Laktoseintoleranz

Laktoseintoleranz

Laktoseintoleranz sollte nicht mit der Immunantwort auf Kuhmilchprotein verwechselt werden. Laktoseintoleranz ist eine sogenannte Nahrungsmittelintoleranz aufgrund eines Enzymmangels. Säugermilch und Muttermilch enthalten Laktose (Milchzucker). Genetische Laktoseintoleranz kann durch einen Bluttest diagnostiziert werden (dieser Test ist nicht krankenversichert!).

Was müssen Sie über Laktoseintoleranz wissen?

Laktoseunverträglichkeit - Tatsachen und Legenden

Unglücklicherweise gibt es nicht nur viele gemeinsame Kniffe und Hinweise für Menschen mit Laktoseintoleranz, sondern auch viele Legenden und halbe Wahrheiten über Laktoseintoleranz. Zur Verdeutlichung informieren wir Sie im nachfolgenden Blogeintrag über die zehn häufigsten Legenden zur Laktoseintoleranz.

Besonders häufig wird im Netz die Behauptung "Laktoseintoleranz gab es in der Vergangenheit nicht, sie ist nur Geldverdienen" erörtert. Schon die Römer wussten, dass die Menschen auf den Konsum von Muttermilch mit gewissen Krankheitssymptomen ansprechen können. Schon um 400 v. Chr. beschrieb der Hippokrates Klagen nach der Milchaufnahme.

Jh. wurde Lactose endlich in der Muttermilch gefunden und im 19. Jh. wurde festgestellt, dass Lactose zu den Beschwerden geführt hat. Allerdings wurde das Problem der Laktoseintoleranz erst in den vergangenen 60 Jahren richtig untersucht. Die Milchzuckerunverträglichkeit ist keine Allergien, sondern eine Lebensmittelunverträglichkeit. Laktoseunverträglichkeit führt zu unangenehmen, aber nicht lebensbedrohlichen Beschwerden wie Flatulenz, Magenschmerzen und Durchfallerkrankungen.

Wer Laktoseintoleranz hat, dem fehlen die richtigen Mittel - das Ferment Lactase - um die Milchsäure im Darm abzubauen. Etwa 15% der Menschen in der Bundesrepublik vertragen keinen Laktosegehalt, in der Welt sind es gar 75%. Lactose ist ein preiswerter Zusatz mit vielen gut verwertbaren Merkmalen, weshalb sie in der Nahrungsmittelindustrie sehr beliebt ist.

Lactose ist unter anderem ein Binder und ein Gewichtsverbesserer. Der Inhaltsstoff "Milchsäure" hat dagegen nur den gleichen Begriff wie Muttermilch und nichts mit Lactose zu tun. Findet man also das Stichwort "Milchsäure" in einer Liste von Zutaten, ist der Konsum der Lebensmittel vollkommen problemlos. Es gibt bei Laktoseintoleranz verschiedene Formen, so dass jeder Betreffende je nach Schwere unterschiedlich viel von der Milchzuckermenge erträgt.

Außerdem ist nicht jedes Nahrungsmittel aus Vollmilch laktosehaltig. Reifere Käsesorten wie z.B. Apenzeller oder Chedar sind oft laktosefrei. Als Faustformel gilt: Je ausgereifter der Schmelzkäse, desto weniger Milchzucker. Schaf- und Ziegelmilch beinhalten in etwa die selbe Laktosemenge.

Es ist nur ein einziges Säuger bekannt, das lactosefreie Muttermilch gibt: Die Laktosefreiheit der Nahrungsmittel wie z. B. Milchzucker ist sehr hoch. Darüber hinaus können auch diverse Nahrungsmittel ersetzt werden. Enthält ein Erzeugnis einen Inhaltsstoff mit Milchkomponenten und wird nicht unmittelbar reiner Milchzucker hergestellt, muss Milchzucker nicht buchstäblich in der Liste der Inhaltsstoffe aufscheinen.

Zum Beispiel müssen Sie mit Inhaltsstoffen wie z. B. Milchsäure, Milchprotein, Sahne, Topfen oder Süßmolkenpulver auf dem Label aufpassen. Die Bemerkung "kann Rückstände von Milch/Laktose enthalten" wird von vielen Menschen als Zeichen dafür verstanden, das Präparat bei Laktoseintoleranz nicht zu verzehren.

Das Sprichwort sollte tatsächlich Ihr neues "bester Freund" sein, denn es heißt, dass es keine Lactose im Präparat gibt. Das Sprichwort besagt nur, dass die Firma auch Erzeugnisse herstellt, die Milcherzeugnisse oder -bestandteile haben. Zum Beispiel kann es vorkommen, dass nach der Säuberung eines Containers, in dem die Erzeugnisse produziert werden, noch kleine Milchreste zu sehen sind.

Allerdings besteht in der Praxis kein allgemeines Gefährdungspotential für Laktoseintoleranten. Deshalb können Sie Lebensmittel mit der Aufschrift " Kann Rückstände von Milch/Laktose aufweisen " einnehmen. Das hat mit der Art der Laktoseintoleranz zu tun. Hat man die so genannte "Primärform" der Laktoseintoleranz, die durch einen genetischen Defekt erblich bedingt ist und die mit weitem Abstand am häufigsten auftretende Laktoseunverträglichkeit, hält die Laktoseintoleranz ein ganzes Jahr an.

Leiden Sie dagegen an der "sekundären Form", d.h. wenn Ihre Laktoseintoleranz durch eine Verletzung der Darmschleimhaut - z.B. durch eine vorübergehende Darmkrankheit durch ein Antibiotikum - verursacht wurde, dann kann die Unverträglichkeit auch wieder abklingen, wenn der Dünndarm heilt. Ganz im Gegenteil: Wenn der Verdauungstrakt nicht mehr benötigt wird, hört der Organismus auf, Lactase zu produzieren.

Deshalb sollten Sie nicht auf laktosehaltige Nahrungsmittel verzichten. 2. Mit diesem Beitrag möchten wir Ihnen die typischen Gerüchte über Laktoseintoleranz aufklären.

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