Leinöl aus dem Spreewald

Leinsamenöl aus dem Spreewald

Salzkartoffeln mit Quark und Leinöl, einfaches und preiswertes Rezept aus dem Spreewald: Den Quark mit etwas Milch oder nach Geschmack mischen. Das ist ein Pflanzenöl, das aus reifen Samen gewonnen wird. Dem rohen Leinöl wurden keine weiteren Öle oder Substanzen zugesetzt. Er ist kuschelig warm und riecht nach Leinöl. Es war und ist als Flachsprodukt eines der typischen Lebensmittel im Spreewald.

Der Spreewald | Kochrezepte mit Leinöl

Je nach Grösse die Tomate putzen und in Stücke, Hälften oder Viertel zerschneiden. Die Zwiebel in schmale Stücke geschnitten und in kleine Stücke geschnitten. Olivenöl, Weinessig, Honig- und Ingwerdressing mischen, mit etwas Zucker, Kräutern, Salz u. Paprika würzen und über die Tomate gießen. Die Hähnchenbrust für die Beilagen kaltwaschen, leicht abtupfen und in Stücke zerschneiden.

Das Ganze mit Zitrone, Pfeffer, Curry und Pfeffer abschmecken und auf einen hölzernen Spieß legen. Mit Frühlingszwiebel den Salat aus frischer Tomate dekorieren, mit den Spießen anrichten.

Noch mehr Spreewald in Leinöl

Wenn Sie den Spreewald sorgfältig durchfahren, werden Sie immer mehr davon entdecken: Das, was auf den ersten Blick wie eine Wiese aus Blumen wirkt, ist die Basis für eine wahre lokale Spezialität: das Spreewald-Leinöl. Im Spreewald hat sich die Leinsaatfläche in den letzten drei Jahren vervielfacht - heute gedeiht die Ernte auf 100ha Ackerland.

"Im Spreewald ist definitiv mehr Spreewald enthalten", sagt Dietmar Liedtke. Als Experte ist er für den Verein Spreewald tätig, der das Spreewaldlogo ins Leben gerufen hat. Auch auf dem Leinöl ist dieses aufgedruckt. Dort, wo dieses Qualitätssiegel steht, kommt der Großteil der Roh- und Inhaltsstoffe aus dem Spreewald.

Mit Leinöl ist das schon lange nicht mehr so. "Im Spreewald wurde der herkömmliche Ölflachsanbau erst vor fünf Jahren wiederbelebt", sagt er. Damals war der Verein Spreewald auf der Suche nach Bauernhöfen. Angefangen hat alles mit dem Gut Sellendorf (Dahme-Spreewald), das früher 30 ha Ackerland umfasste. Inzwischen haben sich vier weitere Spreewaldbetriebe zum Ölanbau verpflichtet (siehe Grafik).

Eine davon ist der Hof Hugo Meldes in Kalkül. Für ihn schließt dies auch den fälschlicherweise vergessenen Ackerbau von alten Kulturkreisen wie z. B. Hirses amen, Spelz - und Flachs ein. Letztere wären auf den Spreewaldwiesen beinahe untergegangen, wenn der Aufruf zu lokalen Erzeugnissen nicht immer stärker geworden wäre.

Leinöl aus dem Spreewald war nicht immer das, was man erwarten konnte. "Auf der einen Seite war es der Fehlen von Flachs und auf der anderen Seite der niedrigere Verkaufspreis, der die Ölmühlen zu nicht-regionalen Lieferanten machte", so Hugo Melde. "Der heimische Flachs wird zunehmend Kasachstan, Indien oder Kanada vorgezogen. Doch: Die Anbaugebiete im Spreewald werden zwar grösser, aber der Spreewald-Leinsamen ist kein Massenprodukt.

"Dietmar Liedtke: "Wo Spreewald-Leinöl drauf steht, ist das meiste Spreewald-Leinöl drin". Damit kommen immerhin 51% des Leinsamens aus dem Spreewald. Hier kommt nur Leinöl zum Einsatz, das zu 100 % aus Spreewald ist. Die Anbauflächen von 100 ha reichen jedoch beileibe nicht aus, um alle "Spreewald-Leinöl"-Flaschen ausschliesslich mit Leinsamenöl aus der Region zu produzieren.

Der Bedarf an den Erzeugnissen nimmt zu, aber "dieses Leinöl soll auch eine Schatzkammer des Spreewaldes bleiben", sagt Liedtke, der die Zertifizierungen aller Spreewaldbetriebe durchführt. Allerdings werde sich der Spreewaldverband bemühen, in absehbarer Zeit weitere Interessenten zu gewinnen. Es ist unwahrscheinlich, dass die derzeitigen Farmen die landwirtschaftliche Nutzfläche ausweiten.

Nur ein verhältnismäßig kleiner Teil der gesamten Ackerfläche kann für den Ackerbau verwendet werden, so dass es für die Landwirte nicht zu wirtschaftlichen Risiken kommt", erläutert der Experte. Der Kolkwitzhof Melde bereitet sich ebenfalls auf eine frühe Ernten vor. Da das Leinen bereits blüht, sehen die beiden in diesen Tagen nach dem 17 ha großen Hieb auf Papitz mehr nach.

Weil die Anlage auch wenig Laub formt, kommt auf das Ackerland und läßt das Kraut wachsen, für Anica Melde die "Neben- oder Wildkräuter". Die Kosten für die Bettwäsche müssen daher mindestens die Kosten decken. "So lange der Verbraucher noch nachfragt, warum das so kostspielig ist, aber nicht, warum es in einem Supermarkt so günstig ist, haben wir noch etwas Erziehungsarbeit vor uns", sagt Anica Melde, die Jungbauer.

In der Lausitz wird auch außerhalb des Spreewalds traditionell Leinöl produziert. Doch der Geschäftsführer der Ölmühle Lausitz in Hoyerswerda (Kreis Bautzen) ist bei den regionalen Rohstoffen an die Hand gefesselt. "lch möchte Leinsamen aus der Gegend verwenden", sagt Regine Jorga. "Im Jahr 2015 wurden in der Ölmühle Lausitz 2000 t Leinsamen aufbereitet.

Aus diesem Grund müssen 90 % des Saatguts aus Kasachstan stammen. Aus Pushwitz und Impulsnitz (beide Landkreise Bautzen) kommen zehn Prozente. Doch: Die Lausitzer Erdölmühle ist immer noch auf der Erfolgsspur. Genauso wie die Produktpalette: von Leinsamenaufstrichen über Leinölkissen bis hin zu Leinölseifen. Haupterzeugnis ist und bleibt jedoch Leinöl aus der Lausitz.

Frisches kaltgepresstes Leinöl ist auch in Kolkwitz besonders gefragt. Zur Sache: Bauer Hugo Melde gibt Hinweise zur Aufbewahrung von flüssigem Spreewald-Gold: Frisches Leinöl sollte immer an einem dunklen, kühlen und luftdichten Ort gelagert werden, dann dauert es vier bis sechs Monate. Wenn Leinöl Lichteinwirkung und Luftsauerstoff unterliegt, verderbt es zügig.

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