Omega 3 Fettsäuren Kinder

Kinder mit Omega-3-Fettsäuren

Die Omega-3 Fettsäuren gehören zu den essentiellen Nahrungsbestandteilen, die in den modernen Industrieländern nicht ausreichend aufgenommen werden. Die Omega-3 Fettsäuren kommen vor allem in Fisch, aber auch in Algen und einigen pflanzlichen Ölen vor und senken den Serumspiegel für DHA, DGLA und AA bei hyperaktiven Kindern. Die Omega-3 Fettsäuren bei depressiven Kindern. 17. Januar 2017, Version 1.

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Omega-3 gegen ADHS - Wie kann ich meinem Baby weiterhelfen?

Das ist ADHS? Betroffene Kinder haben Konzentrationsstörungen, Ruhelosigkeit und eine mit Reizüberflutung verbundene Verhaltensauffälligkeit. Diese Kinder scheinen oft verärgert zu sein, sie sind ständig unterwegs und ihr Benehmen ist sehr unberechenbar. Für ADHS sind in erster Linie die genetischen Ursachen mitverantwortlich. Jedoch gibt es auch Beweise dafür, dass ADHS mit einem defekten Hirnstoffwechsel und einem Defizit an Hirnfettsäure DHA in Verbindung gebracht werden kann.

Die DHA ("Docosahexaensäure") ist eine Omega-3-Fettsäure, die zum Beispiel in Fischen vorkommt. Omega-3-Fettsäuren für ADHS? Es gibt verblüffende wissenschaftliche Erkenntnisse über die Auswirkungen von Omega-3-Fettsäuren auf die ADHS. Bereits seit mehr als zehn Jahren konzentriert sich die Forschungsarbeit auf die Wichtigkeit von Omega-3-Fettsäuren für die Gehirnentwicklung, für die Konzentration und die geistige Leistungsfähigkeit von Kindern.

Zahlreiche Untersuchungen haben wiederholt die positiven Auswirkungen von Omega-3 auf die kognitiven Vorgänge gezeigt. Zum Beispiel haben Babys und Kleinstkinder, die im Gebärmutterhals und während der Laktation genügend Omega-3-Fettsäuren bekommen haben, ein besseres Bewegungsvermögen. Der Entwicklungsvorsprung verbleibt bei den Kleinkindern, da bereits im vorschulischen Alter ein höherer Intelligenzquotient beobachtet werden konnte als bei den anderen.

Omega-3-Fettsäuren sind unentbehrliche Fettsäuren. Sie können vom Organismus selbst nur in sehr kleinen Stückzahlen produziert werden, weshalb sie über die Ernährung zugeführt werden müssen. Omega-3 ist in diversen vegetarischen Nahrungsmitteln wie z. B. Walnüsse und Sojalebensmittel enthalten. Der menschliche Organismus enthält bemerkenswert viele Omega-3 Fettsäuren in den Gehirnzellen, dem Zentralnervensystem und der Retina.

Während der Trächtigkeit und der ersten Lebensmonate eines Babys werden sie in großen Mengen aufgenommen - ein Prozess, der sich über die gesamte Lebensphase hinzieht und einen entscheidenden Beitrag zur Entfaltung der Hirn- und Sehfunktion leistet. Omega-3-Fettsäuren sind über ihre Funktion als "Bausteine" hinaus an der Synapsenbildung und der Weiterleitung von Nervenerregern beteiligt - eine weitere wesentliche Vorraussetzung für die kognitiven Prozesse wie zum Beispiel des Denkens, Lernens und Erinnerns.

"Mit einer angemessenen Nahrung können Kinder mentale Probleme besser meistern", sagt Dr. Friedrich Kaiser, Pädiater aus Hamburg. So könnte zum Beispiel eine ausreichend hohe Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren durch regelmäßige Fischgerichte sichergestellt werden. "Um den Tagesbedarf mit DHA zu decken, müssten die Kinder 200 bis 500 g Fische pro Tag verzehren, je nach Lebensalter und Körpergewicht und je nach Omega-3-Gehalt im Fisch", erläutert Dr. Kaiser.

"Zum Beispiel enthält 200 g Lachs ca. 2.800 mg Omega-3-Fettsäuren. Für eine Portion Lachs pro Tag würden 400 mg Omega-3-Fettsäuren verzehrt." Allerdings sind die hier vorhandenen Omega-3-Fettsäuren recht mager. Omega-3 ist konzentrierter in den verschiedenen Ölarten wie Raps und Leinsamen.

Die Frage, ob es möglich ist, die Nachfrage nach Omega-3-Fettsäuren mit einer reinen pflanzlichen Diät zu befriedigen, könnte sich als problematisch herausstellen. "Deshalb sollte man vielleicht auch über eine kinderfreundliche Ernährungsergänzung nachdenken", erläutert Dr. Kaiser.

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