Kunella Bio Leinöl

Bio-Leinöl Kunella

Die eine ist Kunella's Bio-Leinöl, die andere ist Neuco Linosan Leinöl. Im Kaufland habe ich neulich nur Kunella und dann noch eine aus Frankreich gesehen. Bio-Laktosefreier Magerquark, Schwarzwälder Milch. Kalt gepresstes BIO-Leinöl, schonend gepresst aus Bio-Leinsaat.

Kunella-Leinöl (250 ml)

Die Testergebnisse der Stiftung war für dieses Kunellaöl jedoch verheerend: Es wurden krebserzeugende Substanzen nachgewiesen. Kunella verdeckt zudem nicht nur, dass das Saatgut nicht aus Deutschland kommt, sondern dass es veredelt wird. Doch nicht nur in diesem Erdöl wurden gefährliche Substanzen nachgewiesen, auch in KUNELLA OLIVENÖL im neuen Versuch 2017.

Aber wenn man Substanzen findet, die dort nicht hingehören und möglicherweise gesundheitsgefährdend sind, müssen KUNELLA und der freundliche Direktor Lothar Parnitzke auf die Vorwürfe hören und dringend etwas unternehmen. Bis KUNELLA uns eindeutig beweist, dass die krebserregenden Substanzen weg sind und das Leinöl kaltgepresst wird, muss ich die schlechtesten Noten geben.

Leinöl, Salatgurken, Senf - alles aus der Region?

Ein Bio-Leinöl der Kunella Feinkost gGmbH hat die neuesten Tests der Stiftung Warmentest nicht bestanden. Der Kunella-Geschäftsführer wird des "Doppelbetrugs" beschuldigt. Parnitzke steht jedoch am Dienstag und Sonntag in einem großen Markt außerhalb von Cottbus und probiert Kunella-Öle mit Gästen. Im Vergleich zur RUNDSCHAU verschweigt er nicht, dass die 1000 Flachsölflaschen aus Cottbus - ein Teil der Millionenflaschenproduktion - den Verbraucher nie erreicht haben sollten.

Er verbirgt sich nicht hinter der Tatsache, dass eine kontaminierte Leinsamencharge aus Kasachstan die Hauptursache war - schließlich ein ökologisch kontrolliertes Erzeugnis. "Wer das Erzeugnis auf den Markt gebracht hat, ist schuld", sagt Parnitzke. In den organischen Leinölen von Kunella und Neuco Linosan wurden nach Aussage der Projektmanagerin der Stiftung Warentest, Birgit Rehlender, sogenannte polycyclische Aromaten ( "PAKs") nachweisbar.

Test-Editorin Isabella Eigner erläutert außerdem, dass die Öle kein akutes Gesundheitsrisiko darstellen. Inzwischen hat Kunella sein Bio-Flachsöl vollständig vom Handel verdrängt. In Deutschland wird kein Bioprodukt für die Leinölproduktion angeboten", so Lothar Parnitzke. Handelt es sich dagegen um eine registrierte Herkunftsbezeichnung, die auf dem Erzeugnis angegeben werden muss, dann gibt es eindeutige Vorschriften.

"Dort, wo Spreewald-Leinöl drauf steht, muss mehr als die Haelfte der Leinsamen aus dieser Gegend stammen", weist Dr. Dietmar Liedtke darauf hin, dass dieses Leinoel als Gemeinschaftsmarke eintragen ist. Für den Verein des Spreewaldes ist er als Sachverständiger tätig. Auch bei der Salatgurke, so der Fachmann, gibt es nun eine Selbstverpflichtung der Gurkenzüchter und -verarbeiter: Wer sein Erzeugnis als "Spreewaldgurke" vertreibt, sorgt zu 100 % dafür, dass die Salatgurken aus dem Salat kommen.

Allerdings hatte die EU die Bezeichnung "Spreewälder Gurke" bereits ab einem eigenen Anteil von 70 Prozent durchgesetzt. Bei " Spreewald-Leinöl " hingegen produzierten die Hersteller im Jahr 2014 zunächst eine Premium-Edition als Resultat eines Wertschöpfungsprojekts mit Leinöl aus dem gesamten Wirtschaftsgebiet, das hier gewonnen wurde. Jede regionale Ölfabrik behält sich vor, dieses Premium-Produkt weiter in den qualitativ hochstehenden Steinzeugflaschen im Fachhandel zu platzieren - allerdings nur unter der Bedingung, dass 100-prozentige Leinsaaten aus dem Spreewald weiterverarbeitet werden.

Doch die Anbauflächen reichen laut Angaben von Herrn Dr. J. Traube keineswegs aus, um die als " Spreewald-Leinöl " im Detailhandel verfügbaren Fläschchen als Handelsmarken der Erdölmühlen ausschliesslich mit Leinsamenöl aus der Region zu produzieren. Nach Schätzungen von Dietmar Liedke geht es in die Nähe von 100 ha. "Allerdings steigt die Zahl der Anfragen überproportional", erläutert er. Für den Auftraggeber ist es von Bedeutung, dass jedes auf dem Markt befindliche Spreewald-Leinöl, das das Spreewald-Logo führt, vorwiegend aus im eigenen Land gewonnenem Leinsamen gewonnen wurde.

Bautz'ner Senf ist auch ein Warenzeichen. Jede vierte in Deutschland gekaufte Senfart kommt aus der Fertigung der Bautz'ner Senf & Feinkost-Gesellschaft. Im Bautzener Stadtteil Kleinwelka fertigen die Sächsischen ihre Produkte. Senf gedeiht auf Äckern nur einen Katzensprung vom Hof weg.

Aktuell beziehen wir unser Saatgut auch aus Mecklenburg-Vorpommern, Kanada und Osteuropa", erläutert er. Die Firma Bautzen ist ein Unternehmen der Develey Senf & Finkost aus dem niedersächsischen Unterhaching. Die Firma ist seit 1992 auch Eigentümerin der Handelsmarke Bautz'ner. "Der Name unseres Produktes kommt daher, dass es in Bautzen hergestellt wird", sagt er. Ein gewisser Teil des Senfs aus der Gegend wird dafür nicht benötigt.

Bei dem Bautz'ner Senf, so Bishop, kommt es auf das Rezept an.

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