Hemme Milch

Milch hemmen

Die große Milchfarm Hemme ist einen Besuch wert. Hemme legt großen Wert auf Nachhaltigkeit. Hier wird nur die beste Milch von regionalen Bauern verarbeitet! Präsentation des familienfreundlichen Unternehmens Hemme Milch GmbH & Co. Mit der KuhCam sehen Sie den Blick von unserem Milchtank auf die Weiden unserer Kühe.

Das organische

Um die Erfolge von Giovanni Hemme zu sehen, klicke auf die Kuhkamera. Nichts ähnelt einer bis ins Detail optimierten Meierei. Die Konsumenten in den Berliner Verbrauchermärkten müssen fast 1,10 EUR für einen l Sperrmilch aus der Brandenburger Ur-Mark aufwenden. Wie müssen Tiere schließlich leben, wenn Milch günstiger ist als ein gutes Wasser?

Hemmes Tiere sind in Ordnung. Sie ist nicht biologisch, obwohl sie das Zertifizierungszeichen des Biosphärenreservats im Shop hat. Manche Leute denken, dass Milch biologisch ist und nehmen sie. Hemmes Unternehmen ist in den letzten Jahren stark angewachsen. Jetzt bringt sie neue Erzeugnisse mit hohen Kosten in die Tiefkühlregale, aber ihre Versprechungen an glückliche Kühe und Landwirte sind oft nichts anderes als Vermarktung.

Für die Deutsche ist Milch ein hochemotionales Gut - und damit einer der bedeutendsten Köder im Supermarkt. In der Milch angelangt, arbeiten sie mit allen möglichen Psychotricks, die aus einem ganz anderen Gebiet kommen: Fundraising. Im Milchphänomen sind immer mehr Verhaltens-Ökonomen tätig - Milkonomik ist eine neue Kunst.

Mit 41% ist der Discounteranteil in Deutschland zweimal so hoch wie im Europadurchschnitt. Die Milch ist ein führendes Lebensmittel. Die Milch ist eines der meistverkauften Waren. Jeder Bundesbürger konsumiert rund 55 l pro Jahr. Mehr als die Hälfte aller Einkäufe basieren laut Vuma-Konsum- und Medienanalysen ausschliesslich auf dem Markt.

Auch die Handelsgiganten sind sich dessen bewusst und offerieren derzeit herkömmliche Milch für 46 Cents. Was die Milcherzeuger für katastrophal erachten. Weil kaum mehr als 20 Cents die Landwirte erreichen. Gute acht Cents gehen an die Käserei, weitere acht Cents kosten die Verpackungen, der Bund übernimmt drei Cents als Abgabe und sechs Cents pro l gehen an den Handel.

Mit 1,16 EUR für die Firma aus dem Hause Bayer CropScience, wo herkömmliche Milch schick und mit einer kräftigen Handelsmarke versehen ist, sehen die Rechnungen anders aus. Dabei ist die Handelsspanne im Milch- und Lebensmitteleinzelhandel signifikant höher. In Hemme geht Herr Hemme selbst ans Handy. Dass seine Milch mit 1,09 EUR nicht gerade günstig ist, weiss er und gibt auch zu, dass Handel und Milchwirtschaft mit seinem Erzeugnis mehr einnehmen.

Wenigstens bezahlt Hemme seinen Landwirten ein paar Cents mehr. Zudem hat er als kleinere lokale Farm mit einer Jahresproduktion von fast zehn Mio. Liter Milch auch Mehrkosten. "Die Konsumenten sollten sich genauer ansehen, wer das Kapital erhält und ob die Landwirte und ihre Haustiere davon profitieren oder ob der Zusatznutzen bei den Vermittlern ankommt oder für die Vermarktung aufgewendet wird", sagt der Konsumentenschützer Valet.

"So auch der Markttrend der so genannten Weißen Milch, die derzeit ihr Rendez-vous in den Kühlregalen Deutschlands auf breiter Front ausrichtet. Die Beweidung wird als ein wichtiges Element des Tierschutzes in der Milchviehwirtschaft hervorgehoben. Für Heumilch, die noch keine anderen organischen Eigenschaften hat, müssen die Konsumenten durchschnittlich 69 Cents, also 50 prozentig mehr bezahlen.

"Zusammen mit den Milchviehbetrieben fördern wir bundesweit wertschöpfende Produkte zur Unterscheidung, mit denen die Milchviehbetriebe durch den gestiegenen Vermarktungspreis mehr Ertrag erwirtschaften können", sagt der Lebensmittel-Discounter Netto. "Es ist aber auch wichtig, dass die Molkereibetriebe ihre gestiegenen Einnahmen an die lokalen Milcherzeuger abwälzen. "In der Molkerei Arla zum Beispiel erhalten die der Genossenschaft angegliederten Landwirte nur einen einzigen Pfennig mehr, wenn sie ihre Tiere auf die Wiese entlassen.

Dies ist ein Bereich, in dem es noch bessere Gewinnspannen für Molkerei und Gewerbe gibt. Landwirte erhalten rund 50 Cents pro l, während Bio-Milch im Einzelhandel mind. 1,05 EUR kosten muss. Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Milchbauern (BDM) gibt es dafür keine bindende Abgrenzung. Laut Pressesprecher Gerald Wehde ist jeder von den Landwirten von Bioland, dem wichtigsten Verein für biologischen Anbau in Deutschland, verwendete Milch ein Stück Vieh.

In den Supermärkten kosten ein l Bio-Weidemilch bis zu 1,39 EUR, also wesentlich mehr als andere Bio-Milch. In der Molkereibranche ist die Individualisierung einer der wichtigsten Tendenzen. Seit einiger Zeit wissen die Fundraiser, dass die Menschen bei der Präsentation ihres individuellen Schicksals gerne mehr Geld spenden, und Milch und Käsesorten haben jetzt auch rustikale Sorten mit Bart und Mütze auf der Packung.

Die Tatsache, dass sie kaum genug Milch für die Herstellung des bei Rewe und Lidl angeboten Käses liefern, macht den Werbetreibenden keine Sorgen. Jährlich können bis zu zwölf Prozentpunkte mehr Bio-Milch auf den heimischen Milchmarkt einfließen. Biologische Milch wird aufgrund der steigenden Anforderungen zunehmend die herkömmliche Milch ersetzt. Nach Wehde sind nur 6,5 Prozentpunkte des Marktes für Frischmilch in Deutschland biologisch.

Wer die Umstellung auf Bio-Milch nicht mehr wirtschaftlich verkraften kann, kommt hierzulande aus. Nach Angaben des Bundesamtes für Statistik geht die Anzahl der Milchviehbetriebe in Deutschland weiter zurück - jüngst um 4,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat. Es gab im Monat Monat Monatsmonat immer noch 71.302 Milchviehbetriebe.

Weil nur knappe zwei Prozentpunkte der Unternehmen gute Unternehmen einsteigen. Damit hat sich die Zahl der Milchproduzenten seit der Jahrhundertwende nahezu verdoppelt. Auch Molkereimann Hemme erwartet daher eine Bereinigung des Marktes, die zu signifikant höheren Preisen für die übrigen Landwirte führen dürfte: "Kein Konsument begreift das ständige Auf und Ab. Bei einem erneuten Preisanstieg wird unsere Milch weiterhin 1,09 EUR kosten."

Auch interessant

Mehr zum Thema