Gold Weihrauch und Myrrhe als Medizin

Räucherstäbchen und Myrrhe als Medizin

Sind sie noch eine Rolle in der modernen Medizin? Sie brachten Gold, Weihrauch und Myrrhe als Geschenke. Medikamente wie Gold, Weihrauch und Myrrhe gewinnen an Prestige. In der modernen Medizin setzt man wieder auf die Wirkung von Gold. Gold, Weihrauch und Myrrhe in der Medizin.

Räucherstäbchen und Myrrhe: Die Wunderheilungen der drei Könige

Im Weihnachtsmärchen bringen die Weise aus dem Orient, die an diesem Tag der Magier gedenken, Gold, Weihrauch und Myrrhe als Mitbringsel. Später galten diese wertvollen Gaben als wertvolles Mittel, und trotz der Ausbreitung moderner Medizin sind die gesundheitsförderlichen Wirkungen der Substanzen nicht vergessen worden.

Gold ist eine der aeltesten Drogen in der Menschheitsgeschichte. Bereits vor 2000 Jahren betrachteten Alchemisten das "Metall des Lichts" (Aurum metallicum) als Wundermittel. Heilpraktiker, Kurpfuscher und Mediziner nutzen das Material seit Tausenden von Jahren und auch heute noch in der Zahnmedizin, in der Rheuma-Therapie und vor allem in der Homöopathie, zum Beispiel bei Depression, Angst und Müdigkeit.

Am Ende des neunzehnten Jahrhundert wurde Gold auch für die Geschlechtskrankheiten Syphilis und TBC verschrieben. Gold hat in kleinen Mengen eine regulierende Wirkung auf das Abwehrsystem.

Räucherstäbchen galten schon früh als wertvolles und therapeutisches Mittel. Dies ist das Naturharz (Olibanum) des Räucherstäbchens, das aus der Baumrinde erhalten wird. Bereits vor 7000 Jahren wurde Weihrauch den östlichen Gottheiten zum Opfer gebracht. Räucherstäbchen wurden von den Ägyptern auch zum Balsamieren, als Weihrauch und vor allem zur Desinfektion verwendet.

Auch in der indianischen Volksheilkunde Ayurveda werden die Auszüge aus dem Weihrauchharz Olivenbaum seit Tausenden von Jahren gegen Arthritis und Bronchitis eingenommen. In letzter Zeit hat sich die Forschung verstärkt für die entzündungshemmenden Wirkungen der im Weihrauch vorhandenen Boswelia-Säuren entschieden - zum Beispiel bei Rheumatismus, PolyarthrititisPolyarthrititis ist eine Krankheit, die in vielen Gelenke auftritt.

Morbus Crohn ist eine chronisch intermittierende Darmentzündung in allen Darmschichten. und ulzeröse Colitis ist eine chronisch intermittierende Darmentzündung. Labortests an der Uni Tübingen haben ergeben, dass Weihrauch bei chronischer Infektion gewisse körpereigene Stoffe aufhält. Die Myrrhe ist auch ein Resin und zählt zur Familie der Weihrauchbäume.

Vor 3000 Jahren wurde es im antiken Ägägypten zum Einbalsamieren verwendet, in der Zeit vor Christus wurde es als aphrodisierend angesehen - vor dem Sex wurden die Beete mit Myrrhe besprüht - und erschien erstmals im fünfzehnten Jh. auf der Apothekerliste des Klosters Andechs. Die griechischen Weinbauern nutzen Myrrhe zur Herstellung ihres berühmten Retsina-Geschmacks wegen seiner Desinfizierung.

Medizinal ist es gut geeignet als Ergänzung zur Behandlung von AphthaeAphthae sind Entzündungsreaktionen der Mundhöhle. Das Gleiche trifft auf den Einsatz bei Rheumatismus, Arthritis und Entzündungskrankheiten des Darms zu. Der Heilungseffekt lässt sich wie folgt erklären: Die Myrrhe verhindert die Bildung von Leukotrienen, körpereigenen Botenstoffen, die eine Entzündung auslösen und aufrechterhalten. So sind in Deutschland beispielsweise freiverkäufliche Tabletten mit Myrrhenharz, gasbindender Kaffee-Kohle und krampflösender Camille für diesen Zweck freigegeben.

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