Leinsamen Verzehr

Leinölverbrauch

Der regelmäßige Verzehr von Leinsamen verbessert die Durchblutung und reduziert das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Verzehr von Leinsamen durch schwangere Frauen könnte das Risiko einer Frühgeburt erhöhen. Leinsamenverbrauch ist einfach und unkompliziert. Der Verbrauch von Leinsamen hinterlässt einen vergleichsweise geringen ökologischen Fußabdruck. Der regelmäßige Verzehr von Leinsamen soll sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken.

Wissen Aktuell: Cyanogene Glycoside in Leinsamen

Besonders bekannt ist in diesem Kontext der Verzehr von Mygdalin aus bitteren Mandeln und Marillenkernen, der auch zu einer Vergiftung mit Blausäure führt. Leinsamen enthält hauptsächlich die Cyanoglykoside Linustatin, Neolustatin und Leinen. Eine Studie am Menschen hat ergeben, dass gleichwertige Cyanidmengen in verschiedenen Lebensmitteln nicht zu einem äquivalenten Zuwachs an Cyanid im Blut führt.

Dabei werden Cyanide aus zyanogenen Glycosiden freigesetzt. Weil Leinsamen im Unterschied zu bitterem Aprikosenkern oder Maniok nur wenig ?-Glucosidase enthalten, nimmt der Cyanidgehalt im Blut nach dem Verzehr von zerkleinertem Leinsamen nur mäßig zu. Werden die üblichen Mehlmengen von bis zu 30 Gramm Leinsamen pro Essen verzehrt, kann ein Gesundheitsrisiko für Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene weitgehend vermieden werden.

Der Verzehr von bis zu 30 Gramm Leinsamen bei Kleinkindern kann nach derzeitigem Kenntnisstand eine Gesundheitsbeeinträchtigung nicht ausschließen. Der Verzehr von ganzem, ungemahlenem Leinsamen oder Leinsamenöl wird nicht als gesundheitsschädlich angesehen.

Leinsaat

Leinsamen sind qualitativ hochstehende Anbieter für bedeutende Speisefettsäuren, auch wenn sie nicht auffallen. Doch damit nicht genug: Die kleinen Kerne enthalten viele Nährstoffe und Nahrungsfasern. Heute wird es hauptsächlich zur Herstellung von Leinsamenöl und Leinsamen verwendet, was nicht nur Müslifans mit seinem leicht nussartigen, mildem Aroma und seiner herzhaften Konsistenz anregt.

Der kleine, mittlere oder grobe braune oder gelbe Kern kann von Anfang Juli bis Ende Oktober ernten. Der flache, glänzende Kern sollte möglichst lange im Trockenen und Dunklen gehalten werden, damit das Bouquet bewahrt wird. Sogar zerkleinerte Leinsamen werden durch das freigewordene Fett rasch ranzig und haben eine verkürzte Haltbarkeit. Das kleine Saatgut platzt vor Fasern, die in Kombination mit Feuchtigkeit aufquellen.

Etwa 40 % der Leinsamen enthalten Fette. Das so genannte Leinsamenöl enthält 50 % polyungesättigte Fette, besonders essentielle omega-3-Fettsäuren. Leinsamenöl hat eine der größten Gehalte an omega 3 Fettsäuren aller bekannter pflanzlicher Öle. Außerdem sind die Kerne reich an Schleim, essenziellen Amino-Säuren, B-Vitaminen, Vitaminen der Sorte B, Vitaminen der Sorte C und folsäure.

Aufgrund des höheren Gehalts an unlöslichen Fasern quillt das Saatgut in Kombination mit Trinkwasser bis zum Dreifachen seines Volumen. Besonders der Leinsamenschleim regt die Durchblutung an. Dieser Effekt kann durch die Verwendung von gebrochenem Saatgut verstärkt werden. Leinsamen ist besonders hilfreich bei gastrointestinalen Problemen als Verdauungsförderer und kann die Magenschleimhäute vor Entzündung bewahren.

Durch ihr Quellvermögen haben die Kerne auch eine gute und dauerhafte Sättigung. Beim Verzehr von Leinsamen ist es besonders darauf zu achten, dass er gut aufquellen kann. Leinsamen wird in der Volksheilkunde auch als natürliche Laxantien bezeichnet. Am besten funktioniert das, wenn Leinsamen-Mehl in lauwarmem Salzwasser aufquillt.

Achtung: Leinsaat enthält geringe Anteile an Cadmium und Cyanwasserstoff. Daher sollten nicht mehr als 20 Gramm (ca. 2 Esslöffel) pro Tag eingenommen werden. Leinsaat passt gut in den morgendlichen Brei, ins Müesli oder macht sich gut auf und in Semmeln, Gebäck und anderen Gebäck. Auch in der vegetarischen KÃ?che werden die Braunsamen als Eiersatz wiederverwendet.

Leinsamen haben aufgrund ihres Ballaststoffgehalts gute Bindungseigenschaften und sind daher zum Braten von Gebäck, Palatschinken, Brot oder Gebäck geeignet. Funktionsweise: Um ein Ei zu ersetzen, 1 Esslöffel gemahlenen Leinsamen mit 3 Esslöffeln heissem, 10 Minuten lang anschwellen bis er leicht gelatiniert ist, dann aufschäumen und wie ein Ei aufschlagen.

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