Krill oder Fischöl

Brill oder Fischöl

Deshalb ist Krillöl kein Fischöl. Der Krill steht am Anfang der Nahrungskette und lebt daher nicht lange genug, um kontaminiert zu werden, wie es beispielsweise bei Fischöl der Fall ist. In der Zwischenzeit erobert Krillöl den Markt. Das Öl sollte laut Hersteller deutlich gesünder sein als Fischölkapseln. Das Krillfischöl unterscheidet sich stark von herkömmlichem Fischöl.

Weshalb ist Krill 48x besser als Omega-3-Fischöl?

Ein unausgeglichenes Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 kann zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Wenn Sie unseren Bericht über Omega-3-Mangel nicht lesen, können Sie hier klicken: "Kann Krill-Öl Ihr Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren verbessern". Wenn Sie nicht beinahe jeden Tag Freilandeier und Fische fressen, sind Ihre Wahrscheinlichkeiten, dass Ihr Omega-3-Gehalt nicht ideal ist, besonders wenn andere Nahrungsmittel in Ihrer Nahrung Ihren Omega-6-Gehalt erhöhen.

Daher ist es sinnvoll, täglich ein Fischölpräparat zu sich zu nehmen, um sicher zugehen, dass Sie die bestmögliche Dosis an Omega-3 einnehmen. Doch welches ist besser: Fische oder Krill? Traditionelles Omega-3-Fischöl beinhaltet typischerweise 30% EPA- und DHA-Omega-3-Fettsäuren, aber dies kann von Hersteller zu Hersteller variieren und einige unserer Erzeugnisse beinhalten auch Omega-6- und Omega-9-Fettsäuren.

Andererseits beinhaltet Krill-Öl im Durchschnitt 14% EPA und DHA Omega-3 Fette, ABER die einmalige Phospholipidstruktur dieser Fette bewirkt, dass sie vom Organismus besser aufgenommen werden, so dass Sie weniger davon brauchen, aber mehr Nutzen haben. Darüber hinaus sind die Vitamine A, C und C sowie ein wichtiger Antioxidant namens Astraxanthin enthalten.

Der letzte Krill

Bei Fischöl ist das katastrophal. Omega-3 Fettsäuren halten uns fit und fit - das will uns die Werbebranche einreden. Das steigert nicht nur den Fischverbrauch. Mehr und mehr Nahrungsmittel werden mit Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl bereichert, der Absatzmarkt wächst mit Fischöl-Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel. Neuester Hype: die Krillöle. Man sagt, dass das Erdöl der Krebstiere in der Antarktis 48 Mal stärker ist als normales Fischöl.

Fest steht: Die gesundheitsfördernde Verwertung von Omega-3-Fettsäuren hat schwerwiegende Folgen für die Umwelt. "Vor etwa 10 Jahren war das Seitenverhältnis noch 1:1 bis 1:2, heute ist es 1:25 bis 1:50", sagt Artemis Simopoulos, Vorsitzender der International Society of Nutrigenetics/Nutrigenomics (ISNN). Bei Erwärmung produzieren sie gesundheitsschädliche Fettsäure-Radikale oder Trans-Fettsäuren.

Das hat auch Konsequenzen für unsere Gesundheit: Entzündung, Herzerkrankungen, hoher Blutdruck, Zuckerkrankheit, Depression, chronischer Schmerz, Nervenerkrankungen, ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung) oder auch Demenzen - sie alle sind mindestens teilweise auf das Ungleichgewicht zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in unserer Nahrungszufuhr zurückzuführen. Omega-3 Fettsäuren dagegen haben nicht nur eine entzündungshemmende Wirkung, sie übernehmen auch andere wichtigen Körperfunktionen. 60 Tabletten pro Tag?

Bisher waren dies unter anderem fette Meeresfischöle wie Lachs, Sardellen oder Tunfisch. In letzter Zeit wird auch zunehmend für Krill-Öl geworben. Besonders, weil es eine viel stärkere Antioxidationswirkung hat als Fischöl. In der Tat gibt es Belege dafür, dass Antioxidanzien den Prozess des Alterns beim Menschen bremsen, indem sie die Zelle vor Schäden bewahren, die durch die freien Radikalen verursacht werden, wie zum Beispiel durch Stress, Rauch oder Auspuff.

Aus diesem Grund müssen Sie jedoch kein Krill-Öl zu sich nehmen. "Obstkonsum ist viel wirksamer als Krillölkapseln", sagt Ronald Prior, Chemiker und Fettsäure-Experte am Arkansas Children's Nutrition Center des U.S. Department of Agriculture. "Um die gleiche antioxidative Wirkung wie z.B. bei nur 300 g Erdbeere zu erreichen, müssten Sie etwa 30 g oder 60 Tabletten pro Tag zu sich nehmen.

Die Verzehrsmenge an Krill-Öl übertrifft die tägliche Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren um ein Mehrfaches. Dadurch erscheint auch die Werbeaussage, dass Krill-Öl "48 mal besser als Fischöl" ist, in einem anderen Lichte - denn dieses "48 mal besser" betrifft die Antioxidanzien und nicht den Inhalt der Omega-3-Fettsäuren.

Nicht zu vergessen: "Der Verzehr von Fisch und Öl ist auch aus ökologischer Sicht fragwürdig", unterstreicht Sigrid Lüber, Vorsitzende von Ocean Care, dem Verband zum Schutze der Meeressäugetiere und ihrer Lebensraum. "Die Fisch- und Meeresfrüchtebestände des Menschen sind bereits zu einem drittel kollabiert. Dadurch werden auch Meeressäugetiere wie Wale, Delfine und Seehunde ihrer Nahrung beraubt.

Der Hauptgrund: Die industrielle Fischerei fängt sie leichtsinnig aus, um sie für Lachs- oder Thunfischzucht zu füttern. Fischzuchtbetriebe, in denen neben den Fischmehlen auch Fischöl als Futtermittel verwendet wird, sind keine echte Alternative zur Überfischung. Ungefähr die Haelfte der heute gefressenen Tiere kommt aus der Aufzucht, und manchmal muessen 20 Kilogramm Wildfische an 1 Kilogramm gefuettert werden, um Lachs, Dorsch oder Tunfisch zu züchten.

"Letztendlich werden auch 500 kg Fische benötigt, um 1 x 10 Omega-3-Fischöl zu produzieren", sagt der Fettsäure-Forscher Scott Doughman. Inwieweit sich der Klimawechsel auf das marine Lebewesen auswirkt, ist auch im Antarktis-Krill erkennbar. Die meisten größeren Antarktistiere - darunter Blau- und Flossenwale, Kalmare, Robben, Pinguine und Meeresvögel - sind unmittelbar oder mittelbar von diesem Krebs abhängig.

Ein signifikanter Rückgang der Krillvorräte würde daher eine Reaktion der Nahrungskette einleiten. Wenn die Eisschicht geschmolzen ist, sinkt auch die Algenmenge unter dem Krill - was für den Krill entscheidend ist, da diese Alge sowohl Krill-Larven als auch erwachsenen Krill als Futter dient.

Es ist auch explosiv, dass die Krillfischerei immer effektiver wird. Eine ganze Flotte von Schiffen wurde bis vor kurzer Zeit benötigt, um 100? t Krill in einer Jahreszeit aus dem Wasser zu zaubern. Im letzten Jahrzehnt haben die Fänge von Krill ständig zugelegt, und immer mehr Staaten und Flotten kommen auf den Weltmarkt.

Obwohl es Fangquoten für Krill gibt, ist der Luftdruck offensichtlich so hoch, dass sie - ebenso wie bei der Fischerei - nicht erfüllt oder sogar überschritten werden. Auf der Weltkonferenz für Kleinfischerei der FAO im vergangenen Monat demonstrierte der Verband Conapach gegen die Absicht der Landesregierung, vor der chilenischen Küstenregion Krill zu fangen, um Lebensmittel für die Lachszucht in Norwegen herzustellen.

Der Krill als Futtermittel ist nicht der alleinige Auslöser für die schnelle Verbreitung der Krill-Fischerei. "Der Krillölsektor sollte hier eine der Triebkräfte werden", sagt Rodolfo Kinkelin vom Antarctic Krill Conservation Project. "Nicht nur für die Fischfütterung in den stark expandierenden Lachszuchtanlagen sondern auch für die Herstellung von Omega-3-Ergänzungen für den Menschen nimmt das Präparat zu.

"Dies spiegelt sich auch darin wider, dass die Anzahl der Krillölpatente für Arzneimittel und Nahrungsergänzungen in den letzten Jahren deutlich zunahm. Ökologisch gesehen wird auch die viel gerühmte gesundheitsförderliche Wirkung der Omega-3-Fettsäuren ins rechte Licht gerückt. Schließlich haben Krill, Fisch und andere Meereslebewesen mit einer Überschwemmung von Industriegifte wie z. B. Schwermetalle, Dioxine, polychlorierte Biphenyle (PCB) oder Pestizide zu tun, die alle Krebs verursachen und sich im Fettgewebe anhäufen.

Bereits zwei Jahre vorher hatte das bayrische Staatsamt für Arbeitsschutz und Ernährungssicherheit dreißig auf dem Handel befindliche Fische auf Schadstoffe geprüft. Sie sind ungesättigte und zu den sogenannten essentiellen Säuren gehörende Omega-3-Fettsäuren: Sie sind lebenswichtig, können aber nicht vom Organismus selbst produziert werden - man muss sie also mit der Ernährung aufnehmen.

Vor allem in pflanzlichen Ölen und fetthaltigen Fischarten wie Lachs sind sie enthalten. Zusätzlich bilden sich aus den polyungesättigten Säuren beim Erwärmen und vor allem beim Frittieren mit pflanzlichen Ölen gesundheitsschädliche Fettsäurereste und Übergangsfettsäuren. Im Fisch-, Robben- oder Krill-Öl dagegen sind EPA und DHA nicht nur unmittelbar, sondern auch besonders aufkonzentriert.

Auch Fisch und Krill erhalten ihre Omega-3-Fettsäuren aus diesen auch.

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