Phytoöstrogene Nebenwirkungen

Phytöstrogene Nebenwirkungen

Als erste Pflanze, deren phytoöstrogene Wirkung weitergegeben wurde, ist Sylphion (Ferula historica) bekannt. Pflanzenhormone sind pflanzliche Hormone, die ähnlich wie synthetische Hormone im weiblichen Körper wirken, jedoch ohne Nebenwirkungen. Da Phytoöstrogene den Östrogenen unseres Körpers ähneln, haben sie auch eine ähnliche Wirkung. Die Östrogene aktivieren und blockieren gleichzeitig die Östrogenrezeptoren, haben sozusagen eine östrogene und eine antiöstrogene Wirkung. Zum Verständnis der Wirkung von Phytoöstrogenen ist ein kurzer Überblick über die Östrogene notwendig.

Phytoöstrogene: Verflucht oder gesegnet?

Folgender Wortlaut entstammt einer formlosen E-Mail-Korrespondenz mit Severin Bühlmann: Der Ausdruck Phytoöstrogene ist oft missverständlich und die Gewissheit, dass sie die Frau vor einigen Schwierigkeiten wie dem Altern bewahren, kann unangebracht sein. Die Bezeichnung verbindet die Entstehung von Chemikalien aus pflanzlichen (= Phyto) und tierischen (Östrogen) Stoffen.

Daraus lässt sich schließen, dass die Pflanzenstoffe bei der Einnahme wie Oestrogen reagieren. Bei der Kräutermedizin werden zwei Typen von Stoffen unter diesem Namen zusammengefasst: Diejenigen mit einer chemischen Zusammensetzung, die der des Östrogens ähnelt, vor allem eine Steroidstruktur und solche mit einer anderen Zusammensetzung, aber mit dem guten Namen, dass sie sich wie die Östrogenproduktion anregen.

Betrachtet man zum Beispiel die chemischen Strukturen von z. B. Chrom, Estrogen, Progesteron und Testosteron, so kann man erkennen, dass sie sich nur in kleinen Anhängseln auf dem Steroid-Gerüst abheben. Allerdings ist der Abstand zwischen Pflanzensteroiden und Tiersteroiden noch größer und die klinischen Auswirkungen ihrer Aufnahme durch den Menschen sind ebenfalls signifikant kleiner.

Ergänzende Ärzte empfehlen die Einnahme von "bioidentischen Hormonen" anstelle von Tiersteroiden oder synthetischen Stereoiden aus pflanzlicher Herkunft. Sie unterscheiden sich wesentlich geringer als zum Beispiel zwischen Estrogen und Progesteron, und solche kleinen Differenzen werden berücksichtigt, während der große Abstand zu Werkssteroiden zu gering ist.

Dieses Kraut wird seit langem als Heilpflanze eingesetzt, hat aber, wenn überhaupt, maximal eine kleine Anti-Aging- oder hormonelle Auswirkung und benötigt vier Synthese-Schritte, um eine hormonelle Auswirkung beim Menschen zu zeigen. Steroide (und ähnliche Triterpenoide) Bestandteile von pflanzlichen Stoffen haben einen physiologischen Effekt, nicht aber hormonelle. Manche Bestandteile von pflanzlichen Stoffen mit einer anderen Zusammensetzung als Steroid haben den guten Namen, hormonartige Effekte zu haben, besonders Soja-Isoflavone, besonders Genistein.

In Laborversuchen kann jede Form von Phyto-Östrogen auf Tumorzellen aufgetragen werden und zeigt entweder eine krebsfördernde oder krebshemmende Auswirkung. Beides ist für die Krankheitssituation unerheblich, da der Zellkontakt dieser Stoffe mit den Körperzellen viel kleiner ist. Kurz gesagt, die Phytoöstrogene wurden in ihrer Entstehungsgeschichte sowohl hinsichtlich der positiven als auch der negativen Auswirkungen auf die Hormone überbewertet.

Hochdosierte Steroide aus der Pflanze können den Cholesterinspiegel leicht reduzieren und einer Vergrößerung der Vorsteherdrüse gegensteuern. Ausgenommen ist Lakritz (Glycyrrhiza), das eine hormonelle Auswirkung bei etwa 9-15 g pro Tag und über einen längeren Zeitraum hat.

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