Niere Kreatinin

Kreatininin in der Niere

Die Niere: viel mehr als Kreatinin. Berechnen Sie die Filtrationsleistung der Niere aus der Menge des ausgeschiedenen Urins. Dazu gehören vor allem Kreatininin und Harnstoff. Sie bildet als stark basisches Amid (Lactam) aus dem sauren Kreatin in wässriger Lösung und irreversibel im Muskelgewebe. Kreatininin steigt - Was tun?

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Creatininin ist das Laktam von Creatin. Sie tritt als Abbau-Produkt auf und wird ständig im Harn abgesondert. Das Blutplasma von Kreatinin, d.h. Serum-Kreatinin, beträgt etwa 0,8 bis 1,25 mg/dl (Männer < 50) und 0,7 bis 1,1 mg/dl (Frauen). Sie ist auch abhängig von Einflussfaktoren wie z. B. Muskulatur, Alter, körperliche Betätigung, Gender und Nierenfunktionen.

Creatininin ist ein sehr basisches Produkt und kann bei hohen Plasma- und Urinkonzentrationen an der Entstehung von Nasensteinen mitwirken. Für die Bewertung der Funktion der Niere ist es von Bedeutung, dass der Kreatinininwert nur dann spürbar zunimmt, wenn die glomeruläre Filterrate um mehr als 50 Prozent reduziert wird. Ein" normaler" Kreatininspiegel schliesst daher eine einsetzende renale Insuffizienz nicht aus. Im Falle von Borderline-Creatinin wird daher die körpereigene Kreatinin-Freisetzung für eine genauere Steuerung der Glomerularfiltrationsrate ermittelt.

Normalerweise wird das Kreatininin im Blut nach der Jaffé-Methode ermittelt. Dagegen ist die Enzymbestimmung der Kreatininwerte verhältnismäßig aufwendig und ungenau. Neben der Serumbestimmung kann Kreatinin auch im Harn nachweisbar sein. Urinkreatininin wird in verschiedenen Studien verwendet, einschließlich endogener Creatininin Clearance und Albumin-Creatininin-Quotienten. Diagnostisch ist die Klärung des Kreatinins von großer Wichtigkeit, da Kreatinin bei physiologischer Plasmakonzentration fast ausschließlich in Röhrenform gefiltert wird und damit ein ( "bedingt aussagekräftiger") Hinweis auf die Nierenfunktion ist.

Eine weitere Markierung für die Funktion der Niere ist Zystatin C.

Nierenwerte und

Zur genaueren Untersuchung der Nierenfunktionen ermittelt der Mediziner die so genannte "Kreatinin-Clearance". Er gibt an, wie gut das in der Niere befindliche Gewebe von Kreatinin frei ist. Die Werte werden aus dem Kreatinininspiegel in Blutserum, Harn und der in 24h ausgeschiedenen Menge an Harn berechnet. Die Standardwerte der Kreatinininbeseitigung liegen - je nach Lebensalter und Sexualität - zwischen 40 und 140 ml/min.

Eine weitere wichtige Nierengröße ist Urea. Diese wird ihrerseits mit der Niere abgesondert. Ist der Harnstoffgehalt im Blut hoch, deutet dies auf eine verminderte Funktion der Niere hin. Der Standardwert von Urea liegt bei 17 bis 43 mg/dl (2,8 bis 7,1 mmol/l). Etwa 40 g des Harnstoffs werden jeden Tag über den Harn abgesondert.

In der Niere wird Urinsäure ausgeschieden. Bei einer Beeinträchtigung der Funktionen der Niere erhöht sich der Harnsäuregehalt im Seren. In der Diagnostik der renalen Funktionen ist jedoch die Harnsäurebestimmung im Blutserum irrelevant. Die Elektrolytbestimmung im Blutsystem gibt ebenfalls Aufschluss über die Nierenfunktionen. Electrolyte enthalten unter anderem Natron, Pottasche, Kalium und Chlor.

Wenn die Niere aufgrund einer Erkrankung zu viel Salz ausscheidet, nimmt der Spiegel im Blut ab, während der Gehalt an Chlorid und Potassium steigt, wenn die Niere nicht mehr richtig funktionier. Der Standardwert von Blutnatrium beträgt 135 bis 145 mmol/l, von 3,5 bis 5 mmol/l und von Chlorid 98 bis 107mmol/l.

Für eine genauere Untersuchung der Niere wird auch der für den Knochenstoffwechsel und das Säure-Basen-Gleichgewicht bedeutende Stoff namens Phospat mitbestimmt. Das überschüssige Phospat wird in der Regel über die Nieren abgesondert. Wenn die Niere erkrankt, kann sie nicht mehr genügend Phosphate absondern und der Spiegel im Körper erhöht sich. Der Standardwert von Phospat beträgt 2,5 bis 4,0 mg/dl Bluteserum.

Im Blut enthaltene Proteine, vor allem das "Hauptprotein" Eiweiss, werden in der Regel nicht über die Nieren abgesondert. Bei einer erkrankten Niere bleiben die Proteine jedoch nicht mehr im gleichen Umfang erhalten wie bei einer gesunden Niere, so dass Protein, besonders Albumine, mit dem Harnfluss abfließen. Sobald die Proteinkonzentration im Harnfluss steigt, ist dies kein Anlass zur Besorgnis.

Doch bei schweren Nierenerkrankungen wird die Konzentration von Eiweiß im Körper gesenkt und im Harn permanent gesteigert. Der normale Albumingehalt im Vollblut liegt bei 35 bis 52 g/l. Bei einer Urinsammlung über 24 Std. liegt die Konzentration von Eiweiß in der Regel unter 30 mg/24 Std. Das Cystatin C ist ein verhältnismäßig "neuer" Wert, der erst seit kurzem zur Ermittlung der Funktion der Niere verwendet wird.

Ihr Gehalt im Blutsystem ist vor allem von der Funktion der Niere abhängig (die sogenannte "glomeruläre Filtrationsrate", GFR). Das Cystatin C im Blutsystem erhöht sich schon bei kleinsten funktionellen Störungen der Niere und wird daher als sensibler Meßwert angesehen. Die Standardwerte von Cystatin C im Blutserum betragen bis zu 0,96 mg/l ("Kinder > 1 Jahr" und Erwachsene).

Das Cystatin C kommt in allen Kernzellen des Organismus vor und wird in den so genannten Röhrenzellen der Niere abbaubar. In der Regel wird Cystatin C nicht über den Harn abgesondert. Tritt die Prüfsubstanz jedoch im Harn auf, deutet dies auch auf eine verminderte Funktion der Niere hin. In einer speziellen Form der Nierenerkrankung, der so genannten Glomerulonephritis, werden weitere Werte im Blut nachweisbar.

Die Nierenkörper ("Glomeruli") sind die Nierenkörper (= Filterkörper). Die" gute Substanz" bleibt erhalten, die überflüssige oder "schlechte" Substanz wird mit dem Urin abgesondert. Neben den renalen Werten ermittelt der Mediziner diverse weitere Antigene, zum Beispiel S. a. S. oder Autoantikörper (zum Beispiel "ANCA" = anti-neutrophiler Zytoplasma-Antikörper).

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