Isoflavone Tabletten

Isolations-Tabletten

mit Vitaminen, dem Mineral Calcium und den Isoflavonen aus Soja und Rotklee. Die einzelnen Bestandteile der Sojapflanze enthalten eine besonders hohe Konzentration an Isoflavonen. Tabletten mit Rotklee und Sojaextrakt. Als Nahrungsergänzung mit Isoflavonen in den Jahren des hormonellen Wandels bei Frauen. Die Sicherheit und positive Wirkung von Soja-Isoflavonen wurde durch zahlreiche Studien bestätigt.

Risiko-Wunder-Pillen

Aber wenn die modische Kaffeebohne in Form einer Tablette gegessen wird, ist der Schmerz offensichtlich größer als der Vorteil. "Die asiatische Kaffeebohne ist hip und steht für einen gesünderen Lifestyle. Denn die Menschen in Japan haben weniger Herzerkrankungen, weniger Brust- oder Prostatakrebs, kräftigere Gebeine - und Tofu und Cola kommen dort tagtäglich auf den Tisch.

Ein Tablett wird etwa einen Viertel Liter Soja-Milch, 85 g Tofu und die gleiche Anzahl gekochter Soja, eine in Fernost übliche tägliche Ration, ersetzt. Es enthält jedoch nicht alle Bestandteile der Bohnen, sondern vor allem Isoflavone. Die Pflanzenfarben sollen bei der Frau in den Menopausen Wärmewallungen reduzieren, die Haut und das Allgemeinbefinden kräftigen - und das alles ohne jegliche Seiteneffekte.

Diese Behauptung akzeptiert er nicht: "Selbst die bekanntesten Toxine kommen aus Pflanzen", sagt der Biochemiker. An der Sportuniversität Köln erforscht die Wissenschaftlerin die Wirkungsweise von Isoflavonen und ist nicht begeistert: "Die Wirkstoffe von Nahrungsergänzungsmitteln sind in Arzneimitteln aktiv. Während die Wirksamkeit gegen das Schwitzen bisher unbekannt ist, gibt es immer mehr Anzeichen einer ganz anderen Art: Die pflanzlichen Substanzen können das Wachstum von Tumorzellen auslösen.

"Die Isoflavone verhalten sich wie Oestrogene, nur viel weniger stark. Diese haben dieselben Vor-, aber auch Nachteile", erläutert der Dermatologe Wolfgang Wuttke, der an der Uni Göttingen die Wirkung von Isoflavonen erforscht. Die Isoflavone koppeln sich im Organismus an die Empfänger des weiblichen Hormons Estrogen an. "Diese Isoflavone werden in hoher Dosierung absorbiert ", erläutert Patrick Diel.

Allerdings sind die europäischen Wissenschaftlerinnen an sehr niedrige Isoflavon-Dosen gewohnt. Wichtiger noch ist, dass der Östrogengehalt bei klimakterischen Erkrankungen gering ist - die Isoflavone haben einen freien Weg zu den Empfängern. Deshalb haben die pflanzlichen Substanzen eine besonders starke Wirkung auf die Frau in den Wechseljahren. 2. Insbesondere bei über 45-Jährigen ist die Gefahr von Zellschädigungen größer.

Die Isoflavone verursachen keinen Tumor, erläutert Diel, können aber ruhenden degenerierten Zellen Wachstumsimpulse auslösen. Vor zwei Jahren hat die DFG "empfohlen", keine Isoflavonpräparate zu verwenden. Denn man weiß nicht, ab wann eine reale Gefährdung eintritt. Zunächst wird eine dritte Untersuchung über die möglichen Gefährdungen durch Isoflavone erwartet.

Renate Künast, Fraktionsvorsitzende der Fraktion der Grünen in der Bundestagsfraktion, nimmt sich zu viel Zeit: "Die Unschädlichkeit der Isoflavone ist nicht garantiert. "Der frühere Verbraucherschutzminister ruft zu Warnungen auf der Verpackung für Wechseljahre und Krebspatienten, EU-weiten Grenzwerten für Phytoöstrogene und einem Genehmigungsverfahren für Isoflavone auf. Dann müßten die Produzenten beweisen, daß ihre Tabletten harmlos sind.

Künast's Parteifreundin Ulrike Höfken redet gar von Verbraucherbetrug: Statt der zugesagten Effekte würden die Käufer, die sich um ihre eigene Sicherheit kümmern wollten, Pillen mit einem unkalkulierbaren Gesundheitsrisiko bekommen. Seit 2006 ist in der Schweiz ein Schwellenwert für Isoflavone in Kraft; die in Deutschland verfügbaren Zubereitungen sollten dort überhaupt nicht vertrieben werden. Frankreich weist auch auf ein erhöhtes Krebsrisiko bei Brustkrebs hin und weist auf Produkte hin, die einen hohen Gehalt an Isoflavonen enthalten.

Auch Japan hat die Menge der Isoflavone in der Nahrung limitiert. Bei der Verarbeitung der gesamten Bohnen wird das Zusammenwirken der pflanzlichen Komponenten beibehalten. "Ob man nun reichhaltige Tabletten oder gesunde Lebensmittel einnimmt, macht einen großen Unterschied", erläutert Patrick Diel.

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