Lecithin

Lezithin

Lezithin ist ein Multitalent, wenn es um Ihre Gesundheit geht. Lezithin ist in Form von Kapseln, Granulaten und als Reinsubstanz (Pulver / Flüssigkeit) in Apotheken und Drogerien erhältlich. Er nannte es "Lecithin" (griechisches Lecithin ist eine fettähnliche Substanz namens Phospholipid. Lezithin stimuliert: den Stoffwechsel, das Immunsystem und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Lezithin ist ein Naturstoff aus der Gruppe der Glycerophospholipide.

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Lezithine (oder Lezithine; aus dem Griechischen ??????? Lezithos, deutsch'Eidotter') ist der Klassiker für eine Reihe von chemischen Substanzen, den so genannten Phosphatidylcholinen. Lezithine sind Bestandteil der Zellmembran von tierischen und pflanzlichen Organismen. Lezithine ermöglichen die Emulgierung (Mischung) von Fett und Trinkwasser und sind daher für Lebens- und Futtermittel wichtig.

Lezithine sind in der EU als Lebensmittelzusatzstoffe (E 322) für Nahrungsmittel (auch für "Bio-Produkte") mit Höchstmengenbeschränkungen ausschliesslich für Kindernahrung zulässig. In der Zutatenliste sind sie als Lecithin, Sojalecithin oder Lecithin 322 aufgelistet. Auch in der Pharmazie und im Kosmetikbereich werden sie als Wirkstoffe, in der Ernährungslehre als Nahrungsergänzung eingesetzt. Lecithinprodukte, wie z. B. Auszüge aus Soja oder Ei, beinhalten je nach Herkunft neben Lecithin auch andere Phosphorlipide sowie Sphingomyeline und Glykolipide.

In Lecithinprodukten muss der Gehalt an Polfetten (unlöslich in Aceton) gemäß einer EU-Richtlinie mind. 60% sein. 1846/1847 isoliert Nicolas-Theodore Gobley aus dem Eigelbe eine zähflüssige, orangene Masse, die Oleinsäure, Magarsäure, Glycerinphosphorsäure und eine Stickstoff enthaltende Organobase enthält. Im Jahre 1850 gab er seiner Erfindung den Titel Lecithin nach dem Griechisch lekithos'Eigelb'.

Im Jahr 1899 isolieren die beiden Apotheker Ernst Schulze und E. Steiger Phospholipide aus Pflanzensaatgut, das sie auch Lecithin nennen. Soja und Lupine hatten nach ihren Ergebnissen den größten Lecithingehalt von 1,5-2,5% der von ihnen geprüften Pflanzen. Diakonow und Adolph Strecker (1822-1871) haben Lecithin, z.B. aus Eigelb, in höherer Qualität isoliert und erkannt, dass der Stickstoffgehalt des Lezithins Cholin ist.

Mit der Einführung des Bollmann-Extraktionsverfahrens 1925 durch die Firma Hannsamühle Hamburg, heute ADM Österreich AG, konnte Lecithin aus pflanzlichem Rohöl kostengünstig aufbereitet werden. Die wichtigste Lecithinquelle war Sojaöl. Lezithin aus Eigelb spielt nach wie vor eine wichtige Rolle in Spezialanwendungen, z.B. in der Pharma- und Kosmetikindustrie. Zu den ersten Anwendungsforschern für Lecithin gehörte um 1925 Bruno Rewald, der als einer der ersten Lecithintechnologen Lecithin als Dispergiermittel und Emulgiermittel nannte.

Ausgehend von Hamburg wurde das Unternehmen zum Mittelpunkt der industriellen Soja- und Lecithinverarbeitung. Als erster hat der amerikanische Josef Eichberg 1930 den Stellenwert von Lecithinen für die USA erkannt und das "Hamburger Lecithin" der Hänsamühle vermarktet. Seit 1935 wurde Lecithin - in guter QualitÃ?t - auch in Amerika produziert.

Seit 1948 widmet sich Lucas Meyer, Hamburg, der Anwendungstechnologie und dem Vertrieb von Lithium. Durch Rüdiger Ziegelitz und Volkmar Wywiol, die seit 1953 die Markteinführung und weitere Entwicklung von Lecithin vorantreiben, gelingt der weltweit gültige Marktdurchbruch für Lecithin als Hilfs- und Wirksubstanz. Das weite Anwendungsspektrum von Lecithin in den Gebieten Lebens- und Futtermittel sowie Technologie wurde auf eine breitere Grundlage gestellt. 2.

Der Mediziner Buer war Pionier bei der Nutzung von Lecithin in der Diätetik und führte 1935 das Präparat "Buer-Lecithin" ein, eines der ersten Präparate auf dem Lecithinmarkt. Aus dem Eidotter hat Herbert Rebmann phospholipidische Spezialitäten als qualitativ hochstehende pharmazeutische Emulgatoren für Fettnährlösungen entwickelt. Aktuell konzentriert sich die Forschung auf Lecithine aus marinen Algen, den Einsatz von Fettstoffen in der Lebensmittelindustrie und Phospholipiden in der Zucht.

Gegenwärtig werden jährlich rund 180.000 Tonnen Lecithin produziert, hauptsächlich aus Soja ( "2% Lecithingehalt"), die in den USA, Brasilien und Argentinien ernten. Weitere Sojaproduzenten wie China, Indien, Paraguay oder Kanada sind für die globale Lecithinproduktion von geringer Wichtigkeit. Eidotter mit seinem hohem Lecithingehalt (ca. 10 %) kann den Absatzmarkt aufgrund seiner begrenzten Lieferfähigkeit kaum beliefern.

Diese verhältnismäßig geringen Stückzahlen werden vor allem in der pharmazeutischen, medizinischen und kosmetischen Industrie eingesetzt. Neben ihren strukturellen Fähigkeiten werden den Lezithinen eine Vielzahl funktioneller Aufgabenstellungen zuerkannt. Lezithin ist für die Ausbildung von Membranen und Bestandteilen von Zellen unentbehrlich. Vor allem die Milchsäurebakterien sind für ihre Syntheseleistungen mit den in der Molekülstruktur enthaltenen Glycoproteinen auf Lecithinkomponenten angewiesen. 2.

Geflügel verzehren hauptsächlich Speisestärke, aus der Fett für die Eierbildung in der Lebersynthese gewonnen werden muss; Lecithin ist für den Export der in der Lebersubstanz entstehenden Fettsäuren erforderlich (Very Low Density Lipoproteins, VLDL), ansonsten droht dem Vieh eine Fettleberkrankheit.

Bei unzureichender Aminosäurenversorgung der Kühe (insbesondere des Lysins und Methionins) kann auch Fett in der Haut gespeichert werden, was letztendlich zu einer Leistungsstörung führt. Lezithine (Phosphatidylcholine) sind eine weit verbreitetes Bindeglied, das zur übergreifenden Phosphoglyceridgruppe gehört.

Bei Lecithin ist die Cholingruppe X Cholin. Lecithine können also als hermaphroditische Ionen oder als inneres Salz verstanden werden. Lezithine haben keinen kennzeichnenden Aufschmelzpunkt, da die Inhaltsstoffe verschiedene Fettsäurezusammensetzungen aufweisen. Unsättigte Fette wie Öl- oder Linolsäure sind in Lecithin weit verbreitet. Dort sind die Moleküle des Lecithins als grau markierte Gegenstände mit einer rot markierten Fläche wiedergegeben.

Ebenso können Lecithine Liposomen formen, die als Modell für die Zellentwicklung und in der Humanmedizin als Transporthilfsmittel für Wirkstoffe fungieren. Lezithine können auch lamelläre Flüssigkristallphasen ausbilden, was besonders für die Kosmetik interessant ist. Neben Lecithin enthält Lecithin aus natürlicher Quelle weitere Phosphoglyzeride wie z. B.: Ethanolamin mit Pht atidylethanolamin, Phosphatidylserin mit Pht. und Phosphatidylinositol mit Inositol als polarer Rest X.

Die natürlichen Lecithinquellen sind z.B. Ei und Soja. Lezithine sind Hygroskopie. Lecithine werden nach längerem Erwärmen über 70 C braun bis schwärzlich. Lecithine, die zugehörigen Phosphorlipide und ihre Derivate sind in Fett und Öl wasserlöslich und in Dispersion. Lecithine sind leicht lösbar in Lösungsmitteln wie Chloroform oder Hexan.

Lezithine sollten fest geschlossen, vor Lichteinwirkung und nicht über 15 C aufbewahrt werden. Reife und sorgsam aufbewahrte Kaffeebohnen sind von großer Wichtigkeit für gute Lecithinqualitäten. Der Lezithingehalt des Rohöls kann durch Befeuchtung der Ölsamen vor der Gewinnung um 50-100% gesteigert werden. Der Gehalt an nicht hydratisierbaren Phospholipiden im entgasten öl nimmt dann ab.

Der Rohölbestandteil, der etwa 2 Prozent Lecithin als Begleitsubstanz beinhaltet, wird in einem Quellcontainer auf 70-90 C erhitzt und mit 1-4 Prozent aufkonzentriert. Das Lecithin schwillt an, präzipitiert als gelartige Substanz und wird mit schnellen Spezial-Separatoren vom Erdöl getrennt. In einem dünnschichtigen Verdampfer wird diesem Lecithin-Nassschlamm mit ca. 12 Prozent öl, 33 Prozent Phospholipide und 55 Prozent wasser das abgezogen.

Lecithin kann in seiner Originalform für viele Zwecke verwendet werden. Häufig ist es jedoch zweckmäßig, das native (ursprüngliche) Lecithin zu ölen, zu zerkleinern oder zu verändern, um spezielle Speziallecithine für spezielle Applikationen zu erhalten: Das Ölen entölt pulverförmige oder granulierte "reine Lecithine", indem das öl und die freie Fettsäure aus dem natürlichen Lecithin herausgelöst werden.

Unter Fraktionieren versteht man die Trennung des Komplexes von Lecithin in eine alkoholische und eine alkoholische Verbindung. Ein weiterer Weg, die emulgierende Wirkung von Lecithinen zu verbessern, ist die Hydroxilierung der im Molekül des Phospholipids enthaltenen einfach und mehrfach ungesättigte Fette. Rohes pflanzliches Lecithin sind braun bis gelblich gefärbte Stoffe von kunststofflicher und fließfähiger Beschaffenheit. Die entölten Lezithine sind pulverförmig oder körnig.

Hochgereinigte (raffinierte) Lecithine haben einen typischen (bohnenartigen) bis neutralem Duft und Geschmäck. Lecithine, ihre modifizierten Derivate und die Fraktionierung der Phosphorlipide sind in Ölen und Fett auflösbar. Lecithin wird in der Lebens- und Futtermittelherstellung, in der Apotheke und im medizinischen Bereich sowie in der Kosmetik und im Non-Food-Bereich vielseitig eingesetzt.

Lezithin in Brot und Backwaren: Lezithine sind vor allem wesentliche Hilfsmittel in Bäckereien. Besonders wichtig ist die Möglichkeit, dass Lecithin das Backen von Brot und Gebäck verzögert. Lezithin bei der Margarineherstellung: Am Anfang hatte Lezithin den Vorteil des Spritzwassers beim Braten gegenüber dem Braten von Butterschmalz, sowie die starke Haftung des Milchkaseins, das mit unangenehmen Gerüchen brannte.

Zur Vorbeugung wurde zunächst Lecithin aus Eigelb als emulgierender Stoff verwendet. Durch neue Prozesstechnologien und Formulierungen konnte die Qualität deutlich gesteigert werden, was jedoch zu einer Verlagerung von nativem Lecithin zu besonderen Lecithinanteilen führte. Ein guter Spritzschutz mit Halbfettmargarine (40 Prozent Fette und 60 Prozent Wasser) kann mit Lecithin allein nicht erreicht werden.

Lezithin in der Schokolade: Wie nahezu Ã?berall hat Lezithin eine doppelte Funktion: eine Steigerung der QualitÃ?t der Schoko-QualitÃ?t und eine Anzahl von VorzÃ? Die Verwendung von Lecithin reduziert die Zähigkeit, reduziert die Verarbeitungszeit und spart gleichzeitig die Menge an Cacaobutter. In der Branche werden nahezu ausschliesslich Soja Lecithine verarbeitet, aber auch Lecithine aus Raps und Sonnenblumenkernen.

Synthetisches Lecithin und Lecithinkombinationen können sich in der Herstellung als nützlich herausstellen. Gleiches trifft auf die Verwendung von Lezithinfraktionen zu, die eine verbesserte Schokoladenverflüssigung beim Konchieren ermöglichen als natives Lezithin. Lezithin in Instant-Lebensmitteln: Für die Therapie der Colitis ulcerosa sind Zubereitungen mit enterisch eingekapseltem Lecithin auf dem Vormarsch. 7 ] Lecithin ist in der menschlichen Darmschleimhaut enthalten und schÃ?tzt sie vor Lebensmittelbestandteilen und Darmbakterien.

Lecithin ist bei Colitis ulcerosa-Patienten nur in reduzierten Mengen vorzufinden. Durch die Verabreichung von Lecithin soll diesem Defizit vor Ort entgegengewirkt werden. 8] Der Lecithinschutz durch enterische Kapsel oder durch Mikroeinkapselung ist erforderlich, da Pankreasenzyme in der Lage sind, das Lecithin abzubauen. Dementsprechend sind die als Nahrungsergänzung erhältlichen ungeschützten Lecithinpräparate bereits im Zwölffingerdarm abbaubar und daher für Colitis ulcerosa-Patienten nicht geeignet.

Kalb und Rind: Lecithin ist von besonderer technologischer Wichtigkeit in der Rinderernährung. Lezithin beugt der Staubentwicklung vor, z.B. bei der Produktion von Pulverfuttermischungen. Für künstliche Säuglingsmilch, die oft für die Ferkelhaltung benötigt wird, hat der Gebrauch von Lecithin etwa die selbe Wichtigkeit wie für Kälbermilchaustauscher. Der Zusatz von Lecithin im Masttierfutter führt zu einer deutlich besseren Fettausnutzung, so dass die Mastdauer in der Regel verkürzt werden kann.

Hähnchen: Das schnellere Wachsen und die erhöhte Vitamin-A-Speicherung in der Lebewesen konnten bei Hühnern nachgewiesen werden, wenn sie Lecithin mit dem Tierfutter aufgenommen haben. Die seit 1956 in Deutschland beschriebene Fettleberkrankheit wird durch den Zusatz von Lecithin - mit seinem Gehalt an Cholin und Inositol - im Legehennenfutter positiv beeinflußt.

Auch Schuppenflechte hat aufgehört. Aquakulturen: In der Forelle und Lachszucht verursacht die unverdauliche Verdaulichkeit der Fette Probleme und eine erhöhte Sterblichkeitsrate. Lezithine und Geflügelfette wirken sich jedoch positiv auf die Gesunderhaltung und das Fischwachstum aus. Linolsäure und Linolsäure sowie das Lecithincholin begünstigen das Pflanzenwachstum und steigern die Nahrungsumsatz.

Der Einsatz von Lecithin in der Fischzucht wird immer wichtiger, zum Beispiel bei der Züchtung von Krebstieren, Muscheln und Meerwasser. Pelztier: Zunächst wurde nur vermutet, dass die Fütterung von Lecithin, z.B. an Hasen und Nerze, nützlich sein könnte, um Leberkrankheiten zu verhindern - besonders während der Schwangerschaft.

Dies ist zum einen auf eine weitgehend einseitige Diät zurückzuführen, aber auch auf den Mangel an Stoffen, wie sie im Lecithin enthalten sind und sich im Lebermetabolismus bewiesen haben. Lecithin ist ein hervorragender emulgierender und aktiver Zusatz. Rund 20 Prozent des eingesetzten Lezithins gehen an die Technik. Bedeutende Anwendungsgebiete sind die Bauwirtschaft, die Bearbeitung von Konstruktionsholz, der Gebrauch von chemischen Fasern, Bekleidungs- und Handschuhledern, Lederpflegemitteln, das Ölen von Schurwolle, das Anfärben oder Drucken von Stoffen und im Kohlentransport durch Pipelines sowie in Anstrichen und Lackierungen.

Lezithin in der Kosmetik: Phosphorlipide sind wieder magernd. Die Verwendung von Phospholipiden zur Produktion von kugelförmigen Vesikeln, den sogenannten Limosomen, ist verhältnismäßig neu. Wenn Lecithin der emulgierende Stoff ist, verringert es den Anteil an Biozid-Wirkstoffen und erhöht gleichzeitig die Effektivität des restlichen Wirkstoffgehalts. Lecithin. Möglicher Einsatz von Gentechnologie. Zeilkowsky, Augsburg 1988, ISBN 3-87846-128-3 Werner Schäfer, Volkmar Wywiol: Lecithin - Der unvergleichbare Wirksubstanz.

Ströhte, Frankfurt 1986, ISBN 3-87795-031-0 Rüdiger Ziegelitz: Lecithin - Anwendungsbeispiele. Jean Pütz, Christine Niklas: Make-up, Maske, schöne Haare - leichte Kosmetika, vgs Verlag, Akademie-Verlag, Berlin 1986, ISBN 3-05-500148-6, Rüdiger Ziegelitz, Lutz Popper: Lecithin - geprüfte Funktion (PDF; 743 kB).

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