Isoflavone in den Wechseljahren

Die Isoflavone in den Wechseljahren

Die Isoflavone für die Menopause Die Isoflavone sind pflanzliche Substanzen mit hormoneller Wirksamkeit. Daher werden sie in der Mikronährstoff-Medizin bei Wechseljahrsbeschwerden oft eingesetzt: Sie kompensieren den Abbau körpereigener hormoneller Stoffe. Wie Isoflavone noch verwendet werden und was bei der Anwendung zu berücksichtigen ist. Die Isoflavone zählen zu den Sekundärpflanzen.

Isoflavone haben eine vergleichbare Zusammensetzung wie das menschliche Hormon Estrogen, weshalb sie eine vergleichbare Auswirkung auf den Organismus haben. Die Isoflavone werden daher auch als pflanzliche Hormone (Phytohormone) bezeichnet. Die Isoflavone haben unterschiedliche Subtypen. Die Isoflavone kommen hauptsächlich in Nahrungsmitteln vor, die Sojabohnen enthalten oder auf Sojabasis hergestellt werden. Deshalb greifen die asiatischen Menschen zunehmend zu isoflavonischen Produkten, da die chinesische Gastronomie in vielen Speisen sowohl Sojabohnen als auch Sojaprodukte verarbeiten kann.

Die einzelnen Isoflavone sind in unterschiedlich hohen Konzentrationen in Nahrungsmitteln vorzufinden. Auch gibt es Nahrungsmittel, die nur eine einzige Isoflavonart haben und solche, die unterschiedliche Isoflavone beinhalten, jedoch in sehr unterschiedlichem Maße. Bedeutende Isoflavonlieferanten: Die Isoflavone werden nach der Aufnahme im Darm absorbiert und zur Haut befördert. Viele Isoflavonverbindungen werden über die Nieren abgesondert, ein geringerer Teil über die Zunge.

Isoflavone, die nicht im Darm aufgenommen werden, werden im Darm von den Darmkeimen in verschiedene Zwischenprodukte umgesetzt, die später im Hocker nachgewiesen werden können. Inwieweit sich dies beispielsweise durch die Aufnahme der geeigneten Keime steuern lässt, muss noch untersucht werden. Wie wirken Isoflavone? Die Isoflavone gleichen ihrer Zusammensetzung nach dem Sexualhormon Estrogen.

Sie können daher an den selben Körperstellen wie Estrogene docken - allerdings mit einer wesentlich niedrigeren Wirksamkeit als Estrogen. In den Wechseljahren sinken die Östrogenwerte der Frau. Bei Wechseljahrsbeschwerden kann nach Evaluierung einer Vielzahl von Untersuchungen eine günstige Auswirkung der Isoflavone beobachtet werden: Die Isoflavone können durch ihre hormonelle Wirksamkeit den Östrogenverlust zum Teil kompensieren.

Es gibt auch Belege dafür, dass Isoflavone den Zerfall des eigenen Oestrogens unterdrücken. Anders als bei der herkömmlichen Hormonersatz-Therapie ist ihre Wirksamkeit zwar niedriger, aber die Isoflavone werden besser vertragen. Es hat sich gezeigt, dass die Zufuhr von Isoflavonen die Hitzewallung reduziert. In 16 Untersuchungen mit 1.710 Versuchspersonen wurde festgestellt, dass Isoflavone die Hitzewallung um ein Viertel mindern.

Dies nahm wenigstens zwölf Monate in Anspruch. Zwischen 40 und 90 mg Isoflavone pro Tag werden zur Minderung der Wechseljahrsbeschwerden eingenommen. Hormonersatztherapien mit Isoflavonen müssen immer mit einem Facharzt besprochen werden. Medizinische Untersuchungen und Tierversuche haben eine schützende Wirkung gegen die Knochenresorption durch Isoflavone gezeigt - ungeachtet der Krankheitsursache.

Mit diesen Arbeiten wird bestätigt, was bereits durch Arbeiten über die Ausbreitung und Ursache der verschiedenen Erkrankungen vorgeschlagen wurde: Für asiatische Menschen, die aufgrund ihrer täglichen Nahrung mehr Isoflavone zu sich nehmen, ist das Risiko von Hüftknochenbrüchen signifikant niedriger als in Deutschland. Die Isoflavone können die Dichte des Knochens um bis zu 54% erhöhen.

Isoflavone hatten auch eine positive Wirkung auf die Gebeine der Europäer: Wenn sie ein Jahr lang mit 50 mg Isoflavone angereicherte Muttermilch einnahmen, gingen die Markierungen im Blutsystem zurück, was in der Regel einen erhöhten Knochenverlust widerspiegelt. Die Isoflavone lösen im Organismus Östrogenrezeptoren aus, die sich auf den Beinen wiederfinden. Zur Prophylaxe der Osteoporose werden 35 bis 70 mg Isoflavone eingenommen.

Tierversuche haben gezeigt, dass Isoflavone die Vergrößerung der Vorsteherdrüse, die so genannte Prostatahyperplasie, günstig beeinflußen können. Die Isoflavone erniedrigen ein gewisses Hormonzwischenprodukt im Organismus - das so genannte DHT. In einer ersten medizinischen Untersuchung mit 35 Mann wurde die positive Wirkung auf DHT bestätigt; weitere Untersuchungen in dieser Hinsicht müssen das Resultat noch nachweisen. Für die Prostatavergrößerung werden 35 bis 70 mg Isoflavone eingenommen.

Allerdings sollte bei begründetem Verdacht auf Veränderungen der Prostata keine unzulässige Behandlung mit den Isoflavonen durchgeführt werden. Erkundigen Sie sich vor der Anwendung bei Ihrem Hausarzt. Kann das Brustkrebsrisiko durch pflanzliche Hormone reduziert werden? Gegenwärtig wird die Auswirkung von Isoflavonen auf die Krebsvorsorge erörtert. Wurde bisher angenommen, dass Isoflavone das Brustkrebsrisiko steigern können, so deuten alle aktuellen Untersuchungen auf das Gegenüber: Sie können das Brustkrebsrisiko erhöhen:

Vor allem Isoflavone aus Soja können das Krebsrisiko mindern. Besonders das Isoflavone Genistein kann Tumor bekämpfende Verteidigungszellen auslösen und zugleich jene inhibieren, die wiederum zur Blockade der Verteidigungszellen anregen. Es bedarf jedoch einer genaueren Untersuchung, um festzustellen, ob die Isoflavone von Soja zur Vorbeugung von Krebserkrankungen in der Tat ohne Einschränkung zu empfehlen sind. Achtung bei bereits behandelten oder erhöhten Brustkrebsrisiken: Bei einer Frau, die bereits hormonabhängige Tumore hat, würden Isoflavone das umgekehrte bewirken: Sie würden das Rezidivrisiko steigern.

Deshalb sollten Schwangere mit Krebs keine Isoflavone mitnehmen. Wenn in Ihrer Gastfamilie eine hohe Inzidenz von Krebserkrankungen vorliegt und Sie daher ein höheres Brustkrebsrisiko haben, sollten Sie mit Ihrem Hausarzt darüber sprechen, ob es Sinn macht, Isoflavone einzunehmen. Der Verzehr von Isoflavon sollte immer mit einem Facharzt erörtert werden.

Wie und wann sollten Isoflavone genommen werden? Es können entweder Isoflavonpräparate genommen werden oder man beachtet eine isoflavonreiche Ernährung: Das hängt von den eigenen Präferenzen ab. Zum Beispiel sind 100 mg Isoflavone in 70 g Sojamehl, 80 g Miso-Suppe oder 147 g Sprossen von Mungbohnen enthalten. Isoflavone sind als Tablette oder Kapsel auf dem Handel zu haben.

Es gibt auch Wundsalben oder Cremen mit Isoflavon. Wie erkenne ich ein gutes Isoflavonpräparat? Die Isoflavonmenge ist also immer gleich. Beim Mahlen von z. B. soja oder rotes Klee zu Puder kann der Gehalt an Isoflavon sehr unterschiedlich sein. Daher wird bei einer korrekten Zubereitung immer der exakte Isoflavongehalt angezeigt. Diese sollte im Einklang mit der Empfehlungen der EFSA unter 100 mg liegen.

Kann man Isoflavone überdosieren? Am Menschen gibt es Untersuchungen, die belegen, dass 100 und 300 mg Isoflavone pro Tag keine Seiteneffekte haben. In Asien werden im Durchschnitt 80 mg Isoflavone aus dem Sojaanbau ohne jegliche Nebenwirkung verzehrt. Nichtsdestotrotz werden Isoflavone trotz diverser guter Untersuchungen weiterhin kontrovers erörtert.

In einer Erklärung aus dem Jahr 2007 kam das Bundesinstitut für Risikobewertung zu dem Schluss, dass die damals verfügbaren Daten keine endgültige Einschätzung des Gefährdungspotenzials von isolierten Isoflavonen erlauben. Allerdings hat die EFSA im Jahr 2015 eine Studie veröffentlicht, wonach Isoflavonpräparate aus Soja oder Rotklee in den Wechseljahren unbedenklich sind, wenn folgende Mengen bei gesunder Ernährung nicht mehr als 43,5 Mg. an Isoflavonen aus rotem Klee pro Tag für höchstens drei Monaten eingenommen werden.

Unterhalb dieser Grenzwerte liegt die in der Anwendung übliche Dosierung der Isoflavone und ist daher unbedenklich. Wenn Sie sich über die Unbedenklichkeit von Isoflavonen nicht im Klaren sind, fragen Sie Ihren Hausarzt. Isoflavone sind wegen ihrer hormonellen Wirksamkeit nicht für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen bestimmt. Die Isoflavone aus Sojabohnen können die Absorption von L-Thyroxin (z.B. L-ThyroxinHenning®) aus dem Verdauungstrakt mindern.

Beeinflussen Isoflavone die Drüse? Jüngste Untersuchungen belegen dies jedoch: In einer 2010er Untersuchung erhielten sie drei Jahre nach der Menopause 54 mg Isoflavone pro Tag, also wesentlich mehr als in den Vorgängerstudien. Dass Isoflavone keinen schädlichen Einfluß auf die Schilddrüsenfunktion haben, zeigte auch eine Untersuchung der Freiburger Uni im Jahr 2015.

Die Isoflavone können das Tumorrisiko verringern, aber sie können das Rückfallrisiko von bereits behandeltem hormonabhängigem Tumor, zum Beispiel Brust- oder Uteruskrebs, erhöhen. Isoflavone reduzieren auch die Wirksamkeit des Krebsmedikaments Tamoxifen an sich ("Kessar®, Mandofen®, Nolvadex®, Tamokadin®). Bei bereits krebskranken und in Tamoxifenbehandlung befindlichen Personen sollte daher absolut auf die Einnahme von Isoflavonpräparaten verzichtet werden.

Obgleich noch in der Diskussion, zeigen neue Untersuchungen, dass Isoflavone eine nachgewiesene günstige Auswirkung auf die Wechseljahrsbeschwerden haben. Die Isoflavone können auch für den Mann von Nutzen sein, da sie sich positiv auf die Veränderung des Gewebes der Prostata und der Dichte der Knochen auswirken. Die von der EFSA vorgeschlagene Dosis von 100 mg Isoflavone pro Tag darf nicht überschritten werden, und wenn nötig, muss der Hormongehalt von einem Facharzt im Voraus bestimmt werden.

Anschließend kann die geeignete Dosis für die Aufnahme von Isoflavonen als Tablette oder Kapsel mit dem behandelnden Arzt erörtert werden. Bitto, A. et al. 2010: Generator Aglykon beeinflusst die Schilddrüsenfunktion nicht Ergebnisse einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten, dreijährigen Studie. j-Klinik Endokrinol Metab. 2010 Jun;95(6):3067-72. doi:

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