Nahrungsergänzungsmittel Markt Deutschland

Markt für Nahrungsergänzungsmittel Deutschland

Hier boomt der Markt für Nahrungsergänzungsmittel. Rund vier Milliarden Euro werden in Deutschland mit Nahrungsergänzungsmitteln erwirtschaftet. Das Marktwachstum beträgt drei bis fünf Prozent pro Jahr. Von Jahr zu Jahr wächst der Markt für Nahrungsergänzungsmittel.

Nahrungsergänzung in der Regel unnötig

Auch wenn in Deutschland niemand Nahrungsergänzungsmittel einnehmen muss, ist ein Markt mit einem Umsatzvolumen von über einer Mrd. EUR herausgekommen. 35% der deutschen Bevölkerung kauft Nahrungsergänzungsmittel. Damit ist ein Markt in Deutschland mit einem Umsatzvolumen von über einer Mrd. EUR geschaffen worden. Dies entspreche einem Jahresabsatz von rund 177 Mio. Packungen, sagte Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, zum Auftakt der IÖW.

Im Grunde genommen muss in Deutschland niemand Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, erklärt Prof. Dr. Helmut Härter vom Lehrstuhl für Ernährungs-, Verbrauchs- und Gesundheitswesen der Uni Paderborn. Nahrungsergänzungen sind für den gesunden Menschen nicht notwendig", sagt er. Das Verbraucherzentrum hat am Beispiel von Magnesium-Präparaten gezeigt, wie groß dieses Problem ist. In Nahrungsergänzungen wird eine Tagesdosis von 250 Milligramm empfohlen.

Allerdings hob Herr Dr. med. Klaus Müllers die Überdosierungsgefahr durch das Ausbleiben einer Höchstmenge hervor. "Viele Nahrungsergänzungsmittel haben oft einen Vorteil, den sie gar nicht haben", sagt er.

Die Vitamine und Mineralstoffe.

Die populärsten Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland sind nach wie vor multivitaminhaltige Präparate und Magnesiums. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Arbeitsgruppe Nahrungsergänzungsmittel des Bundesverbandes für Ernährungsrecht und Lebensmittelwissenschaft in Auftrag gegebene Marktstudie. Laut einer Marktstudie von Norddeutschland im Namen des Arbeitsgemeinschaft Nahrungsergänzungsmittel (AK NEM) des Bundesverbandes für Lebensmittel- und Futtermittelrecht (BLL) lag der Umsatz mit Produkten für die Gesundheit im Berichtszeitraum zwischen April 2013 und März 2014 bei fast 50 Mia.

Dies ist ein Zuwachs von 5,4 Prozentpunkten gegenüber der Vorperiode März 2013, teilte der Verband mit. Die Gesundheitsprodukte umfassen rezeptpflichtige Medikamente (74 Prozent), OTC-Produkte (26 Prozent), d.h. rezeptfreie Medikamente zur Selbstbehandlung, und nicht-medikamentöse Präparate wie Nahrungsergänzungsmittel. Betrachtet man nur Nahrungsergänzungsmittel, beträgt der Umsatz 1,045 Mrd. EUR, was laut Angaben des Arbeitskreises für Gesundheitsprodukte 2,1 Prozentpunkte des gesamten Absatzes bzw. 8 Prozentpunkte des Absatzes von OTC-Produkten entspricht.

Im Vergleich zu 2012/2013 wurden 168 Mio. Verpackungen von Nahrungsergänzungen innerhalb eines Jahrs abgesetzt, ein leichter Zuwachs von 3,2 Prozent: "Die Angaben zeigen, dass wir in Deutschland einen sinnvollen Einsatz von Nahrungsergänzungen haben", wird Frau Dr. med. Antje Prußker genannt. Im Zentralverband der Ernährungswirtschaft führt er die Arbeitsgruppe Nahrungsergänzungsmittel. "Nach dem Nährwertbericht 2012 nimmt etwa ein viertel der Erwachsene Nahrungsergänzungsmittel zu sich.

Das bedeutet bei schätzungsweise 66 Mio. Menschen, dass jeder Anwender von Nahrungsergänzungsmitteln im Durchschnitt rund zehn Verpackungen pro Jahr über die Vertriebskanäle Pharmazie, Lebensmittelhandel, Drogerie und Versandhandel kauft", sagt er. Die volumenmäßig dominierenden Produktgruppen sind nach wie vor Mineralien (43 Prozent) und Vitaminpräparate (28 Prozent), berichtete das Unternehmen unter den Mineralien: Bei den Mineralien ist nach wie vor der größte Umsatzträger mit einem Plus von 2,1 Prozent.

Dagegen wird Kalzium weniger zugekauft (-6,1 Prozent). Multivitamin ist bei Vitaminpräparaten nach wie vor ein lang anhaltender Erfolg, muss aber einen Einbruch von -8,5 Prozentpunkten ausweisen. Die Umsätze mit den Wirkstoffen Vitamine A ( "+150 Prozent") und Foliensäure ("+6 Prozent") sind inzwischen angestiegen. Im Gegensatz zu allen Produkten des Gesundheitswesens wird laut Angaben des Arbeitskreises nur jede vierte Verpackung von Nahrungsergänzungsmitteln (24 Prozent) in ortsfesten Drogerien eingenommen.

Nahrungsergänzungsmittel werden am meisten im Lebensmittelhandel verkauft: 43% aller Gebinde (Umsatzanteil: 14%) werden hier eingekauft, allerdings ist der Trend mit -2,7% nach unten gerichtet. Im Jahr 2013/2014 wurde ein Mengenzuwachs von 4,7 % erzielt, 29 % der Verpackung (Umsatzanteil: 15 %) werden hier abgesetzt.

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