Isoflavone und Brustkrebs

Die Isoflavone und der Brustkrebs

Brustkrebs und Wechseljahrsbeschwerden sind in einigen asiatischen Ländern mit einer sojareichen Ernährung weniger verbreitet als in Europa. Die Forscher führen die Tatsache, dass Soja viele sogenannte Isoflavone enthält, darauf zurück. In Asien scheinen Frauen nur einen Bruchteil des Brustkrebsrisikos zu haben wie in Europa und den USA. Als Erklärung dafür können Isoflavone dienen.

Die Sojabohnen schützen vor Brustkrebs

Bei Brustkrebs werden häufig Warnungen vor Sojapräparaten ausgesprochen. Sojabohnenöl würde den Erfolg der Antiöstrogentherapie verringern, heißt es. Die neuen Forschungsresultate haben nun etwas überraschendes ergeben: Das Abwehrsystem langjähriger Konsumenten von Sojabohnen kann bei Brustkrebs viel besser auffallen. Auch wenn Brustkrebs auftritt, sind Sojaliebhaber - was niemand glaubte - viel besser vor Rezidiven bewahrt als frauennah.

Soya ist in der letzten Zeit zu einem echten Fußabtreter geworden. Weil es auch gute Neuigkeiten über Soya gibt. Wer sich für Bio-Qualität, eventuell aus regionalem (z.B. deutschem) Anbau, entscheidet, ist herzlich willkommen. Regelmäßiger Verzehr von Soya - z.B. eine kleine Menge mehrfach pro Woche - kann sehr interessant für die Gesundheit sein, besonders wenn Sie schon seit Ihrer Kindheit Soya lieben.

Prof. Hilakivi-Clarke kündigte an, dass sie Nachrichten für all jene Damen hat, die seit vielen Jahren regelmäßig Soja-Produkte in ihre Ernährung aufnehmen. Nicht nur, so der Dozent, ist es völlig überflüssig, bei der Diagnose von Brustkrebs auf Soja-Produkte zu verzichten. Weil gerade Patientinnen mit Brustkrebs von der Soja besonders stark profitiert haben werden.

Bislang wurde geglaubt, dass das darin befindliche Sojabohnenöl, insbesondere das darin befindliche Isoflavone Sojabohnenöl, das Zellwachstum von Krebszellen anregen kann. Es wurde auch geglaubt, dass die so genannte Antiöstrogen-Therapie bei Brustkrebs unterbrochen wird. Aus diesem Grund drängten Krebspatienten, keine so genannten Soya-Produkte mehr zu verzehren. Allerdings basiert diese Ansicht auf Versuchen mit der Maus, und im Unterschied zu Menschen (und Ratten) verfügen sie nicht über sogenannte zytotoxische T-Zellen, einen Zelltyp, der zu den Abwehrzellen zählt.

Zytostatische T-Zellen sind jedoch gerade die Zellgruppen, die Brustkrebs ertragen. Das Forscherteam von Prof. Hilakivi-Clarke hat in einer vorangegangenen Untersuchung gezeigt, dass Tiere, die ihr ganzes Lebens lang auf die Antiöstrogentherapie ansprechen, viel besser reagieren als Tiere, die kein Antiöstrogen erhalten. Nicht nur in Soja (!), sondern auch in dickeren und anderen Leguminosen und in niedrigeren Mengen auch in Früchten und Gemüsen ist es enthalten.

Es sind mehrere Verfahren bekannt, um das Risiko von Krebs zu mindern. Genistein kann aber auch humane Östrogen-Rezeptoren auslösen, d.h. so tun, als sei es ein Estrogen-Molekül, das seinerseits das Wachstum bestehender Tumorzellen ermöglicht. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben in der vorliegenden Untersuchung nach Erläuterungen gesucht, wie ihre bisherigen Ergebnisse zu dem Schluss gekommen sein könnten, dass Genistein eine klare Anti-Krebs-Wirkung hat und das Tumorwachstum nicht weiter stimuliert.

Hilakivi's Arbeitsgruppe fand dann heraus, dass T-Zellen Krebszellen angreifen. Aber auch andere Abwehrzellen können diese Eigenschaft von T-Zellen inaktivieren. Wurden Soja-Produkte jedoch schon seit der Adoleszenz (noch vor der Pubertät) verzehrt, scheinen die T-Zellen Tumore hochwirksam zu erfassen und zu bekämpfen. 2.

So kann das Enzym die Immunabwehr so einstellen, dass es wirksam die Krebserkrankung bekämpft, wenn es darauf ankommt. 2. Die Substanz aus der sojabohnenhaltigen Pflanze regt die tumorbekämpfenden Tumorzellen an und verdrängt zugleich jene Körperzellen, die zu einer Blockade der so genannten so genannten Brustkrebszellen beitragen - was, so Hilakivi, erklärt, warum der langfristige Soja-Konsum ( "seit der Kinder- und Jugendzeit") das Risiko von Brustkrebs mindern kann.

Am besten ist es, schon in der Kindheit Sojabohnen zu sich zu nehmen! Was? Wichtig ist jedoch, dass das Genistein regelmäßig und lange vor der Entstehung eines Krebses konsumiert wird", ergänzt Hilakivis Kollegin und Doktorandin Zhang. Das Ergebnis dieser Untersuchungen bestätigt eine Beobachtungsstudie, die zeigte, dass für eine Frau, die seit langem mehr als 10 Milligramm Isoflavone pro Tag eingenommen hat, ein geringeres Risiko für Brustkrebs besteht als für eine Frau, die weniger als 4 Milligramm Isoflavone pro Tag einnimmt.

Ein Becher mit 240 ml Milch enthält bereits etwa 30 Milligramm Isoflavone. Das meiste davon enthält Genetik. Wenn Sie also schon seit Jahren mit Sojaprodukten arbeiten, müssen Sie weder aufgrund der allgemeinen Sojahysterie, noch nach einer Brustkrebs-Diagnose aufhören, sie zu essen. Ganz im Gegenteil: Es ist möglich, dass das Abwehrsystem nur mit dem Einsatz von sojabohnenhaltigen Medikamenten eine Krebsvorbeugung durchführen kann oder dass der Todesstoß durch bestehende Krebserkrankungen verursacht wird.

Soya sollte auch in der Lage sein, das brustkrebsrelevante Erbgut BRCA 1 zu beschützen, damit es weiter als Brustkrebs-Hemmer wirken kann. Man nennt es auch ein sogenanntes Brusterregergen, aber nicht, weil es das Risiko für Brustkrebs in jedem Falle steigert. Erst wenn das Erbgut eine spezifische Änderung zeigt, kann dies zu einem höheren Risiko für Brustkrebs werden.

Andererseits hemmt ein gesundheitsförderndes BRCA1-Gen die Entwicklung von Brustkrebs - und Genistein, das östrogenähnliche Isoflavone aus der Soja, schützt und erhält anscheinend gerade diese gesundheitsfördernde Wirkung des BRCA1-Gens, wie Wissenschaftler am Krebszentrum der University of Arizona in Tucson im Juli 2017 in ersten in vitro Experimenten gezeigt haben. Ein vorhandener Tumor kann in manchen FÃ?llen nicht mehr auf die Ã?bliche Krebsbehandlung mit Bamoxifen reagieren.

Wenn jedoch ein außer Kontrolle geratenes BRCA1-Gen mit Unterstützung von Gene aus der Soja wieder aktiviert wird, kann es nur wie gehofft funktionieren.

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