Omega 3 Fettsäuren

Fettsäuren Omega 3

Es gehört zur Klasse der Omega-3-Fettsäuren. Auswirkungen von Omega-3-Fettsäuren auf entzündungshemmende, atorische und kardioprotektive Eigenschaften. Mit hochreinen Omega-3-Fettsäuren steigert KD-Pharma seinen Umsatz um das Vierfache. Die Omega-3 Fettsäuren in der Prävention und Therapie von ADHS, Lernstörungen und chronischen Entzündungskrankheiten. ), Seiten 97-101.

Omega-3-Fettsäuren in der Kardiologie.

EFFEKTIV ODER INEFFEKTIV? Omega-3 Fettsäuren (Teil 1)

Omega-3 Fettsäuren sind kurzkettige, polyungesättigte Fettsäuren. Die bedeutendsten Omega-3-Fettsäuren sind unter anderem folgende: Essigsäure (EPA), Dokosahexaensäure (DHA) und Dokosahexaensäure (DPA). Omega-3-Fettsäuren können als wichtig für das Gehirnwachstum und die Gehirnentwicklung, die Blutdruckregulierung, die Nierenfunktionen, die Gerinnung des Blutes sowie entzündliche und immunologische Reaktion angesehen werden.

Omega-3 Fettsäuren sind bei der Vorbeugung gegen kardiovaskuläre Vorkommnisse ( "Schlaganfall" und akuter Myokardinfarkt) besonders bei Menschen mit erhöhtem kardiovaskulärem Risikopotenzial geeignet (Gil 2015). Omega-3 Fettsäuren sind für den Menschen essentiell, da sie nicht vom Organismus selbst hergestellt werden können und daher über die Ernährung oder ein Nahrungsergänzungsmittel bereitgestellt werden müssen.

Die EPA und DHA werden oft als sehr lange Omega-3-Fettsäuren bezeichne. Typisch für die westlichen Ernährungsweisen ist der hohe Gehalt an Omega-6-Fettsäuren, der zum Beispiel in Mais, Sonnenblumen- und Distelöl vorkommt. Omega-3-Fettsäuren dagegen machen nur einen geringen prozentualen Teil der Tageszufuhr aus und kommen im Grunde aus zwei Quellen:

Ein weiterer natürlicher Lieferant von Omega-3-Fettsäuren ist die Brustmilch. Omega-3-Fettsäuren sind wesentliche strukturelle Bestandteile der Zellmembran und wirken an verschiedenen Funktionen der Membran mit (z.B. Fließfähigkeit, Durchlässigkeit, Tätigkeit von membrangebundenen Enzymen und Empfängern sowie Signaltransduktion).

Diese werden nach dem Konsum von polyungesättigten Fettsäuren wie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in die Zellmembrane eingearbeitet, wo sie die Funktion des Membranproteins, die Signale der Zellen und die Expression der Gene ausgleichen. Omega-3 Fettsäuren aus der Nahrung konkurrieren mit Omega-6 Fettsäuren, wenn sie in die Zellmembran integriert werden. Omega-6-Fettsäuren, die in der Zellmembran vorherrschen, werden über Zyklooxygenase und 5-Lipoxygenase proinflammatorisch wirkende Vermittler wie Thromboxane, Prostaglandine und Leukotriene induziert.

Andererseits kann das Vorhandensein von Omega-3-Fettsäuren die Ausschüttung von anti-entzündlichen und weniger starken Leguminosen anregen. Die entzündungsfördernde und entzündungshemmende Wirkungsweise macht den Hauptunterschied zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren aus. Neben ihrer antiinflammatorischen Wirksamkeit haben sehr lang kettige Omega-3-Fettsäuren eine gut nachgewiesene Auswirkung auf die verschiedenen kardiovaskulären Risiken.

Folgende Auswirkungen werden als Erklärungsansätze für die kardioprotektive Wirkung von Omega-3-Fettsäuren diskutiert: Omega-6-Fettsäuren dagegen haben entzündungsfördernde Wirkung und können die Tendenz zur Thrombose anregen.

Wie viel Omega-3-Fettsäuren können sicher pro Tag geliefert werden? Laut einer Einschätzung der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) kann eine weitere Tagesdosis von bis zu 5 Gramm langkettiger Omega-3-Fettsäuren als gesundheitlich sicher erachtet werden. Dieses wissenschaftliche Urteil widerlegte die Vermutung, dass eine überdurchschnittlich hohe Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren gesundheitliche Probleme auslösen kann.

Die EFSA hat jedoch noch keine maximale Aufnahmemenge an Omega-3-Fettsäuren festgesetzt. Zur Erzielung der am besten studierten Gesundheitseffekte (Senkung des Blutdruckes und der Triglyceridwerte) ist eine tägliche Einnahme von 2 bis 4 Gramm Omega-3-Fettsäuren erforderlich. Eine tägliche Einnahme von 250 Milligramm Omega-3-Fettsäuren reicht aus, um die normale Herztätigkeit aufrechtzuerhalten.

Zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei gesunder Ernährung werden 250 Milligramm pro Tag als geeignet erachtet. Früher gab es immer wieder Bedenken, dass eine starke Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren das Blutungsrisiko bei Risikopatienten anheben kann. Die EFSA kommt nun zu dem Schluss, dass die Zufuhr von bis zu 5 Gramm EPA und DHA pro Tag das Blutungsrisiko nicht vergrößert.

Omega-3-Fettsäuren werden in Deutschland im Durchschnitt weit unter 5 Gramm pro Tag aufgenommen. Im Durchschnitt nimmt ein Erwachsener 300 bis 400 Milligramm Omega-3-Fettsäuren pro Tag über die Ernährung auf, ein Kind etwa 320 Milligramm. In Deutschland reicht die Tagesdosis an EPA und DHA aus Lebensmitteln von 127 Milligramm pro Tag (Frauen, 18 bis 24 Jahre) bis 295 Milligramm pro Tag (Männer, 45 bis 54 Jahre).

Für ältere Kinder, die regelmässig Fische fressen, wurde eine durchschnittliche Tagesdosis von 214 mg/Tag für 13-14 jährige und 324 mg/Tag für 15-18 jährige Knaben errechnet. Kontrovers ist die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren bei der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder bei Risikopatienten.

Die Studiensituation zur Vorbeugung kardiovaskulärer Ereignisse ist alles in allem gegensätzlich. Mehrere wichtige Meta-Analysen von Omega-3-Fettsäuren und deren Zusammenhang mit kardiovaskulärer Krankheit und Sterberate wurden in den letzten Jahren publiziert. Aus diesen Angaben schließen die Anwälte, dass eine Fischölergänzung mit einer Verringerung des Risiko kardiovaskulärer Ereignisse und der Todesfälle durch kardiovaskuläre Erkrankungen einhergeht.

Diese Schlussfolgerung zur Effektivität und Unbedenklichkeit von Omega-3-Fettsäuren bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen beruht im Kern auf drei großen Teilstudien. Sie wurden zufällig entweder einer Personengruppe zugeteilt, die ihren Fischverzehr so weit steigern sollte, dass eine Tagesdosis an EPA und DHA von etwa 900 Milligramm erzielt wurde, oder einer Bekämpfungsgruppe, die keine speziellen Ernährungsanforderungen hatte.

Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip entweder ein einzelnes Stalin oder eine Mischung aus Stalin und 1,8 g EPA pro Tag erhalten. Eine weitere Untersuchung (GISSI-Präventionsstudie) mit 11.323 Patientinnen und Patienten untersuchte, ob die Verabreichung von Omega-3-Fettsäuren die Häufigkeit der Komplikationen bei Herzinfarktpatienten reduziert. Nach dem Zufallsprinzip wurden die Patientinnen mit 850 mg DHA/EPA oder einer täglichen Kontrolleinheit behandelt (GISSI-Studie 1999).

Schon nach 4 monatiger Anwendung von Omega-3-Fettsäuren konnte im Gegensatz zur Vergleichsgruppe ein deutlich niedrigeres Sterberisiko von 28% nachweisen. Ungeachtet der oben genannten Studien kam ein Cochrane-Review im Jahr 2004 zu dem Schluss, dass es nicht eindeutig war, ob eine Supplementation mit Omega-3-Fettsäuren die Gesamtmortalität oder die kardiovaskulären Vorkommnisse bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen oder Risiken reduziert (Hooper 2004).

Zu dieser Zeit war auch nicht klar, ob Omega-3-Fettsäuren die Bevölkerung vor kardiovaskulären Komplikationen schützen. Diese Hochrisikopatienten zeigten bei einer Therapie mit 0,6 g EPA und DHA pro Tag über einen Zeitabschnitt von 4,7 Jahren keine signifikante Wirkung bei koronaren Ereignissen (z.B. akutes koronares Syndrom, Infarkt oder plötzlicher Herztod) oder bei einer koronaren Revaskularisation (Blacher 2013).

Zwei Meta-Analysen im Jahr 2012 haben das Verständnis der Bedeutung von Omega-3-Fettsäuren bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen weiter erschwert. Bei einer Meta-Analyse stellen die Verfasser fest, dass Omega-3-Fettsäuren das kardiovaskuläre Ereignis- und Todesrisiko reduzieren (Delgado-Liste 2012); bei der anderen wurde keine signifikante Korrelation zwischen der Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren und dem Vorkommen schwerer kardiovaskulärer Ereignisse festgestellt (Rizos 2012).

Zusammengefasst erscheint die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren bei der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und deren Folgen kontrovers und kann durch Einflussfaktoren wie die Dosis, die speziellen Krankheiten der zu behandelnden Person und zu einem großen Teil durch eine begleitende Therapie beeinflußt werden. Die bisherigen Studien haben bestätigt, dass Omega-3-Fettsäuren antiarrhythmogene Wirkung im Herz haben. Eine kürzlich veröffentlichte Studie hat untersucht, ob die Omega-3-Behandlung bei der Therapie von Herzflimmern eine Rolle spielt (Christou 2015).

Laut der Untersuchung hatte der regelmäßige Verzehr von Fisch in den meisten Untersuchungen keinen Einfluß auf die Häufigkeit von Herzflimmern. Die epidemiologischen Untersuchungen haben gezeigt, dass erhöhte Konzentrationen von Omega-3-Fettsäuren im Blut mit einem geringeren Risikopotenzial für Herzflimmern bei Älteren ohne Herzversagen und ohne bereits bestehendes Herzflimmern einhergehen. Bei isolierter Betrachtung einzelner Omega-3-Fettsäuren ist festzustellen, dass ein höherer DHA-Spiegel im Blut das Vorhofflimmerrisiko reduziert.

Herzflimmern ist bei chronisch herzinsuffizienten Menschen weit verbreitet. Obgleich die Omega-3-Fettsäure-Blutwerte bei diesen Patientinnen in umgekehrter Weise mit der Häufigkeit von Herzflimmern in Untersuchungen korreliert waren, konnte die Supplementierung mit 1 Gramm Omega-3-Fettsäuren pro Tag über einen Zeitabschnitt von beinahe 4 Jahren das Wiederauftreten von Herzversagen nicht reduzieren (Post-Hoc-Analyse der GISSI-HF-Studie) (Aleksova 2013).

Eine prospektive Studie ergab, dass eine erhöhte Dosierung von Omega-3-Fettsäuren im Gehirn mit einem verminderten Vorhofflimmerrisiko verbunden war. Man geht davon aus, dass dieser Effekt auf den DHA-Gehalt in Omega-3-Fettsäuren zurückgeht (Virtanen 2009). Verschiedene Untersuchungen haben zu gegensätzlichen Ergebnissen hinsichtlich der Omega-3-Fettsäure-Supplementierung zur Vorbeugung von Herzflimmern nach Herzoperationen geführt.

Die Studien belegen auch bei Patientinnen mit permanentem oder temporärem Herzflimmern keine überzeugenden Wirkungen der Omega-3-Fettsäure-Supplementierung. Obwohl eine der Arbeitsgruppen zu dem Schluss kam, dass die Omega-3-Fettsäure-Supplementierung nach einer Herzchirurgie die Frequenz des Vorhofflimmerns reduziert, aber keinen signifikanten Einfluss auf das Rezidiv des bereits bekannt gewordenen Vorhofflimmerns hat (He 2013), kam eine andere Meta-Analyse zu dem Schluss, dass Omega-3-Fettsäuren nach einer Herzchirurgie keine positive Auswirkung haben (Liu 2011, Benedetto 2013).

Der mangelnde Effekt der Omega-3-Fettsäure-Supplementierung auf das postoperative Herzflimmern wurde jüngst durch die OPERA-Studie an 1516 Patientinnen und Patienten belegt (Mozaffarian 2011). Zusätzlich deuten einige Untersuchungen darauf hin, dass eine 4-wöchige Therapie mit Omega-3-Fettsäuren vor der Cardioversion die Rezidivhäufigkeit von Herzflimmern verringert. Die verfügbaren Daten zur Effektivität von Omega-3-Fettsäuren bei der Prävention von Herzflimmern sind nach Ansicht der Verfasser inkonsequent.

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