltung der Remission gezeigt (Quellen: 1, 2).

In den Richtlinien der Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (DGVS) und der Deutsche Verband für Crohnkrankheiten / Colitis ulcerosa (DCCV) wird diese Therapie bei Intoleranz von Aminosalicylaten oder aus anderen Gründen vorgeschlagen und ist in diesen Ländern gesetzlich krankenversichert. Im Jahr 2008-2010 wurde am Kulturkrankenhaus Esslingen und am Charité / Immanuel-Krankenhaus Berlins (Quelle) eine Untersuchung zur Effektivität des Kombinationspräparates Myrrhinil-Intest®, das Myrrhen, Camille und Steinkohle beinhaltet, durchgeführt und gezeigt, dass eine mit dem Aminozalizylat mesalazine ähnliche Wirkungsweise bei der Erhaltung der Remission erzielbar ist.

Eine solche Therapie wird in den Richtlinien in der Bundesrepublik als nicht empfehlenswert angesehen und muss daher aus privaten Mitteln erfolgen. Auch aus einem anderen Grunde könnte Myrre von Interesse sein: Eine Untersuchung in ltalien hat ergeben, dass das aus dem Resin der Myrre-Pflanze gewonnene guggulsterone die Entstehung von Kolitis bei der Maus aufhalten kann. Mündlich aufgenommene Spiegeleier des Peitschenwurms (Trichuris suis) hatten in Untersuchungen zunächst vielversprechende Resultate erbracht (Quelle), werden aber nach vorherrschender Ansicht (Quelle) ab 2016 nicht mehr als vielversprechend angesehen.

Eine solche Therapie wird in den Richtlinien in der Bundesrepublik als nicht empfehlenswert angesehen und muss daher aus privaten Mitteln erfolgen. Die ersten Untersuchungen mit der oralen Verabreichung von Weihrauch-Extrakt sind vielversprechend (Quellen: 1, 2, 3). Eine solche Therapie wird in den Richtlinien in der Bundesrepublik als nicht empfehlenswert angesehen und muss daher aus privaten Mitteln erfolgen.

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