Spirulina Leber

Espirulina Leber

Das Internet sagt, dass Spirulina (Leber-)Krebs verursachen kann. Spirulina-Algen reinigen Blut und Leber. Sie schützt das Gehirn und entgiftet Leber und Nieren. Enzyme im Blut zeigen den Zustand der Leber an. und stimuliert die Entgiftungsprozesse (insbesondere in Leber und Nieren).

Spirulina: das Wundermittel der Zeit; unglaublich gute Heilungserfolge mit dem.... Frau Dr. med. Marianne Meier

In Zukunft wird es keinen Weg an Spirulina mehr geben. Die leichte Ernährung, wie das Lourdeser oder Fatimaer Mineralwasser, enthält alle Spektralfarben und damit alle Lichtfrequenzen, gibt uns ein harmonisches und wohltuendes Gefühl. Warum wir diese Jod-freie blau-grüne Wundalge heute mehr denn je brauchen, beweist das mit viel Liebe zum Detail gestaltete Rezept.

Der Band enthält Aufsehen erregende Untersuchungen und unzählige Feldberichte aus aller Herren Länder, die Ihnen aufzeigen, wie Sie Schmerz, Depression, Allergien, Anie, sogar HIV und sogar Krankheiten wie z. B. Diabetes und Karzinom widerstehen können. Die besten Rezepturen von Frau Meyer: Bildgeschmack für den verwöhnten Geschmack und hausgemachte Kosmetika für eine schöne Gesichtshaut.

Nahrungsergänzung aus blaugrünen Algen - schädlicher als nutzbringend

Auch wenn viele dieser Präparate weder sinnvoll noch gesundheitsschädlich sind, sind besonders besorgniserregend. Der Toxikologe Professor Dr. Daniela Ditrich von der Uni Constanz hat jetzt die in der Bundesrepublik verfügbaren Blaualgenprodukte auf Kontamination mit Toxinen untersucht. Der dadurch gefundene Schadstoffgehalt lässt große Zweifel an der Eignung solcher Erzeugnisse für den Menschen aufkommen.

Bei den meisten Präparaten werden diverse so genannte blaue Algae wie Spirulina sp. und Aqua pur (von den Produzenten oft als BlueGreen-Algen vermarktet), aber auch grüne Algae wie z. B. Clorella sp. eingesetzt. Doch der überholte Ausdruck "Blaualgen" ist trügerisch, da es sich nicht um Bakterien, sondern um Zyankali handeln kann.

Der beworbene Effekt der Präparate klingt oft phantastisch und reicht vom allgemeinen Wohlgefühl über ein besseres Funktionieren des Nervensystems bis hin zur Optimierung der Denkfunktion. Die Herstellerwerbung der Inhaltsstoffe ist ebenfalls missverständlich, da die Präparate in der Regel nur eine sehr kleine Nährstoffmenge haben. In vielen Fällen werben die Produzenten auch für die Herkunft der Erzeugnisse, was aber nur in den seltensten Fällen einer näheren Betrachtung standhalten kann.

"Die meisten Erzeugnisse der Familie Chilorella und Spirulina werden in großen Kunstanlagen produziert, die meisten Erzeugnisse der Familie Fin Aqua kommen aus einem Reservoir in Öregon, das auch zum Trinken und Schwimmen von Vieh verwendet wird und eine entsprechende Keimzahl und einen entsprechenden Grad an Eutrophierung aufweist", sagt der Konstanzer Umwelt-Toxikologe Prof. Dr. Eberhardt. Einige cyanobakterielle Bakterienstämme bilden leberschädliche Toxine, so genannte Mikrocystine.

Die nicht erwünschten Stämme können als Unreinheiten in Kombination mit anderen Blaualgen auftauchen. Mikrocystine haben eine leberschädigende Wirkung wie die Toxine in den Warzen und sind daher sehr schädlich. Mit Hilfe von Elastizitäts- und Protein-Phosphatase-Inhibitions-Assays ermittelten die Wissenschaftler daher den Microcystingehalt der Produkte. Darüber hinaus setzte die Arbeitsgemeinschaft Zytotoxizitätstests in der Zellkultur und der Massenspektroskopie für die allgemeine Analytik von Algenextrakten ein: "Mit der Untersuchung konnten wir Toxine in den Präparaten nachweisen", sagt Dertrich.

Darüber hinaus konnten die Forscher auch Unreinheiten in Cyanobakterienprodukten aus allgemein irritierenden Bestandteilen finden, die zu Durchfällen und Beschwerden beim Verzehr fÃ?hren können. Entsprechend können wir nur über die Verunreinigungswege spekulieren", erläutert Dertrich. Obwohl die Wirksamkeit der Reizkomponenten recht gering ist, kann die regelmässige Anwendung von microcystinhaltigen Präparaten eine dauerhafte Auswirkung haben.

"Sie können unter anderem die Leber, die Niere und möglicherweise auch das Gehirn kontinuierlich schädigen", erläutert Dertrich. Gegenwärtig sind die Neben- und Beeinträchtigungen durch Nahrungsergänzungsmittel auf der Grundlage von Blaualgen jedoch für die Verbraucher sehr schlecht nachweisbar. "Bisher sind nur klinische Befunde zu Leberschädigungen, Durchfall, allgemeinen Beschwerden und Benommenheit bekannt", sagt Dertrich.

In der Tat hat die Stiftung Warentest bereits diese Präparate als risikoreich klassifiziert (2), während die WHO Mikrocystine als potentiell krebserzeugend beschrieben hat (3). Vor dem Inverkehrbringen werden die Präparate nicht denselben harten Tests unterzogen wie Pharmazeutika. Obwohl die Produzenten für die Sicherheit der Erzeugnisse verantwortlich sind, erlaubt die häufige Direktvermarktung keine vollständige Kontrolle durch die zuständige Behörde.

"Das Mittel wird, wenn überhaupt, nur sehr ansatzweise geprüft und die Untersuchungen sind in der Regel auf einen recht unangemessenen Aufschluss von eventuell bestehenden Giften und Unreinheiten beschränkt", sagt Dertrich. "Nahrungsergänzungsmittelhersteller bemühen sich um rechtliche Schritte, um die Publikation unserer Angaben zu verhindern, was ihnen noch nicht gelang ", sagt Dertrich.

Nach Dietrichs Worten gibt es keine andere Möglichkeit als Algenpräparate. "Sie brauchen auch keine Ersatzstoffe, denn diese sind für den Metabolismus und die Versorgung mit Vitamin- und Spurenelementen vollkommen überflüssig, außer dass sie zum wirtschaftlichen Wohlbefinden der Produzenten führen", ergänzt er. "Der wöchentliche Vitamin- und Mineralstoffbedarf kann mit wenigen Obst- und Gemüsesäften und dem Verzehr von Champignons, Gemüsen und Fischen problemlos gedeckt werden", resümiert Dertrich.

Auch interessant

Mehr zum Thema