Ginkgo bei Tinnitus Erfahrungen

Ginko für Tinnitus-Erlebnisse

Das ist auch die Wirkung von Ginkgo auf den Tinnitus. Dementsprechend kamen die Autoren der Studie auch zu dem Schluss, dass Ginkgo biloba für die Behandlung von Tinnitus unwirksam ist. Nach dem Trockenextrakt aus Ginkgo biloba-Blättern. Jetzt werde ich über meine Erfahrungen damit sprechen.

Unter Tinnitus leidend

Die Hauptursache für die Steigerung der Tinnituswahrnehmung und des Schmerzes ist wahrscheinlich der steigende Hörstress, in dem wir Menschen sowohl Täter als auch Leidtragende sind. Gleichzeitig werden viele psychische Krankheiten - mit den für den Menschen oft bedeutsamen Änderungen und Frakturen - von Tinnitus begleitet. Ein Tinnitus - oft schon vorhanden, aber bis dahin nicht als Quälerei empfunden - kann dann klarer in die Empfindung eindringen und in den Mittelpunkt der Symptome gerückt werden - auch bei (soweit möglich) normalherzigen Tinnituspatienten.

Fehlfunktionen der weichen Gaumentrage und des weichen Gaumenhebers (Musculi tensor et levator veli palatini) sowie klonisches Zucken der Mittelohrmuskulatur, die einen direkten Einfluss auf die Schallkette haben, können auch ein Klingeln in den Ohren erzeugen, das als Knacken wahrgenommen werden kann. Der überwiegende Teil der Tinnitus-Formen ist "subjektiv", d.h. für andere nicht ertönbar.

Organisch können alle Arten von Hörschäden im Hörgerät Tinnitus auslösen. Der Tinnitus ist in der Regel der Standort des größten Hörverlusts. Der Tinnitus wird nicht als Tinnitus wahrgenommen: Damit haben 35 bis 45% aller Erwachsene irgendwann in ihrem Leben einen Tinnitus erlitten, 15% der Betroffenen hört den Lärm über einen langen Zeitabschnitt ( "chronischer Tinnitus"), 8% sind durch den Lärm gestört und haben sekundäre Störungen wie Schlafstörungen oder Konzentrationsschwäche (chronisch komplexe Tinnitusstörung), 0,5% der Betroffenen empfinden ihre Lebensfähigkeit und Form deutlich beeinträchtigt (dekompensierte komplexe Tinnituserkrankung).

Aus Tinnitus wird Tinnitus? Um dieses Phänomen zu erklären, entwickelten sie 1993 ein "neurophysiologisches Modell", das Tinnitus - und zwar ungeachtet des Generators - als Konsequenz einer Fehlfunktion im Neuronennetz auslöst. Die objektive Wirklichkeit ist, dass die Tinnituslautstärke - mit Ausnahme der wenigen Objektivformen des Tinnitus - immer vergleichsweise zwischen 5 und max. 15 dB über der Gehörschwelle bestimmt werden kann.

Die subjektive Wirklichkeit ist, dass die Betreffenden "ihren" Tinnitus oft viel stärker und in der Regel auch - in subjektiver Hinsicht - als die ausschlaggebende Quelle für ihre Leiden wie Ruhelosigkeit, Angst zustände, Schlafstörung oder depressive Entwicklung wahrnehmen. Deshalb bedarf ein unbekanntes und üblicherweise negatives neues Hörerlebnis so viel Aufmerksamheit.

Auch der Tinnitus -Eindruck, der dem Betreffenden meist nicht bekannt ist und von ihm schlecht beurteilt wird. Der Betroffene kann so viel Spannung brauchen, dass es zu negativen Folgen kommen kann: Tinnitus hingegen kann für den Kranken das erste hörbare Anzeichen von seelischer Belastung oder Krisen sein.

Bei den Hörfiltern handelt es sich um funktionelle Systeme, die bekannte oder unnötige Geräusche unterbinden und lenken, bevor sie wahrgenommen werden können, z.B. das konstante Ticking einer Uhr. So lange die übermittelte Nachricht ungeklärt ist, muss der Tinnitus vor Eingewöhnung oder gar Erhöhung der (subjektiven!) Lautstärke geschützt werden (Abb. 1). Allerdings besteht die Gefährdung - nicht bewusst für den Betroffenen und natürlich für die Umwelt - darin, dass sich der Hilferuf auf die physisch wahrgenommene (somatisierende) Seite begrenzt.

Nur wenn das Tinnitusleiden als eine physisch ausgeprägte, emotional motivierte Notlage begriffen und gehandhabt wird, gibt es eine Heilungschance. Tinnitus intensiviert die zunehmenden pathologischen Wirkungen, die zunehmenden psychischen Belastungen verstärken das Tinnitusvolumen. In Akutfällen: Der erstmalig auftretende Akut-Tinnitus mit akutem Gehörverlust (!) wird in Deutschland allgemein als Akut-Schwerhörigkeit (nicht als Notfall) betrachtet und therapiert (Leitlinie Tinnitus des AWMF).

Wenn ein HNO-Arzt Anzeichen eines plötzlichen Hörverlustes oder einer Lärmschädigung aufweist, wird eine Infusionstherapie angeraten. Aktueller Leitfaden Hörsturz: Der neue Leitfaden wurde von der AWMF erarbeitet und im Netz veröffentlicht. Zur medikamentösen Therapie: Durchblutungsmedikamente wie Pentoxifyllin (z.B. Trental®) oder Ginkgo-Präparate werden nicht mehr angeraten, da sie keinen Wirkungsnachweis für einen plötzlichen Hörverlust ergaben.

Die Richtlinie sieht daher die Verabreichung von Kortison als einziges Arzneimittel vor, das als Injektionslösung oder mündlich eingenommen wird. Kortisontherapie Intratympanal: Die Richtlinie schlägt eine intratympanal Kortisonbehandlung als so genannte "Reservetherapie" vor, falls nach fünf bis sieben Tagen keine Verbesserung eintritt. Dass eine Umkehrung der Wahrnehmung von Tinnitus mit Apparativmethoden - sei es mit kräftigen Magnete, Elektroimpulsen oder gar filtrierten Modulationsgeräuschen (Stichwort "Neurostimulation") - nicht möglich ist, wird dem vielschichtigen Bearbeitungsmodus der akustischen Stimuli nicht Rechnung getragen; mit diesen Verfahren wurde keine wissenschaftliche nachgewiesene Verbesserung der Tinnitussymptome erreicht[6].

Die grundlegenden Wahrnehmungsgesetze zeigen, dass jeder weitere Versuch, Tinnitus zu "beseitigen", das Leid von Tinnitus erhöht und nicht verringert. Weil für eine Krankheit innerhalb der Vorstellung andere, zum Teil widersprüchlich anmutende Regelungen wie für physikalisch behebbare Störgrößen zutreffen. Tinnitus begünstigt mehr Leid und weniger Gewöhnung.

Bei chronischem Tinnitus, der nicht immer bemerkt werden muss, muss sich die Therapiestrategie umstellen. Diejenigen, die auf der Eliminierung ihres ständigen Tinnitus bestehen und ihre ganze Zuwendung opfern, werden immer ihren Tinnitus mitbekommen. Die Beratung des Betroffenen, der mit den Gründen und Wirkungen des Tinnitus bekannt wird, ist wohl die bedeutendste Vorraussetzung, um den Stresszyklus zwischen Tinnitus und Zuwendung zu durchbrechen.

Ausgehend von einer fundierten neurologischen, aber auch eine psychosomatische Beurteilung des Betroffenen soll dann ein Wirkungsmodell entwickelt werden, das für den Betroffenen nachvollziehbar ist und ihn nachvollziehbar macht, was verändert werden kann und was nicht. Weil die Ursachen für subjektive Tinnitus-Formen meistens in der Wahrnehmung des Gehörs von der Cochlea bis zum Gehörzentrum liegen und Hörverluste meistens auf organischer Basis zu finden sind, ist eine gute Hörgerätepflege oft der vernünftigste und leichteste Weg, eine symptomreduzierende Therapie zu beginnen - wenn ihr der verkehrte Hochmut nicht im Weg steht.

Hörgeschädigte Menschen empfinden Tinnitus häufiger, weil es keine äußeren Geräusche gibt, die ihn überdecken. Außerdem muss sich der Betroffene nicht so sehr darauf verlassen, dass er Gesprächen folgt, die auch den Tinnitus auslösen. Die Hintergrundgeräusche, die bei konventionellen Hörsystemen in der Regel unvermeidbar sind, fördern die Akklimatisierung im oben genannten Sinn.

Tinnitus kann bei einem entsprechenden Hörverlust allein durch die Hörsysteme fast vollständig in den Vordergrund gerückt werden (Abb. 2). Entspannungsmaßnahmen können in der Tinnitusbehandlung eine wichtige Funktion haben. Diese eignen sich, um die oft gesteigerte psychophysische Spannung bei Patienten mit Tinnitus zu verringern - und damit unter anderem die Gewöhnung zu vereinfachen.

Auf diese Weise kann er erfahren, dass der Tinnitus in der Empfindung beherrschbar ist und das Ohnmachtsgefühl nachlässt. Das erreichte Gefühlsgleichgewicht und die Verringerung ängstlicher Beobachtungen können zu einer entspannteren Einstellung gegenüber Tinnitus führen, was zu einer Verringerung der subjektiven Lautstärke führen kann. Erfahrungsgemäß ist Jacobsons fortschreitende Muskelrelaxation am leichtesten zu lernen - von einer Schallplatte oder in einer (Volkshochschul-)Gruppe - und sehr effektiv.

Tinnitus Retraining Therapie" erfordert die tatkräftige Unterstützung des Erkrankten. Indem die gleiche Mechanik zu Tinnitus mit Tinnituswahrnehmung und Überempfindlichkeit durch gutes Gehör führt, bietet die Schwerhörigkeitstherapie ein Selbstbewusstsein: Sie erlaubt ein bewusstes Erlebnis der eigenen Gehörwahrnehmung und erhöht die Chance auf eine Verbesserung der Symptome.

In der Auseinandersetzung mit dem Gehör kann man auch erfahren und erfahren, welche seelischen Beeinflussungen eine Rolle für das Tinnitus-Erlebnis spielen können. Darüber hinaus werden Übungsaufgaben eingesetzt, um Hintergrundgeräusche vom Nutzgeräusch zu unterscheiden und gleichzeitig eine gute Wahrnehmung des Gehörs zu erfahren, das gezielte Gehör und das direktionale Gehör zu fördern, insbesondere in Situationen, in denen Tinnitus sehr ausgeprägt ist und die Konzentration auf andere Töne beeinträchtigt, um Hörsysteme richtig einzusetzen.

Das kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die wahrgenommene Lästigkeit durch Tinnitus zu reduzieren. Außerdem ist sie eine der wichtigsten Formen der Veränderung. Nach unserer Kenntnis ist zum Beispiel Klassik von Mozart und Bach oft gut zu gebrauchen. Tinnituspatienten suchen den Pharmazeuten auf und nicht denjenigen, von dem sie sich nicht genügend verstehen, so ist der Pharmazeut oft in Versuchung, etwas zu bieten, um Tinnitus aus ihrer Sichtweise zu bannen.

Unglücklicherweise fördern jedoch scheinbar plausible, aber nicht anwendbare Begriffe zu möglichen Durchblutungsstörungen die weitere Wahrnehmbarkeit von Tinnitus. Wenn ich etwas nehme, das Tinnitus reduzieren soll, muss ich weiter zuhören, um zu sehen, ob dies wirklich der Fall ist, was mein Tinnitusbewusstsein unweigerlich steigert. Wie das Verlangen, nicht an eine Limone zu glauben, wird die Erkenntnis für das, was unterdrückt werden soll, erregt.

Medikamentöse Behandlung von Tinnitus, z.B. Ginkgo[7], unterstützt diese unvorteilhafte Herangehensweise. Einzig bei chronischen Tinnituspatienten sind Medikamente mit hohem Antidepressivum angezeigt. Die Apothekerin kann Tinnituspatienten mit gutem Gewissen folgende Empfehlungen geben: fortschreitende Muskelrelaxation (z.B. mit einer CD), Kontaktaufnahme mit einer Selbsthilfe-Gruppe ( (Adressen auf der Webseite der Tinnitusliga: www.tinnitus-liga).

Eine HNO-ärztliche Kontrolle (wenn der Betroffene hörgeschädigt ist), denn ein Hörsystem oder ein Raucher wird die Symptome in den kommenden zwei Jahren wahrscheinlich verbessern.

Auch interessant

Mehr zum Thema