Hyaluronsäure bei Kniearthrose

Die Hyaluronsäure bei Kniearthrose

Hyaluronsäure wird seit Jahrzehnten vor allem bei Arthrose eingesetzt. Der Kniegelenkersatz kann mit Hyaluronsäure durchgeführt werden. Hyaluronsäure ist eine Substanz, die natürlich in den Gelenken vorkommt.

Und was sollten Sie wissen?

Durch den Gelenkknorpel wird die tatsächliche Gleitoberfläche eines Gelenks geformt. Das Knorpelgewebe hat eine weiche, strapazierfähige OberflÃ?che. Das Knorpelgewebe hat neben seinen Gleitfähigkeiten auch eine gute Dämpferfunktion. Die Gelenke werden durch die Gelenkkapseln, Ligamente, Muskeln und Spannglieder hindurchgeleitet. In der Gelenkinnenhaut, der Synovialmembran, wird eine zähflüssige Masse, die Gelenkflüssigkeit, oft als "Synovialflüssigkeit" bekannt, ausgeschieden.

Das Synovialfluid wird während der Bewegungen im Gelenke ausgeschüttet und ist somit die bedeutendste Nahrungsquelle des Gelenkknorpels. Weil der Gelenkknorpel nicht mit Blutgefässen ausgerüstet ist, ist er auf diese Diät zur Vorbeugung von vorzeitiger Abnutzung und Abnutzung und zur Sicherstellung einer ausreichenden Regenerierung abhängig. Die Hyaluronsäure ist ein wesentlicher Baustein dieser Gelenkflüssigkeit. Bei einer Gelenkschädigung durch Arthritis ist die Gelenkflüssigkeit entscheidend verändert.

Das Fließverhalten (Viskosität) nimmt ab, da Althyaluronsäure zersetzt wird und neue viskose Hyaluronsäure nicht genügend reproduziert werden kann. Das Synovialfluid wird flüssiger und kann den Gelenkknorpel nicht mehr wie erwünscht abdichten und das korrekte Abrutschen des Gelenkes ermöglichen. Synthetische reine Hyaluronsäure kann dem Kniegelenk in steriler Injektion verabreicht werden.

Hyaluronsäure anteile werden in den Knorpeln eingelagert und entfalten eine langfristige Wirkung. Bei einem versierten Arzt schadet eine Spritze Hyaluronsäure in das Kniegelenk meist nicht mehr als eine Blutprobe. Schon kurz nach der Spritze spüren Sie in der regel eine positive Sofortwirkung. Im Falle einer fortgeschrittenen Gelenkerkrankung kann die Therapie nach etwa einem Jahr oder sogar früher wiederholt werden.

Wenn Hyaluronsäure gut vertragen wird, sind ungewollte Nebeneffekte eher unwahrscheinlich. Die Sinnvollheit einer solchen Maßnahme und die zu erwartenden Auswirkungen in Ihrer konkreten Fragestellung sollten in einem persönlichen Beratungsgespräch mit Ihrem behandelnden Facharzt erörtert werden. Privatversicherer übernehmen in der Regel die Materialkosten und Injektionen. In den vergangenen Jahren hat sich die Hyaluronsäurebehandlung neben der medikamentösen und physikalischen Versorgung durchgesetzt.

Seither wurde sie jedoch von in- und ausländischen Spezialgesellschaften in die Therapieempfehlungen für Arthrosen miteinbezogen. Die Europäische Liga gegen Rheuma hat auch die Hyaluronsäure in ihr empfohlenes Behandlungskonzept miteinbezogen.

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