Rotklee Brustkrebs

Brustkrebs Rotklee

Soja und Rotklee, Cimici. Der Vorwurf, Rotklee könne Brustkrebs verursachen, sollte jedoch nicht unerwähnt bleiben. Die Cimicifuga racemosa), Rotklee (Trifolium pratense) und Soja (Glycine max). zur Förderung des Brustkrebses ist in geringeren Konzentrationen vertreten.

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Der Rotklee (Trifolium pratense) ist ein Heilkräuter mit Flavonoiden, Cumarinen, Cumestan und Isoflavonen, das sowohl mündlich als auch äußerlich verabreicht werden kann. Der Rotklee soll bei der Heilung von Wallungen, Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen helfen. Im Bereich der Krebstherapie wird ein Effekt bei der Therapie von hormonbedingten Krebserkrankungen und der Verminderung von Wärmewallungen bei Patienten mit vorzeitiger Wechseljahre erwartet.

Bisher ist die Evidenz für den Einsatz von Rotklee bei Patientinnen mit Brust- oder Eierstockkrebs aufgrund einer gezielten Überprüfung und weiterer Untersuchungen nicht ausreichend. In den meisten Fällen wurde herausgefunden, dass Rotklee bei Patienten mit Krebserkrankungen nicht besser wirkt als Plazebo.

Eine einzige Beobachtungsstudie bei Brustkrebs-Überlebenden ergab, dass die Frau, die Rotklee-Ergänzungen einnahm, weniger nächtliches Schwitzen meldete. Vorstudien deuten darauf hin, dass die Isoflavone des Rotklees bei Prostata- und Kolorektalkrebs nützlich sein können, aber der Nachweis ist nicht ausreichend. Obwohl Rotklee bei nicht krebskranken Menschen gut vertragen wird, sind Interaktionen zwischen Medikamenten und Nahrungsmitteln sowie zwischen diesen prinzipiell möglich.

Unbedenklichkeitsdaten zu krebskranken Menschen liegen nicht vor. Der Rotklee ist eine Leguminose aus der Gruppe der in Europa und Teile des Mittleren Osten heimischen und in Nordamerika eingebürgerten Fabaceae[1]. Zu den Rotkleeprodukten gehören Promensil®, Rimostil®, Menoflavon® und Estrofactors®. Der Rotklee ist mit Flavonoiden, Cumarinen[2], Isoflavonen und besonders kumestanreich.

Der Rotklee besteht aus 9 Isoflavonen[3], darunter Formononetin und Biochanin A (Glykoside), sowie Daidzein und Genistein (Aglyka)[1]. Der Rotklee wird in der Regel mündlich verabreicht, kann aber auch äußerlich verwendet werden. Bei Rotklee-Extrakt liegt die tägliche Dosis zwischen 40 und 80 Milligramm pro Tag[4]. Rotklee wird seit vielen Jahren auf Weiden für Vieh und andere weidende Tiere bebaut.

Rotklee wird vom Menschen kaum als Nahrungsmittel konsumiert, aber es gibt eine lange Tradition medizinischer Applikationen. Rotklee wird traditionsgemäß bei einer Reihe von gesundheitlichen Problemen verwendet. Gegenwärtig wird es oft bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingenommen. Im Bereich der Krebstherapie gilt es als wirkungsvoll bei der Therapie von Krebserkrankungen (Brustkrebs, Eierstock- und Gebärmutterkrebs) und bei Patienten mit vorzeitiger Wechseljahresbeschwerden[5].

Aktuell wird Rotklee bei Krebspatienten, Brandwunden und Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Schuppenflechte verwendet. Der Rotklee wirkt sowohl als Östrogenrezeptor-Agonist[1] als auch als Antagonist, abhängig vom Zustand seiner Metaboliten[37]. Rotklee-Metabolite weisen die größte Affinität für Estrogenrezeptor ß und eine geringere Bindungsbereitschaft für Androgen- und Progesteronrezeptoren auf[6].

Sein antineoplastischer Effekt kann auf die Auswirkungen auf Zellenzyklus und Apoptose[7] sowie COX-[8] und Angiogenesehemmung[9] zurueckgehen. Tierische und in vitro Untersuchungen zeigen, dass die Wirksamkeit von Rotklee isoflavonen auf die Aktivität von Östrogen[22] und Progesteronrezeptoren[23] zuruckzuführen ist. Das Ergebnis der vorklinischen Untersuchungen ist uneinheitlich, da Rotklee die Vermehrung von Krebszellen aktiviert[17] und hemmt[24, 25].

Die vorläufigen Resultate deuten darauf hin, dass Rotklee auch Tumorzellen des Endometriums[24] und der Prostata hemmt[26]. Es wird angenommen, dass die antineoplastische Wirkung von Rotklee auf den DNA-Schaden [22, 23], cytotoxische Wirkungen, Apoptoseinduktion [27], Hemmung der Aromatase[28] und Modulierung der Steroidhormonspiegel[29, 30, 31, 32] zurückgeht.

Man geht davon aus, dass die jahreszeitliche Schwankung der Isoflavone des Rotklees für die widersprüchliche Auswirkung des Rotklees mitverantwortlich sein kann[33]. Wegen der Nebeneffekte von Hormonersatztherapie setzen immer mehr Menschen auf Phytoöstrogene als Gegenmittel. Exakte Verteilungszahlen sind nicht verfügbar; eine Untersuchung ergab jedoch, dass 39,5% der 767 Überlebenden von Brustkrebs Nahrungsergänzungsmittel mit pflanzlichem Östrogen eingenommen haben[10].

Der Rotklee wird in Nordamerika und Europa als natürliches Gesundheitsprodukt oder als pflanzliche Nahrungsergänzung vertrieben. Die durchschnittlichen Anschaffungskosten von Rotklee-Ergänzungen wie Promensil liegen bei 0,70 EUR, 1,00 USD oder 1,25 USD pro Tag. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist die Wirkung von Rotklee bei der Therapie von Brustkrebs, Gebärmutter-, Darm- und Enddarmkrebs unsicher.

In einer Meta-Analyse von 8 zufällig durchgeführten Kontrollstudien (RCTs), die 1287 Brustkrebs-Überlebende einschlossen, zeigte sich, dass bei postmenopausalen Patientinnen keine signifikanten Auswirkungen auf die Brustdicke hatten, bei prämenopausalen Patientinnen jedoch ein leichter Zuwachs der Brustdicke zu verzeichnen sein könnte. Obwohl die Ergebnisse nicht nur für die Auswirkung von Rotklee ausgewertet wurden, kommen die Verfasser zu dem Schluss, dass es keinen Unterschied in der Wirksamkeit basierend auf der Isoflavonquelle gibt[11].

In den enthaltenen Untersuchungen gibt es ein moderates Verzerrungsrisiko, und die Ergebnisse wurden als nicht ausreichend bewertet, um die unmittelbare Auswirkung von Isoflavonen auf Brustkrebs oder Sterblichkeit zu testen. Die prospektive HEAL-Studie an 767 Brustkrebs-Überlebenden ergab, dass die Einnahme von Rotklee-Ergänzungen weniger nächtliche Schweißausbrüche verursachte, aber keine Auswirkungen auf die Hitzewallung oder die Qualität des Lebens hatte[10].

Eine Verallgemeinerung dieser Untersuchung ist nur bedingt möglich, da nur 38 Rotklee-Nutzer einbezogen wurden. Keine weiteren klinische Untersuchungen wurden gefunden, um die Wirksamkeit von Rotklee-Isoflavon-Ergänzungen bei Brustkrebs zu untersuchen. Eine klinische Untersuchung an Patientinnen mit erhöhtem Risiko für Brustkrebs ergab, dass die Rotklee-Supplementierung im Jahresvergleich keinen Einfluss auf den Hormonspiegel von Steroiden hatte[15].

Der Schutzeffekt von Rotklee in der Krebsvorsorge ist in den letzten Jahren in der Klinik noch nicht belegt. Drei Meta-Analysen und Systematiken wurden in Verbindung mit nicht krebskranken Patienten erstellt. Bei zweien wurde herausgefunden, dass Rotklee die Frequenz von Hitzewallungen nicht effektiver reduziert als Placebo [12, 13], aber bei anderen wurde ein geringfügig signifikanter Effekt von Rotklee auf die Frequenz von Hitzewallungen in den Wechseljahren berichtet[14].

Wegen der Verschiedenartigkeit und der begrenzten Zahl von Untersuchungen ist nicht klar, ob der Effekt von klinischer Bedeutung ist. Drei klinische Untersuchungen haben die Auswirkungen eines Nahrungsergänzungsmittels mit Rotklee auf die Entstehung von Gebärmutterkrebs erforscht. Verglichen mit Plazebo hatte die Rotklee-Ergänzung keinen Einfluss auf den Proliferationsindex der Endometriumbiopsien[16], die Endometriumdicke[17] oder die Durchbruchblutung[18].

Eine 2-monatige Crossover-RCT mit 84 Milligramm Rotklee pro Tag wurde bei 37 Mann mit hohem Darmkrebsrisiko vorgenommen. Die Supplementation mit den Isoflavonen des Rotklees hatte keinen Effekt auf den Insulin-ähnlichen Wachstumskoeffizienten (IGF-1) im Seren. Im Rahmen einer Fall-kontrollierten Untersuchung an 38 Probanden mit Prostatakarzinom, die 160 Milligramm rote Klee-Isoflavone erhielten, wurde ein erhöhter Apoptosewert in Gebieten mit niedrigem bis mittlerem Krebsniveau beobachtet, aber kein signifikanter PSA-, Gleason- und Serumtestosteronunterschied[20].

Ein Fallbeispiel eines 66-jährigen Mannes mit einem hochgradigem Drüsenkrebs, der bis zu seiner Entfernung der Prostata 7 Tage lang 160 mg Rotklee Phytoöstrogen (Promensil) auf eigene Faust einnahm, berichtete auch, dass seine Prostata-Probe Histologieveränderungen zeigte, die einer Tumorrückbildung entsprechen[21]. In der Regel fehlt es an Daten zur Sicherheit von krebskranken Menschen; die folgenden Angaben gelten für nicht krebskranke Arbeitnehmer.

Der Rotklee wird im Allgemeinen gut vertragen, aber es wurden leichte Begleiterscheinungen gemeldet, von denen einige bei einer Tagesdosis von 40 Milligramm auftritt. Kopfschmerz, Muskelschmerzen, Arthralgie, Brechreiz und Diarrhöe[2], Brustsensibilität, Halsschmerzen, Schläfrigkeit, Schwindel, Leichtigkeit, Beben, Bluthochdruck, Akne, Hautausschlag, Pruritis, In einer großen Untersuchung von Rotklee-Extrakt (Promensil) versus Plazebo, wurde kein Unterschied im Anteil der weiblichen Patienten mit Seiteneffekten und kein Unterschiede in der Häufigkeit von spezifischen Seiteneffekten zwischen den Patientengruppen berichtet[33].

Manchmal wird vor Beginn der Therapie ein Test der Prothrombin- und/oder der partiellen Thromboplastenzeit empfohlen[4] und die Verwendung bei Menschen mit einer Blutungsstörung vermieden[2]. Menschen mit Schilddrüsenstörungen sollten vorsichtig mit Phytoöstrogenen umgehen, da in einer Studie mit Rotklee höhere Gehalte an einigen Schilddrüsenhormonen festgestellt wurden. Der Rotklee ist während der Trächtigkeit kontraindiziert[33].

In der publizierten Fachliteratur gibt es keine Hinweise auf klinische Wechselwirkungen mit Rotklee. Die Isoflavone des Rotklees können die metabolischen Leberenzyme CYP IL1, CYP IBI und CYP 2C9 hemmen und den Plasmaspiegel der auf diese Weise metabolisierten Medikamente erhöhen[34]. Der Einsatz von Rotklee zusammen mit Pflanzen, deren Komponenten die Plättchenaggregation beeinflussen können, könnte bei einigen Individuen das Risiko von Blutungen steigern.

Der Einsatz von Rotklee mit estrogenen Pflanzen und Medikamenten, einschließlich des Tamoxifens, ist prinzipiell nicht indiziert, da Rotklee eine zusätzliche oder entgegenwirkende Auswirkung haben kann[5]. Der Rotklee wird von der US Food and Drug Administration als " allgemein als unbedenklich " eingestuft[36]. Allerdings gibt es einige Befürchtungen hinsichtlich des möglichen Cumaringehalts in einigen Erzeugnissen oder bestimmten Rotkleesorten, die die Blutungsdauer beeinflussen können.

Der Rotklee ist daher für Menschen mit einer Blutungsstörung gegenläufig.

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