Isoflavone in Soja

Die Isoflavone in Soja

Die Isoflavone sind von Natur aus in Sojabohnen enthalten. Zahlreiche übersetzte Beispielsätze mit "Soja-Isoflavone" - Englisch-Deutsches Wörterbuch und Suchmaschine für Millionen von englischen Übersetzungen. Die Isoflavone kommen hauptsächlich in sojahaltigen oder sojabasierten Lebensmitteln vor. Die Rolle der Isoflavone wird immer wichtiger und ist Gegenstand intensiver aktueller Forschung. Die chemischen Strukturen der Isoflavone in Soja und Rotklee und ihre.

Die Isoflavone aus Soja und Klee in der Krebsbehandlung

Hier erfahren Sie mehr über die natürlichen cheomopräventiven Nahrungsbestandteile (pflanzliche Wirkstoffe) und deren mögliche Wirkung bei der Krebsvorsorge, hier mit Isoflavonen aus Soja und Rotklee. Die Frage war, ob das Krebsrisiko durch eine sojareiche Ernährung oder durch Zubereitungen aus bioaktiven Bestandteilen der Sojabohne wirksam reduziert werden kann.

Die ganze Erde sucht nach Möglichkeiten, Menschen vor Karzinomen zu schützen. Die Statistik in den USA zeigt, dass jeder zweite Mann und jede dritte Frau im Laufe ihres Leben an einer Krebserkrankung erkranken; besonders alarmierend ist die Zunahme von Krebserkrankungen, die nicht durch Rauchen verursacht wurden.

Jährlich treten in Deutschland rund 436.000 neue Krebserkrankungen auf. Jährlich sterben 208.000 Menschen an der Krankheit. Immer mehr Krebsforscher fordern einen grundlegenden Strategiewechsel im Bereich der Krebsbekämpfung. Dr. Samuel S. Epstein, Leiter der National Cancer Prevention Coalition, hebt hervor, dass es sich bei der Krebserkrankung um einen mehrstufigen Prozess handelt, der für präventive Maßnahmen im Frühstadium der Erkrankung zugänglich ist.

Diese Debatte, die vor 15 Jahren mit der Frage nach dem präventiven Nutzen von Soja in der Ernährung begonnen hatte, hatte eine Welle von Studien ausgelöst, deren Ergebnisse nun vorliegen. Die Inzidenz von Krebspatienten ist umso geringer, je mehr Obst und Gemüse konsumiert wird. Die faszinierenden Erkenntnisse fordern für P. Greenwald ("Krebs-Chemoprävention") auch die Ärzte auf, diese neuen Möglichkeiten zum Wohle ihrer Patienten zu nutzen.

Er schlussfolgert: "Zahlreiche Bestandteile von Obst und Gemüse können helfen, das Krebsrisiko zu senken. Hierzu gehören Ballaststoffe, Mikronährstoffe und viele sekundäre Pflanzenstoffe (Phytochemikalien). Ärzte sollten diese Tatsache anerkennen und Ansätze wie den Einsatz natürlicher chemopräventiver Pflanzenstoffe zur Krebsprävention unterstützen. "Diese gesundheitlichen Vorteile verschwinden jedoch, wenn die sojareiche Ernährung aufgegeben wird; dann treten Wechseljahrsbeschwerden, Verlust von Knochensubstanz und Brustkrebs so häufig auf, wie wir sie in Europa oder Amerika kennen.

Dabei identifizierten die Nährstoffforscher die Gruppe der Isoflavone als den Sojabestandteil mit dem größten natürlichen Schutzpotenzial gegen Karzinome. Lassen Sie mich nur ein Beispiel nennen: die große japanische Studie mit 21.852 teilnehmenden Frauen im Alter 40 Jahre. Die Folge war, dass Frauen, die die meisten Isoflavone eingenommen hatten, ein um 54% geringeres Risiko an Brustkrebs zu erkranken als Frauen, die die geringsten Mengen an Isoflavonen eingenommen hatten.

Isoflavone gehören als sekundäre Pflanzenstoffe zur großen Familie der Phenole, deren gesundheitsfördernde Bedeutung zunehmend anerkannt wird. Neben den Isoflavonen Formonetin und Daidzein enthält es auch die Isoflavone Formonetin und Biochanin A, die ebenfalls eine wichtige Rolle in der Krebsvorsorge spielen. Das Hormon Östrogen: Östrogen beeinflusst auch viele andere Körperfunktionen, z.B. den Hautton, die Knochendichte, die Elastizität der Blutgefäße.

Eine altersbedingte Senkung des Östrogenspiegels kann daher negative gesundheitliche Folgen haben: Viele Frauen klagen über Gewichtszunahme in den Wechseljahren. Diese Symptome charakterisieren das Ausmaß der hormonellen Veränderungen durch den Eintritt in die Wechseljahre. Außerdem wurde festgestellt, dass die den Frauen verordneten synthetischen Östrogene und Gestagene (ihre Antagonisten) in ihren Reaktionen und Wirkungen von den natürlichen Hormonen des Körpers abweichen.

Schließlich musste erkannt werden, dass ein langfristig erhöhter Gehalt an aktivem Östrogen (Estradiol) die Entstehung von Brustkrebs begünstigt. Dr. Karin Schott, ("Gesundheit für Frauen") fasste die letztlich negativen Erfahrungen zusammen: "Über Jahrzehnte hinweg wurde die Hormonersatztherapie als wohltätiges Wundermittel, ja als "Segen" für Frauen in den Wechseljahren propagiert. Diese Studie wurde nach 5 Jahren vorzeitig abgebrochen, um die betroffenen Frauen zu schützen, da sich dramatische Ergebnisse zeigten: Bei einer langfristigen Hormonbehandlung erhöhte sich das Brustkrebsrisiko um bis zu 40%; die Herzinfarkt- und Schlaganfallrate erhöhte sich um 30%; das Risiko, an Thrombose oder Embolie zu leiden, verdoppelte sich sogar bei einer Hormonersatztherapie!

Bei der Freisetzung von Hormonen wandern unsere endokrinen Drüsen in Gewebe und Organe, um ihre Regulationsfunktionen zu erfüllen. In jeder Zelle gibt es Andockstellen für diese Botenstoffe, die an das jeweilige Hormon - die sogenannten Rezeptoren - "passen" müssen. Phytoöstrogene "passen" - wie ein Schlüssel ins Schloß - hervorragend in den Östrogenrezeptor.

Ein ungelöstes Rätsel bleibt jedoch: Wie kann es sein, dass Isoflavone eine östrogenähnliche Wirkung haben, wenn einerseits ein Hormonmangel vorliegt und andererseits ein Überschuss an Östrogen, die sogenannte Östrogendominanz, die riskante Einseitigkeit ausgleichen kann, d.h. eine antiöstrogene Wirkung hat? Häufig kommt es auch zu einem unangenehmen Übergewicht des körpereigenen Östrogens, obwohl dessen Produktion reduziert ist.

Denn der Körper hat die Bildung des natürlichen Östrogen-Gegenstücks, des Hormons Progesteron, noch weiter reduziert, was zu einem Ungleichgewicht führt. Die Isoflavone verhindern durch die Besetzung der Alpha-Rezeptoren das Andocken von Östrogenen (möglicherweise krebserregend aufgrund ihres Überschusses). Die Isoflavone haben hier eine unterstützende Wirkung auf die Organfunktionen, auch wenn der natürliche Östrogenspiegel gesunken ist.

Dadurch wird das Risiko von Arteriosklerose und Osteoporose, das mit den Wechseljahren deutlich zunimmt, deutlich reduziert. Den meisten verfügbaren Erfahrungsberichten zufolge ist eine tägliche Einnahme von 50 -- Magnesium-Isoflavonen ausreichend, um diese lästigen Beschwerden zu minimieren oder zu beseitigen. Die Gewichtszunahme - die schwierig zu vermeiden ist - ist für viele Frauen ein großes Problem bei den Wechseljahren.

Östrogen-Dominanz tritt bei einigen Frauen bereits Mitte der 30er Jahre auf, in einer Zeit, in der die Wechseljahre noch weit entfernt sind. Auch in jüngeren Jahren können Zyklusstörungen, Dysmenorrhö (schmerzhafte Menstruation) oder prämenstruelles Syndrom Ausdruck einer Östrogendominanz sein. Auf diese Weise wird die Östrogendominanz ohne den Hormonantagonisten Progesteron weiter erhöht.

Es ist auch zu beachten, dass Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel ("Pillen", hormonelle Spiralen usw.) verwenden, von den positiven Wirkungen der Phytoöstrogene profitieren können. Ebenso unangenehm können die Störungen im Seelenhaushalt sein. Betroffene Frauen klagen über Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen und depressive Zustände. Wie kann Isoflavone in der Östrogendominanz wirken?

Die Isoflavone - als Phytoöstrogene - haben bekanntlich eine viel schwächere Wirkung als das körpereigene Östrogen. Isoflavone können eine hemmende Wirkung auf Enzyme haben, die für den Stoffwechsel von Sexualhormonen wichtig sind. Isoflavone verhindern beispielsweise die Bildung der Enzyme Aromatase und 5-Alpha-Reduktase. Testosteron - als Antagonist von Östrogen - stimuliert den Fettabbau.

Ernährungswissenschaftler, die den Ausdruck Phytoöstrogene nicht so sehr mögen, haben einen neuen Ausdruck für diese Fähigkeit der Isoflavone gebildet.

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