Omega 3 Linolensäure

Linolensäure Omega 3

Linolensäure ist eine Form der Linolensäure. Die Linolensäure gibt es in zwei Formen: ALA ist essentiell, gehört zu den Omega-3-Fettsäuren und spielt eine Rolle bei Entzündungsprozessen. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren werden in 3 Fettsäurefamilien eingeteilt: Omega-3-, Omega-6- und Omega-9-Fettsäuren. Es wirkt auch als Baustein für die biologisch aktivsten Omega-3-Fettsäuren, Docosahexaensäure und Eicosapentaensäure.

Omegafettsäuren Teil 2: Die essenziellen Aminosäuren ?-Linolensäure und Linolensäure

Der vorangegangene Artikel befasste sich mit Omegafettsäuren im Allgemeinen. Es handelt sich heute um zwei essentielle Speisefettsäuren, die nach dem heutigen Kenntnisstand als unentbehrlich sind. Weil der Organismus aus Kohlehydraten selbst Fette produzieren kann, wurde das Nahrungsfett zu Beginn des zwanzigsten Jahrhundert nicht als unentbehrlich erachtet.

Das hat sich jedoch geändert, als Linolensäure (Omega-6-Fettsäure) und kurz darauf Alpha-Linolensäure (Omega-3-Fettsäure) aufgedeckt wurden. In seinen Rattenversuchen entdeckte George Oswald Burr das Produkt linolische Säure. In einer völlig fettfreien Ernährung erfuhr er reduziertes Haarwachstum und Hautveränderungen, die dem Mangel an Vitaminen E nicht ähnlich waren.

Nichtsdestotrotz kommt sie in einigen (wenigen) Schriften vor und verweist dann auf die essenziellen Speisefettsäuren, die vom Organismus selbst nicht hergestellt werden können. Später (1930) entdeckte Burr, dass die Verabreichung von Omega-6-Fettsäure die Symptome des Mangels, insbesondere die Hautveränderungen, verschwinden ließ. Eine kleine Nebenbemerkung: Da die Produktion von reinen Satzfettsäuren damals schwer war, wurden die Tests mit Öl vorgenommen.

Während Butterfett, Ei-Lecithin und Olivenöl eine geringe Wirkung hatten, hatte Kokosnussöl, das überwiegend aus ungesättigten Fettsäuren aufgebaut ist, keine Wirkung. Das war die Geburt der essenziellen Omega-6-Fettsäure-Linoleinsäure. In der Tat können Säugerinnen und Säuger selbst keine linolische Säure produzieren. Wozu dient sie?

Andere Omega-6-Fettsäuren werden aus den Linolsäuren durch Erweiterung und Zugabe weiterer Doublebindungen hergestellt. Die beiden Omega-6-Fettsäuren (Linol- und Arachidonsäure) werden in unsere Zellmembrane eingearbeitet - sie sind besonders wichtig für die Epidermis. Bei Hautveränderungen und Hautleckagen ist ein Defizit spürbar, wodurch der Organismus unkontrollierbar abfließt.

Allerdings wird nur eine sehr geringe Menge linoleic acid benötigt, um dies zu umgehen: 1% der Gesamtenergie ist offenbar ausreichend1. Aus der arachidonischen Säure werden Gewebshormone (Eicosanoide) hergestellt, die eine entzündungsfördernde Funktion haben. Im Jahr 1931 kam er zu dem Schluss, dass neben dem Linolsäuregehalt eine weitere essentielle Aminosäure - Alpha-Linolensäure - benötigt wird. Es wurde argumentiert, dass die Auswirkungen weniger stark sind als bei der Verwendung von linolischer Säure und dass die Hautveränderungen nicht mit Omega-3-Fettsäuren geheilt werden können.

Zudem wurde festgestellt, dass sich Linolensäure und Alpha-Linolensäure im Sinne einer Verminderung der Mangelerscheinung wahrscheinlich gegenseitig beeinflussen. Wir wissen heute, dass Alpha-Linolensäure (n=3) auch vom Organismus nicht produziert werden kann, weshalb sie über die Ernährung aufgenommen werden muss. Omega-3-Fettsäuren wurden lange Zeit vernachlässigt, da zunächst die Omega-6-Fettsäure und deren Metaboliten Arachidonsäure konzentriert wurden.

Dafür wurden zwei in Fischen vorkommende Speisefettsäuren beschuldigt: Essigsäure (Eicosapenthaensäure, EPA) und DHA. Mithilfe der Enzyme aus der essentiellen Alpha-Linolensäure kann der Mensch diese auch selbst produzieren (siehe Abb. 2), allerdings nur zu einem verhältnismäßig kleinen Teil. Nach derzeitigem Kenntnisstand werden nur etwa 5 bis 10% der absorbierten Alpha-Linolensäure in Eicosapensäure (EPA) und auch nur 1 bis 5% in Dokosahexaensäure (DHA)3 umgewandelt. Da die Konversionsrate so niedrig ist, raten einige Forscher auch dazu, diese beiden essentiellen Säuren über Lebensmittel oder Lebensmittelvorprodukte aufzusaugen.

Sie erhalten ihre Speisefettsäuren (EPA und DHA) aus Alge und Drill. Aus diesem Grund werden in der Regel im gleichen Atemzug sowohl die Omega-3 Fettsäure als auch der Fische erwähnt. Doch wie bereits erwähnt: Bis zu einem gewissen Grade kann der Organismus EPA und DHA selbst produzieren, wenn genügend Alpha-Linolensäure vorrätig ist. (UND nicht zu viel von der Omega-6-Fettsäure-Linolensäure -> mehr dazu im folgenden Absatz).

Alpha-Linolensäure kann auch aus Pflanzen gewonnen werden. Zur Vorbeugung werden pro Tag mind. 2 Fischportionen pro Tag vorgeschlagen, wovon mind. 1 Fischportion von einem fetthaltigen Fang wie Makrelen, Lachsen oder Heringen stammt4. Ich habe darauf hingewiesen, dass es Hinweise gibt, bei denen sich die beiden Stoffe gegenseitig konkurrierend beeinflußen.

Die beiden essenziellen Speisefettsäuren haben nach derzeitigem Kenntnisstand ihren eigenen Weg, so dass sie sich nicht untereinander austauschbar sind. Obwohl das Enzym-System Alpha-Linolensäure (Omega-3-Fettsäure) vorzieht, hat sie die Oberhand. Entzündliche Stoffe (Eicosanoide) werden, wie bereits gesagt, aus Arachidon ( "Omega-6-Fettsäure") hergestellt.

Omega-3-Fettsäure ist auch wieder die Grundsubstanz der Eicosanoide - aber diese Eicosanoide haben entzündungshemmende Wirkung! Jetzt kann man vielleicht auch nachvollziehen, warum das Mengenverhältnis von Omega-6-Fettsäuren zu Omega-3-Fettsäuren so bedeutend ist. Da beide Eicosanoide ihre Existenzgrundlage haben, ABER wenn wesentlich mehr Omega-6-Fettsäuren als Omega-3-Fettsäuren über die Ernährung geliefert werden, wird es viel mehr Entzündungshormone und im ungünstigsten Falle sogar solche gibt.

Siehst du, die Beziehung ist also wirklich groß. Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährungswissenschaft (DGE) wird empfohlen, Linol- und Alpha-Linolensäure in einem Mischungsverhältnis von weniger als 5:1 einzunehmen, ich würde gar 1:1 empfehlen. Das aktuelle Mischungsverhältnis ist zwischen 15:1 und 16,7:15. Dies ist zum Teil auf die technologische Weiterverarbeitung von Lebensmitteln, aber auch auf den starken Verbrauch von Cerealien, die überwiegend linolsäurehaltig sind, zurückzuführen.

Ich möchte auch darauf hinweisen, dass sich das Omega-6-: Omega-3-Fettsäuren-Verhältnis nicht nur beim Menschen signifikant zugunsten der Fettsäure Omega-6 verändert hat. Außerdem ernähren ( "mästen") wir unsere Haustiere vermehrt mit viel linolsäurehaltigem Korn (Omega-6). Wie alle Säuger sind auch sie NICHT in der Lage, selbst Omega-3- und -Säuren zu produzieren.

So ist der Anteil an Omega-6-Fettsäuren im Schweinefleisch, aber auch in den Erzeugnissen, die wir von tierischen Erzeugnissen wie z. B. Muttermilch, Käsesorten, Eiern usw. erhalten, wesentlich größer, während der Anteil an Omega-3-Fettsäuren abnimmt. Untersuchungen haben ergeben, dass die Ernährung das Fettsäurenmuster erheblich mitbestimmen kann. Die Heumilch (Kühe werden NICHT mit Silofutter, Konzentrat gefüttert) hat z.B. einen wesentlich größeren Anteil an Omega-3-Fettsäuren als z.B. Grassilagemilch6. Auch die in Fischzuchtbetrieben gezüchtete Fischart hat weniger Omega-3-Fettsäuren als der Wildfänge, was ebenfalls auf die Verfütterung zurückzuführen ist.

In der Regel ernährt sich der Fisch von Alge, so dass er die Omega-3 Fettsäure aufnimmt. Zur Verbesserung der Futterqualität wäre es besser, wenn wir unsere Haustiere mit ihrem Naturfutter ausstatten. Ergebnis: Es gibt 2 essenzielle Speisefettsäuren, die über die Lebensmittel geliefert werden müssen. Weil das VerhÃ?ltnis von Omega-6-FettsÃ?uren zu Omega-3-FettsÃ?uren so ausgewogen wie möglich sein sollte und wir mit der modernen ErnÃ?hrung meist zu viel Omega-6-FettsÃ?uren zu sich nahmen, sollte der Schwerpunkt auf Omega-3-FettsÃ?uren gelegt werden.

10.1177/0148607115595980. Jaroslav A. Kralovec, Shuocheng Zhang, Wei Zhang, Colin J. Barrow, Ein Überblick über die Fortschritte bei der enzymatischen Konzentration und Mikroverkapselung von Omega-3-reichem Öl aus Fisch und mikrobiellen Quellen, Lebensmittelchemie, Band 131, Ausgabe 2, 15. März 2012, Seiten 639-644, ISSN 0308-8146, doi. org/10.1016/j.foodchem.2011.08.085.

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