Kollagen für Gelenke

Collagen für Gelenke

Collagen unterstützt Haut, Gelenke und Bindegewebe, konventionelle Gelatine kann die Gelenkregeneration beschleunigen. Vorgänge, die zu einem erhöhten Abbau von Kollagen und Gelenkknorpel führen. Collagen unterstützt die Gelenke und Sehnen langfristig. Beim Sport werden die Knochen und Gelenke stark beansprucht.

Eignet sich das Gelatineprodukt gut für die Gelenke?

Und was ist überhaupt Geliermittel? Gelee ist eine Mischung aus Tierproteinen, deren Hauptkomponente das tierische Kollagen von Schwein und Rind ist. Die übrigen zwei Prozente entfallen auf andere Rohmaterialien. Weshalb denken viele Menschen, dass die Gelatine bei Gelenkbeschwerden helfen kann? Das Gelatin enthält überwiegend Kollagen, ein Protein, das auch für die Gelenkknorpelstruktur zuständig ist.

Für viele Menschen ist es daher nur folgerichtig, dass die Zufuhr von Gelee die Knorpelbildung anregen kann. In der Vergangenheit wurde deshalb bei Gelenkerkrankungen oft Gelatinenpulver oder Muskeln eingesetzt und selbst die berühmte Heilpraktikerin Hildegard von Beiden empfahl im entfernten Mittelalter den Konsum von gekochtem Wadenknorpel bei Gelenksschmerzen. Welche Rolle spielt die heutige Schulmedizin bei der Beurteilung der Wirkung von Gelee?

Helfen Gelatinen wirklich gegen Arthritis? Manche Patientinnen und Patienten haben das Gefühl, dass sie ihre Gelenksschmerzen dadurch mildern können, dass sie regelmässig Lebensmittel mit Gelee, wie z.B. Babys, zu sich nehmen. 3. Natürlich ist das nicht hilfreich gegen die Beschwerden: Neben der Tatsache, dass Gummibären viel körperschädlichen Zusatz von Quallen haben, besteht sie wie andere gelatinenhaltige Lebensmittel aus Speisegelatine.

Die Gelatinetabletten oder Pillen, die gegen Gelenkbeschwerden wirken sollen, beinhalten jedoch keine harte Speisegelatine, sondern wasserlösliche Kollagenhydrolysate. Dies wird sogar durch Untersuchungen zur Wirksamkeit von Gelatinepräparaten bestätigt: Die Arthroseerscheinungen treten nach Beendigung des Wirkstoffes wieder auf.

Weil es sich bei den Gelatinen auch um ein Tierprodukt handele, empfehlen wir sie nicht.

Heilkunde: Alternativ zum Kunstgelenk - Wissen

Ein Unternehmen aus Esslingen produziert Kollagen, das die Knorpelbildung in den Gelenke vorantreibt. Weil ein Gelenkknorpel im Lauf seines Leben viel aushält, wird er im Lauf der Jahre abgenutzt. Stuttgart - Ein knorpeliger Körper muss im Verlauf seines ganzen Lebenszyklus viele Schläge, Schläge und Reibungen ertragen. Die Knorpelmasse nimmt die Spannungen auf und sorgt für eine sanfte und schmerzfreie Bewegung der Gelenke.

Aber trotz all der harten Arbeit ist der Gelenkknorpel empfindlich. Auf der anderen Seite ist für die eigentliche Wiederherstellung von abgenutztem Knorpelgewebe eine OP erforderlich, die wie jede andere OP mit gewissen Gefahren verbunden ist. Amedrix aus Esslingen produziert Kollagen-Implantate, die das Knorpelgewebe im Knie - oder Hüftgelenk nach der OP stimulieren können.

Dieses Behandlungsverfahren macht eine Knorpeloperation weniger risikoreich - und kann nach ersten Untersuchungsergebnissen die Chance auf einen nachhaltigen Knorpelaufbau steigern. Gelenksschmerzen bei Knorpelschäden können ohne chirurgische Eingriffe, z.B. durch Injektion von hyaluronischer Säure, gelindert werden. Zur langfristigen Beherrschung des Problems ist in der Regel eine OP notwendig, z.B. das Hobeln eines aufgerauhten Gelenkknorpels sorgt für reibungslose Bewegungen und verursacht keine Schmerz.

Zur Erzielung nachhaltiger Resultate muss neuer Knorpelaufbau im Gelenkbereich erfolgen - ein schwieriger Vorgang. Dabei sind die knorpeligen Zellen, so genannte Chondrocyten, in eine stabile Kollagenfasermatrix eingebunden und haben nur eine begrenzte Teilungsfähigkeit. Für die Herstellung dieser Matrize, dem Stoff, der dem Gelenkknorpel seine Elastizität gibt, sind sie selbst verantwortlich.

Es gibt also keinen knorpeligen Körper ohne Nerven. Um neuen Gelenkknorpel zu züchten, gibt es mehrere Kniffe. Beim Mikrofrakturieren werden beispielsweise beschädigte Knorpelteile abgetragen. Dann werden kleine Bohrungen in die Knorpelknochen unterhalb des Knorpelgewebes gemacht, aus denen wiederum neues Gewebe austreten kann. Außerdem werden sie in das Knorpelgewebe eingewaschen, wo sie zu knorpelartigem Gewebe werden.

Allerdings hat dieser Ersatz-Knorpel nicht die Spannkraft und Druckfestigkeit des ursprünglichen Gewebes. In einer ersten OP werden die Knorpelzellen aus dem Patientengelenk entfernt. Sie werden in einer zweiten OP in einer Kultur vervielfältigt, in eine Kollagenträgermatrix eingeführt und in das Knorpelgelenk transplantiert - wo sie ihre Aktivität beginnen und die Kunstmatrix durch qualitativ hochwertige knorpelige Zellen auswechseln.

"Das Verfahren wird heute als Goldstandard für große Knorpeldefekte angesehen", sagt Bernd Rolauffs von der BG-Klinik Tübingen, der auch an der Transplantation von Chondrozyten erforscht. Seine Zielsetzung war es, die Carrier-Matrix von Kollagen zu verbessern. Allein die Collagenmatrix führt zum gleichen Ergebnis. "Im Tierversuch mit dem Schwein wurde deutlich: die Stammzelle wandert aus dem Kieferknochen in die Zell-freien Prothesen - entwickelt sich aber nicht zu minderwertigem Vernarbungsgewebe, wie bei der Microfrakturierung, sondern zu knorpeligen Zellen.

Bernd Rolauffs empfindet die Zell-freie Collagenmatrix auch aus ökonomischen Gesichtspunkten als spannend: "Sie wird sicher ihren festen Platz einnehmen. "Aber sie sollten nicht als Substitut für eine Chondrozyten-Transplantation angesehen werden. Dies war auch für große Knorpelschäden geeignet, während die Zell-freie Matrize für kleinere Schädigungen bis zu einer maximalen Grösse von drei Quadratzentimetern besser geeignet ist.

So würde bei Entzündungserkrankungen das Gelenk, ebenso wie der Naturknorpel, bald von den Zentren der Entzündung befallen und zerstört werden. Nicht nur Amedrix stellt Zell-freie Kollagen-Implantate her. Aber ihre jüngste Neuentwicklung ist ein Alleinstellungsmerkmal: Kollagen in flüssig. Er kann auch in enge Fugenspalte eingespritzt werden.

Schulterchirurg Matthias Pietschmann vom Universitätsklinikum München erkennt den großen Nutzen, dass die OP vollständig Arthroskopie mit einem geringeren Infektionsrisiko durchführbar ist. "Das ist eine gute Alternative zu anderen Verfahren wie Mikrofrakturen oder Chondrozytentransplantationen", sagt er. "In einer ersten Untersuchung an der Universität Marburg wurden 15 Patientinnen und Patienten wegen kleinerer Knorpelschädigungen von rund zwei Quadratzentimetern mit Zell-freien Kollagen-Implantaten versorgt; die Ärztinnen und Ärzte forderten die Teilnehmerinnen und Probanden für vier Jahre zu einer Nachkontrolle auf.

Die Kernspintomographie und die standardisierte Befragung von Gelenksschmerzen haben gezeigt, dass die Therapie in diesem Zeitabschnitt eine wirksame Entlastung der Gelenke ist. Im Tierversuch mit dem Schwein wurde die Methode auch mit den nachgewiesenen Möglichkeiten der Mikrofraktionierung und der Versorgung mit Knorpelzellen enthaltenden Collagenimplantaten abgeglichen. Nach einem Jahr im Kniegelenk wurden sowohl die zellenhaltigen als auch die zahnlosen Prothesen in hochwertiges, knorpelartiges Knochengewebe umgestaltet.

Im Gegensatz dazu zeigte das mit Mikrofrakturen behandelte Schwein typische Narbenbildung. Die Technologie ist noch zu jung für Langzeituntersuchungen am Menschen. Bei kleinen Knorpelschäden bleibt die Microfrakturierung zunächst die erste Adresse. Die Transplantation von Chondrozyten ist bei großen Knorpelschäden notwendig. Bei anhaltend positiven Ergebnissen können sich die zahnlosen Prothesen zwischen diesen beiden Verfahren etablieren: als nachhaltige Alternative für kleine Knorpeldefekte.

Amedrix' Hauptstadt wird im Labor-Kühlschrank in Esslingen gelagert: die Kollagenreserven, die aufwändig aus Rattenschwanz-Sehnen gewonnen werden. Wenn sich die Technik der Zell-freien Kollagenimplantation bewährt, gibt es im Kühlgerät noch viel mehr - mehrere Jahre Leben.

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