Ginkgo Baum

Gingko-Baum

Das Ginkgo wird im Frühjahr geschnitten. Der Baum hat somit genügend Zeit, um auf den Schnitt zu reagieren und neue Triebe zu bilden. Der Ginkgo inspiriert mit seinem unverwechselbaren Blatt und seinen Mythen die Phantasie der Menschen. Die Ginkgobäume sind in vielerlei Hinsicht eine interessante Baumart. Beide sind alt geworden: der Ginkgo-Baum im Schlosspark Harbker und die kleine Kirche St.

Levin in unmittelbarer Nähe.

Die Ginkgobäume im Park

Viele mögen den Duft seiner Obstsorten nicht vertragen, aber der Ginkgo-Baum wird immer noch als guter Baum für den Hausgarten angesehen. Die Ginkgobäume sind etwas ganz Spezielles - das hat Johann Wolfgang von Goethe schon gefunden. Für seine Liebste hat er in seinem Poem "Ginkgo biloba" das Baumblatt beschrieben, das einen großen Erinnerungswert hat.

Gibt es zwei, die sich dafür entscheiden, sie als einen zu kennen? Der Ginkgo-Baum auch - er ist erstaunlich. Nachweis der Robustheit: Ein Ginkgo-Baum in Hiroshima verbrannte bei der Bombenexplosion 1945, wurde aber wieder vertrieben. Das Ginkgo hat sich als guter Stadt- und Strassenbaum erwiesen, der Schmutz und Verkehr standhält, erläutert Klaus Körber, Abteilungsleiter für Obstanbau und Baumschulen an der Bayrischen Staatsanstalt.

Eine Besonderheit des eher bescheidenen Ginkgo-Baumes ist seine Lage unter den Bäumen: Er ist weder nadel- noch laubabwerfend. Bei den angeblichen Früchten des Ginkgo handelt es sich um Kerne mit einer fleischigen Beschichtung, die in Gestalt und Färbung der Mirabelle ähneln. Deshalb wird der Ginkgo-Baum auch als Silber-Aprikose bezeichnet. Nachteilig für den Gärtner - und gleichzeitig auch ein Pluspunkt bei kleinen Objekten - ist das geringe Anwachsen des Ginkgo.

"Ein echter Baum entsteht erst nach sehr langer Zeit", sagt Körber. Das Wachstum ist jedoch spärlich: In den ersten Jahren bildet der Ginkgo vor allem die senkrechte Stammachse mit nur wenigen seitlichen Trieben, die erst später dichte werden. Außerdem liegt das Laub ganz in der Nähe der Haupttriebe und läßt so viel Sonne bis zum Untergrund durch.

"Ein Ginkgo-Baum wird tatsächlich erst im hohen Lebensalter schöner", sagt der Agrardirektor. Eine weitere Besonderheit des Ginkgo ist, dass "der Duft der Samenschale eine Naturkatastrophe ist", betont er. In den Herbstmonaten, wenn die gereiften Obstsorten für mehrere Monate auf den Grund sinken und die fleischige Hülle verfault, werden Butter- und Capronsäure frei.

Sie verströmen dann einen unerfreulichen Duft. Doch: Das sollte kein Ausschlußkriterium für einen Ginkgo sein, denn er ist dioece. Auf diese Weise beschreiben botanische Experten die Pflanze, die auf verschiedenen Arten blüht. Für Hobby-Gärtner ist es daher von Bedeutung, dass sie keine Setzlinge erwerben, bei denen das Sexualleben im jugendlichen Stadium noch nicht erkennbar ist, sondern einen Schnitt von gepflanzten oder gepfropften Baumstämmen, der mit Sicherheit die männlichen Blumen ausstrahlt.

Die Princeton Sentry" wird von der Firma Körber empfohlen, da sie eine verhältnismäßig dünnwüchsige, männlich gewachsene Varietät ist. Dieser Baum ist also recht schmal und wird für den heimischen Garten mit wenig Raum empfohlen. Ginkgo Biloba ist im Grunde frei von Krankheit und Schädlingen. Abgesehen von dem charakteristischen Wachstum, von dem man einen Ginkgo als solchen schon von weither erkennt, liegen der Reiz und die Magie dieser holzigen Pflanze in der einmaligen herbstlichen Färbung.

"Dies ist ein auffallend anderes Grün als bei anderen Laubbäumen", sagt Korber und schildert den Farbstich, der sehr schwach erscheint, wenn die Nacht im Winter abkühlen wird.

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