Leinsamen Gesundheitliche Wirkung

Gesundheitliche Wirkung von Leinsamen

Was sind die Wirkungen und Nebenwirkungen von Leinsamen? Was sind die gesundheitlichen Vorteile wirklich erwiesen und was nicht? mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen, und das ist kein Zufall. Die essentiellen Fettsäuren haben zahlreiche gesundheitliche Auswirkungen. Beim Auspressen der Samen erhält man ein wunderbar nussiges Öl, das sehr gesund ist.

Leinsaat gesünder? Kein klares Statement möglich

Leinsamen enthält Cyanwasserstoff. Kann es sein, dass sich Menschen, die gesundheitsbewusst sind, durch den regelmässigen Verzehr von Leinsamen vergiftet haben? Es ist nicht nur der feine nussartige Beigeschmack, der Leinsamen zu einem populären Begleiter von Müslis und Mehlspeisen macht. Die Wirkung ist besonders gut, wenn die kleinen, glänzenden Braunkörner z. B. zermahlen werden. Auch Leinsamen ist angereichert mit Omega-3-Fettsäuren, die sich zum Beispiel günstig auf die Gesundheit des Herzens auswirken sollen.

Kürzlich wurde jedoch immer wieder berichtet, dass die Saaten vielleicht nicht so gut sind, wie gemeinhin angenommen. Beispielsweise riet die Lebensmittelbehörde im Oktober 2016 explizit vom Genuss von zerkleinertem Leinsamen ab. Denn das Granulat enthält auch Cyanwasserstoff. Sollen Getreidefans und andere gesundheitsfördernde Leinsamen von der Liste gestrichen werden?

In unserer Literaturrecherche konnten wir keine gut durchgeführten Untersuchungen zu den gesundheitlichen Folgen des Essens von geschreddertem oder ganzen Leinsamen vorfinden. Bereits 1983 war ein wissenschaftliches Team daran interessiert, ob Leinsamen zu einem signifikanten Zuwachs an Cyanwasserstoff und dessen Abbau-Produkt Thicyanat im Organismus führt[2].

Bei der Untersuchung von 25 Menschen wurde festgestellt, dass der Einmalverzehr von 30 g Leinsamen oder ein Verbrauch von 15 g über mehrere Wochen hinweg nicht zu einem signifikanten Zuwachs an Cyanwasserstoff säure im Blutsystem führ. Der Thiocyanatgehalt im Körper und im Harn ist zwar signifikant angestiegen, es gibt jedoch noch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass erhöhte Thiocyanatwerte möglicherweise gesundheitsschädlich sein könnten[2, 2, 4, 5].

Nur zwölf Menschen wollten herausfinden, wie rasch die Cyanwasserstoffsäure im Blut nach dem Verzehr von Nahrungsmitteln mit cyanogenen Vorläufern - so genannten cyanogenen Glykosiden - zunimmt und ob dies mit Gesundheitsrisiken einhergeht[1]. Dabei wurden neben Leinsamen auch Leinsamen, Hanf, bittere Marillen kerne und Persipan, ein Marzipankern aus Aprikosenkernen, erforscht.

Den Versuchspersonen wurden 6,8 mg Cyanwasserstoff auf leeren Magen über eines der erwähnten Nahrungsmittel verabreicht. Bei gemahlenem Leinsamen war diese Quantität in 31 g angegeben, bei bitterem Aprikosenkern waren nur zwei g ausreichend. In regelmässigen Intervallen wurden über einen Zeitabschnitt von drei Std. nach der Einnahme die Werte des Blutes ermittelt.

Es zeigte sich, dass Cyanwasserstoff aus Leinsamen nicht in gleichem Maße wie aus Aprikosenkernen oder Hanf gewonnen wird, sondern dass er nur allmählich und nur partiell abbaut. Die erforderliche Menge an Cyanwasserstoff im Blute wurde durch den Konsum von 31 g Leinsamen nicht erlangt. Nimmt man an, dass etwa zehn g auf einen Löffel passt, sind das etwa drei Löffel.

Auf der Grundlage seiner Untersuchungen bewertet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BfR) Leinsamen als gesundheitsschädlich, solange gewisse Grenzwerte nicht unterschritten werden[4]. Streng genommen sagt die AFD, wie viel von einer Droge pro Tag konsumiert werden kann, ohne sich um gesundheitliche Folgen kümmern zu müssen. Da Leinsamen nicht gleich Leinsamen sind, sind Betonmengen schwierig: 100 g der Kerne können zwischen 20 und 50 mg Cyanwasserstoff freisetzen[5].

Das bedeutet am Beispiel eines kerngesunden Menschen mit einem Gewicht von rund 60 kg, dass zwischen sechs und 27 g (nach Angaben der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA[7] und 27 g (nach Angaben der WHO[6]) pro Tag ohne Sorge verzehrt werden können. Der Verzehr von Leinsamen mit einem hohen Gehalt an Blausäure wäre zwischen zwei und zehn g (EFSA) ungefährlich.

Auch bei einem hohen Gehalt an Preußensäure gelten die Getreide als gesundheitsschädlich, sofern nicht mehr als 15 g pro Essen eingenommen werden. Was ist der Unterschiede in der Zyanidaufnahme zwischen Leinsamen und geschreddertem Leinsamen? Wie viel Cyanwasserstoff absorbiert der Organismus, wenn andere Nahrungsmittel zur gleichen Zeit eingenommen werden?

Inwiefern wird die biologische Verfügbarkeit durch den gleichzeitige Konsum anderer Nahrungsmittel beeinträchtigt? Ist Leinsamen, wenn er über einen langen Zeitabschnitt verzehrt wird, für den Menschen schädlich? Wenn Leinsamen zum Beispiel zur Verhütung und Therapie von Verstopfungen verwendet wird, sollten 15 g des Wassers drei Mal am Tag eingelassen werden. Um ihre Wirkung im Verdauungstrakt besonders gut entwickeln zu können, sollten die Kerne vor dem Konsum zerkleinert oder gemahlen werden.

Die Zerkleinerung der Getreidekörner setzt nicht nur abführende Schleime und Fette aus dem Leinsamen ab, sondern erhöht auch den Cyanwasserstoffgehalt. Dahinter verbirgt sich der Verdacht, dass die "Schädigung" der Samen ein Ferment auslöst, das die bereits genannten zyanogenen Glykoside in Cyanwasserstoffsäure überführt. Aber auch die Preussinsäure verdunstet zügig.

Zusätzlich wird der Anteil an Cyanwasserstoff durch Erwärmung oder Einweichen reduziert[3][5]. Die Bildung von Cyanwasserstoff wird ebenfalls durch das Kaufen von Leinsamen eingeleitet. In diesem Fall verhindert jedoch der sauren Magensaftsaft der Bildung von zu viel Giftstoff die Berechnung: Denn Magensäuren zerstören das enzymatische Element, das die Vorläufer in Cyanwasserstoffsäure umwandelt[1][3][6].

Auch wenn es andere Darmenzyme gibt, die Cyanwasserstoff von Leinsamen trennen können, wird ein großer Teil davon ständig über die Haut entgiftet[1, 2, 3][5, 6]. Insgesamt gesehen erscheint der Mensch nicht so sehr durch die normalerweise verzehrten Leinsamenmengen kontaminiert, dass die Gefahr einer Kontamination besteht.

Für Leinsamenfans könnte ein anderer Gesichtspunkt wichtiger sein: Es gibt keine Forschung über die Auswirkungen des Verzehrs von Leinsamen bei Müttern und Vätern. Zum Beispiel gibt es Hinweise, dass ein erhöhter Leinsamenkonsum während der Trächtigkeit zu einer vorzeitigen Geburt führt. Da Leinsamen auch die Einnahme einiger Arzneien erschweren kann, sollten Menschen, die regelmässig Leinsamenmüsli zu sich nehmen, ihren Arzt konsultieren[2, 2, 5, 3].

Die Tatsache, dass sie Cyanwasserstoff säure oder deren Vorläufer enthält, ist keine Eigenart der Erde. Dazu gehört die Stammpflanze Leinsamen, Lein. Wenn sich ein Tier an der Anlage zu fressen anfängt, löst es blaue Säure aus, und der gefräßige Zeitgenosse verliert rasch seinen Hunger. Erst wenn zuviel Cyanwasserstoff in die Blutbahn eindringt, können Vergiftungssymptome auftreten[1, 2][5, 6].

In Kinder und ältere oder kranke Menschen, bei denen das Entschlackungssystem des Körpers nicht mehr so gut arbeitet, können noch kleinere Giftmengen zu Vergiftungssymptomen kommen als bei gesünderen Erwachsenen[3][6]. Wann wird Leinsamen zum Problem? Die Reaktion des Körpers auf eine einzige große Menge Cyanwasserstoff ist gut durchdacht.

Andererseits gibt es Lücken im Wissen darüber, was im Organismus geschieht, wenn Leinsamen über einen langen Zeitabschnitt hinweg regelmässig gegessen wird. Es gibt viele Berichte, dass es in den Tropen, wo ein tägliches Hauptnahrungsmittel ist, häufig zu neurologischen Krankheiten und Schilddrüsenproblemen kommt[3, 5, 6]. Da alle Bestandteile von Maniok cyanogene Glykoside beinhalten, gehen einige Experten davon aus, dass diese Akkumulationen mit einer ständigen Exposition gegenüber Blausäure in Verbindung gebracht werden können.

Es wird auch angenommen, dass die beim Tabakkonsum freiwerdende Blausäure zur Entwicklung einer sehr seltenen Krankheit, der sogenannten Amblyopie des Alkoholtabaks, beiträgt, die mit einer Beschädigung des Sehnerven verbunden ist. Randomisierte Kontrollstudien über die gesundheitlichen Folgen des Konsums von ganzen oder ganzen Leinsamen liegen nicht vor. Im Jahr 1983 untersuchten Wissenschaftler, ob Leinsamen zu einem signifikanten Zuwachs an Cyanwasserstoff und dessen Abbau von Thiocyanaten im Blutsystem führten[2].

Die 25 Probanden zeigten, dass der Einmalverzehr von 30 g oder mehrere Wochen von 15 g Leinsamen drei Mal am Tag nicht zu einem signifikanten Zuwachs an Cyanwasserstoff im Blutsystem geführt hat. Die Thiocyanatkonzentration im Körper stieg jedoch merklich an. Die vorliegende Untersuchung erlaubt keine fundierten Angaben zu den möglichen gesundheitlichen Folgen des langfristigen Verzehrs von Leinsamen.

So ist aus dieser Prüfung nicht ersichtlich, wie hoch der Leinsamenanteil im Blutwert von Cyanwasserstoff war. In einer weiteren Studie beschäftigten sich die Verfasser mit der Fragestellung, wie rasch die Cyanwasserstoffsäure im Blut nach dem Konsum von cyanogenen Glykosiden zunimmt und ob die Cyanidwerte im Blutsystem ein gesundheitsgefährdendes Niveau erreichen[1].

Es wurden verbitterte Aprikosenkerne, Hanf, Persisch und Leinsamen untersuchte. Bei den zwölf Probanden wurde je eine Dosierung von 6,8 mg Prussinsäure auf leeren Bauch verabreicht. Bei frischem Leinsamen war diese in 31 g angegeben, bei bitterem Aprikosenkern genügten für diese Dosierung nur zwei g. In der Regel konsumiert kaum jemand so viel Leinsamen wie Sie.

Auch Leinsamen mit dem höchsten Cyanidgehalt wurden wiederverwendet. Dennoch gab es keine Symptome einer Cyanwasserstoffvergiftung, die erwiesenermaßen nach einem bestimmten Gehalt an Cyanwasserstoff im Blute auftrat. Vielmehr zeigen die in regelmässigen Zeitabständen nach dem Konsum gesammelten Werte, dass der Gehalt an Leinsamen im Leinsamen nur gering steigt und dass Prussinsäure im Organismus nicht in gleichem Masse wie z. B. bei Aprikosenkernen oder Maniok abgegeben wird.

Bei Leinsamen gehen die Studienautoren davon aus, dass dies wahrscheinlich auf eine deutlich niedrigere AktivitÃ?t der fÃ?r die AusschÃ?ttung der CyanwasserstoffsÃ?ure aus der Anlage verantwortlichen Fermente zurÃ?ckzufÃ?hren ist. Basierend auf den Ergebnissen dieser Untersuchung haben die Forscher eine akut wirksame Bezugsdosis (ARfD) für Nahrungsmittel mit cyanogenen Glykosiden ermittelt.

Gleiches trifft auch auf Leinsamen zu. Der Wert der AFD beträgt 75 µg Cyanwasserstoff pro kg des Körpergewichts pro Tag. Je nach Zyanidgehalt der Leinsamen kann ein 60 kg schwerer Mensch bis zu zwei Eßlöffel pro Tag verzehren, ohne sich über gesundheitliche Konsequenzen Gedanken machen zu müssen[4]. Weil Cyanwasserstoff säure aus Leinsamen nur zum Teil im Organismus frei wird und auch kontinuierlich abbaut, klassifizieren die Fachleute des Bundesamtes für Gesundheit den Verbrauch von Leinsamen als ungefährlich, wenn die üblichen Verzehrempfehlungen von höchstens 15 g pro Essen befolgt werden.

Außerdem zeigte die Untersuchung mit nur wenigen Probanden nicht, wie sich der langfristige Verzehr von Lebensmitteln, die Blausäure enthalten, auf den Blutzuckerspiegel oder die gesundheitliche Situation auswirkt.

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