Tagesbedarf Mineralstoffe

Täglicher Bedarf an Mineralien

Sowohl die Mineralien als auch die Vitamine sind lebensnotwendig. Das Aufgabenspektrum der Mineralien ist vielfältig. Die Mineralien wie Kalzium, Magnesium oder Kalium müssen in größeren Mengen aufgenommen werden. Eine Unterversorgung kann schwerwiegende Folgen haben. Die Mineralien lassen sich in zwei Gruppen einteilen:

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Die Organismen der Mutter sind so aufeinander abgestimmt, dass die Zufuhr des Fötus in jeder Lebensphase sicherstellt. Nach dem vierten Lebensmonat steigt der Energieverbrauch einer trächtigen Person um durchschnittlich 255 Kilokalorien pro Tag. Dazu eignet sich Frischobst und Frischgemüse, Magermilch und Molkereiprodukte sowie Vollkorn.

In der Nährstoffverteilung entsprechen die wichtigsten Nährstoffe Kohlehydrate, Proteine und Fette den Vorgaben nicht schwangerer Frauen. Als besonders gut eignen sich Vollkorn-Produkte, die auch einen höheren Ballaststoffanteil haben, der die durch die Schwangerschaft verursachte Obstipation lindern oder verhindern kann. Es ist auch notwendig, viel Flüssigkeit (mindestens 2 Liter) zu trinken, da die Schwellung der Nahrungsfasern zu einem höheren Sitzvolumen führt und dadurch die Magenverdauung anregt.

Weil Protein zum Auf- und Abbau der körpereigenen Substanz notwendig ist, wird der Proteinbedarf während der Trächtigkeit hoch. Damit der Fötus ausreichend wächst, wird ab der 29. Woche der Trächtigkeit eine Proteinaufnahme von 0,9 g Protein pro Kilogramm und 1,0 g Protein pro Kilogramm des Körpergewichts (ab Normalgewicht) empfohlen.

Bei einer 65 kg leichten Person bedeutet dies eine Proteinzufuhr von mind. 59 g oder 65 g Protein/Tag. Das tierische Eiweiss ist zwar wertvoller als das pflanzliche Eiweiss, sollte aber sparsamer eingesetzt werden, da es in der Regel auch einen höheren Fettanteil hat. Die Verbindung von tierischen und pflanzlichen Proteinen erhöht die biologischen Werte des Eies.

Während der Trächtigkeit wird der Bedarf an Fetten nicht gesteigert, die Aufnahme sollte bei 30-35% pro Tag sein. Es sollte jedoch auf eine hinreichende Versorgung mit Linolsäure Wert gelegt werden. Zur Vermeidung einer erhöhten Fettaufnahme bei gleichzeitig höherer Energieaufnahme sollten Magermilch- und Käse-Sorten sowie Magerfleisch verwendet werden.

Die Anforderung steigt von 400 ?g auf 600 ?g. Weil der Neuralrohrverschluss bereits in der sechsten bis achten Schwangerschaftswoche erfolgt und eine Trächtigkeit in der Regel erst zu diesem Zeitpunkt erkannt wird, ist es ratsam, die Zufuhr von Folsäure vor der Befruchtung zu steigern. Wurde ein Neugeborenes bereits mit einem Defekt der Neuralröhre zur Welt gebracht und wünscht sich ein weiteres Neugeborenes, sollten täglich 4 Milligramm Folsäure in Form einer Tablette mitgenommen werden.

Generell ist der Vitaminbedarf der B-Gruppe leicht gestiegen. Durch die erhöhte Proteinzufuhr wird der Verbrauch an Protein um 58% gesteigert. Besonders vitaminreich sind Vollkorn-Produkte, Vollmilch, Bierhefe, Fische, Fleischerzeugnisse und einige Gemüse. Auch wenn der Vitaminbedarf leicht ansteigt, kann eine übermäßige Zufuhr dieses Vitals zu einer Fehlbildung des Kindes beitragen.

Nichtsdestotrotz ist es ein qualitativ hochstehendes Futter, das in Mäßigung ( "ein- bis zweimonatlich ") verzehrt wird und für die Versorgung schwangerer Mütter bestimmt ist. Zur Deckung des Tagesbedarfs von 1000 mg (1200 mg für die Frau unter 19 Jahren) ist eine ausreichende Versorgung mit Molkereiprodukten unabdingbar. In einem halben Litern Muttermilch sind bereits 600 mg Kalzium enthalten und damit 50% des Tagesbedarfs gedeckt.

Obgleich die Eisenaufnahme während der Trächtigkeit gesteigert wird und Menstruationsblut verloren geht, kommt es bei vielen Schwangeren zu einer Anämie. Aus diesem Grund wird der Tagesbedarf an Eisen während der Trächtigkeit mit 30 mg pro Tag ausgewiesen. Bei gleichzeitiger Einnahme von Vitaminen verbessern sie die biologische Verfügbarkeit von Pflanzennahrung wie z. B. Hirsisch, Weizen, Fenchel u. Spino.

Zur Deckung des gestiegenen Bedarfs (230 g) schwangerer Frauen ist ein regelmäßiger Konsum (zweimal pro Woche) von Seefischen wie Dorsch und Plattfisch unabdingbar. Wenn dies nicht möglich ist, sollte eine Prophylaxe von 100 µg/Tag über den ganzen Schwangerschaftszeitraum nach Absprache mit dem Arzt durchgeführt werden.

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