Heilwirkung

Heilungseffekt

Pflanzen werden seit jeher wegen ihrer heilenden Wirkung geschätzt. Aber welche heilende Wirkung hat die Zitrone und was bedeutet das für welche Krankheit? Von welcher heilenden Wirkung wird Bernstein eigentlich gesprochen? Welche Krankheiten kann Cannabis bekämpfen und wie geht die Politik mit dem Gebrauch der Cannabispflanze und ihrer heilenden Wirkung um? Bärlauch ist mindestens so heilend wie Knoblauch, sein kultivierter Bruder.

Die Pflanze und ihre heilende Wirkung

Seit jeher werden unterschiedliche Arten von Heilkräutern wegen ihrer heilenden Wirkung geschätz. In der Antike wurden auch die heilenden Wirkungen von Kräutern, die zu Tee, Urtinkturen, Pudern und Teepasten verarbeitet wurden, gewürdigt und Kenntnisse gewonnen, von denen einige noch heute genutzt werden. Schon in der Antike produzierten die Menschen aus Arzneipflanzen die ersten Suppositorien, Puder und Wundsalben, und ihre Pfarrer wußten ganz genau, welche heilende Wirkung mit ihnen erzielt werden konnte.

Ähnliches gilt für die chinesischen, die noch immer auf eine Vielzahl von Arzneipflanzen zur Behandlung von Erkrankungen schimpfen. Der bekannte Arzt Dioscorides hat sich im alten Rom der Kräutermedizin gewidmet und sein Wissen über Arzneipflanzen und ihre heilende Wirkung in wichtigen Arbeiten niedergeschrieben. Heutzutage sind viele Arzneipflanzen gut untersucht, während von anderen nur die traditionellen Traditionen bekannt sind.

Für den Nachweis der Heilwirkung von Heilkräutern hat die Pharmazie einen eigenen Wissenschaftszweig, die Kräutermedizin. Fachleute erfassen hier volksmedizinische Befunde und untersuchen anhand von Untersuchungen, in welchem Umfang sich heilende Wirkungen nachweisbar sind. Medizinische Kräuter haben immer unterschiedliche Bestandteile, die sich wechselseitig verändern können. Manche Arzneipflanzen sind zugleich stark giftige Gewächse, die nur in sehr schwacher Konzentration heilend wirkt, in anderen Fällen aber auch fatal sein können.

Auch in der modernen Heilkunde kommen zahllose, aus Arzneipflanzen bekannte Arzneistoffe zum Einsatz. Doch um die heilende Wirkung exakt messen zu können, setzt er oft nur den gewonnenen Aktivstoff ein oder erzeugt ihn gar nicht. Arzneipflanzen werden in der konventionellen Heilkunde häufig als unterstützendes Mittel genutzt. In der Pharmazie bilden die Bestandteile der Pflanze ein riesiges Potenzial für neue, hochwirksame Arzneimittel.

Vor allem die vielen kaum geforschten Arten aus den Tropenwäldern, aber auch die traditionelle chinesische und indische Heilkunst des Ayurvedas bieten hier ein großes Potenzial. Zur Erfassung und Erforschung der Heilwirkung von Heilpflanzen hat das damalige Bundesamt für Gesundheit (BGA) zwischen 1978 und 1994 die Fachkommission E eingerichtet.

Dieses Gremium hat wissenschaftliche Materialien, aber auch die Erfahrung medizinischer Experten zu den gewünschten und ungewollten heilenden Wirkungen von pflanzlichen Arzneimitteln gesammelt. Das so gewonnene Wissen wird auch heute noch für die medizinische Beurteilung von Arzneipflanzen genutzt. Der Effekt von Arzneipflanzen wird durch ihre Inhaltsstoffe beeinflusst. Ihr Inhalt ist bei wildwachsenden Arzneipflanzen jedoch nicht immer gleich, sondern auch abhängig vom Ort, der Zusammensetzung des Erdreichs, dem Boden, dem Klima und der Aufbereitung, d.h. der Lese, der Austrocknung und der Einlagerung.

Dazu sind die Tierzüchter bestrebt, hochwirksame Nutzpflanzen zu kultivieren und Arzneipflanzen unter Kontrolle zu halten. Doch nur etwa 30% der Arzneipflanzen kommen aus dem Ackerbau, d.h. 70% werden in der freien Wildbahn ernten. In der folgenden Aufstellung finden Sie einen kurzen Überblick über die unterschiedlichen Wirkstoffgruppen und ihre unterschiedlichen heilenden Wirkungen.

Auch interessant

Mehr zum Thema