Ginkgo Tabletten Tinnitus

Gingko-Tabletten Tinnitus

Ginkgo hilft bei Tinnitus und Hörverlust. Ginkgo-Präparate können bei akutem Tinnitus in Form von Tropfen, Tabletten oder Dragees nützlich sein; bei chronischem Tinnitus sind sie selten wirksam. Binkko mit Extrakt aus Ginkgo biloba Blättern - die natürliche Hilfe bei Tinnitus. Der Produktname: Rein pflanzliche Kapseln gegen Schwindel, Tinnitus, Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche und viele andere Anwendungsgebiete.

Durch die antioxidative Wirkung von Ginkgo kann der Tinnitus abklingen.

Tinnitus und Hörverlust werden zu einer Privatangelegenheit.

Ein Tinnitus ist sehr verbreitet. Tinnitus ist keine Erkrankung, sondern ein Krankheitssymptom und beeinträchtigt das Gehör nicht. Der pathophysiologische Verlauf von Tinnitus und Hörverlust ist vage. Seit Jahren wird vermutet, dass die Gehörzellen im inneren Ohr z.B. durch Sauerstoffmangel aufgrund von Durchblutungsstörungen beschädigt werden und Fehlsignale an das Hirn weiterleiten oder ganz sterben und so das Gehör schädigen und zu Hörverlust neigen.

Neuere Ergebnisse zeigen ein Missverhältnis zwischen hemmender und erregender Übertragung im Hirn, das für Tinnitus und Hörverlust zuständig ist[4 - 6]. Bei Tinnitus oder Hörverlust gibt es keine zuverlässige Arzneimitteltherapie, die einen reproduzierbaren Behandlungserfolg erbringt. Dazu gehören unter anderem Tinnitusbehandlung mit Vasodilatantien (Pentoxifyllin, Naftidrofuryl), Antihistaminika (Betahistin), Kalziumantagonisten (Cinnarizin), Ginkgo biloba-Präparate, Glucocorticoide (p.o. oder i.v.), aber auch mit Antiepileptika (Carbamazepin, Phenytoin) oder Benzodiazepine und Depressionsmittel.

Für Hörverlust werden heilende und hämorheologische Präparate mit Hydroxethylstärke (HEAS-Steril®), Dextran oder Speisesalz mit oder ohne Zugabe von vasoaktiven Substanzen oder Nootropika eingesetzt. Der fehlende Nachweis einer Arzneimittelbehandlung und das Erfordernis der Wirtschaftlichkeit, dem jede Arzneivorschrift unterworfen ist, führt bei allen Arzneimitteln ohne nachgewiesene Wirkung oder mit negativem Nutzen-Risiko-Verhältnis zu einer Nichtverschreibung auf Kosten der GKV.

Pentoxifylline (Trental ) als Infusionsampullen ) kam in den frühen 1970er Jahren und damit vor der Inkraftsetzung des Arzneimittel-Gesetzes von 1978 auf den Markt und ist nur deshalb eingetragen, weil die Wirkung und Sicherheit noch nicht geprüft wurde[12, 13]. Das HAES-steril ist für Cochlea-Durchblutungsstörungen geeignet, aber seine Wirkung bei Tinnitus und Hörverlust ist in Untersuchungen nicht hinreichend belegt.

Aufgrund seiner Begleiterscheinungen (unheilbarer, manchmal irreversibler Juckreiz bei 70% der Patienten, anaphylaktischer Schlaganfall ) sollte das Präparat nicht mehr bei Tinnitus und Hörverlust eingesetzt werden. Diese rheologische Behandlung hat häufige Begleiterscheinungen (Nierenfunktionsstörungen, Allergien ), so dass sie weder erforderlich noch ertragreich ist. Für die Behandlung von Kreislaufstörungen im Innenohr sind 400 mg Tabletten und die entsprechenden Generika freigegeben.

Neben der Tatsache, dass nicht klar ist, ob Kreislauferkrankungen die Ursachen für Tinnitus und Hörverlust sind, ist Pentoxifyllin für schwere Begleiterscheinungen bekannt: 600 mg Tabletten sind für Tinnitus und Hörverlust nicht zulässig. Obwohl Ginkgo biloba-Medikamente bei Tinnitus und Hörverlust indiziert sind, ist die Studiensituation ebenso unzufriedenstellend. Sie sind nicht verschreibungspflichtig und nur in der OTC-Ausnahmeliste (Anhang I AM-RL) für die Bezeichnung "Demenz" enthalten.

Dies führt zu einer Verordnungskapazität für dieses klinische Bild auf Kosten der GKV, nicht aber für Tinnitus und Hörverlust[3, 17 - 20]. Wir können für die nahe Zukunft nur wünschen und verlangen, dass die Erforschung der Ursache von Tinnitus und Hörverlust nicht endet und dass in naher Zukunft eine zielgerichtete Evidenz-basierte Therapie dieser Krankheiten möglich wird[23].

Keine der Medikamente, die in der Vergangenheit den Weg in die Tinnitus- und Hörverlusttherapie fanden und weit verbreitet waren, waren nach den Grundsätzen der Evidenz-basierten Therapie wirksam. Für diese Anwendung sind die meisten Zubereitungen nicht zulässig. Apotheker sind nicht verpflichtet, Rezepte auf Kosten der Krankenkassen zu überprüfen, so dass Medikamente wie Trental®, Pentoxifyllin-Generika oder Ginkgo biloba-Präparate ohne weiteres geliefert werden können.

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