Verwendung von Leinöl

Einsatz von Leinöl

Leinöl ist aber auch in Produkten zur Holzimprägnierung enthalten. Leinsamenöl ist ein reines Pflanzenöl, das aus Leinsamen, den reifen Samen des Leins, gewonnen wird. Die Ölfarbe entsteht z.B. durch Mischen eines Pigments mit Leinöl.

Nahezu alle großen Meister verwendeten das fette Öl für ihre Ölbilder. Leinsamenöl wird ausschließlich in der kalten Küche verwendet und sollte nicht erhitzt werden.

Leinsamenöl Anwendung: Leinöllack als Holzschutzmittel verwenden.

Wenn Sie ein Holzpflegemittel für Altholzmöbel suchen, verwenden Sie oft gern naturbelassene Holzpflegemittel - wie Leinöl oder Leinöllack. Man sollte aber auch wissen, wie eine Applikation mit Leinöllack abläuft. Hier finden Sie alle wesentlichen Hinweise zum Thema Leinöl / Leinöllack und dessen Aufbringung. Nachfolgend wird beschrieben, wie man Leinöllack als Schutz für das Holz einsetzt (als Texte und Videos (siehe unten)) und mit welchen Werkstoffen man zurechtkommt.

In der Anlage findet man Wissenswertes darüber, was Leinöl ist (oder woher es kommt) und einen Arbeitsschutz. Das Holzmöbel komplett abschleifen, so dass das saubere rohe Schnittholz ersichtlich ist. Mit einer Seifenlauge reinigen, um Schmutz, Fett oder andere Rückstände restlos zu beseitigen.

Die Trocknungszeit beträgt ca. 1 Tag. Tip: Platzieren Sie die Möbel aus Metall auf Ständern und platzieren Sie eine Plastikplanen. Den Leinöllack mit Terpentin-Ersatz (1:1) so weit wie möglich durchdringen. Der Lack wäre etwas zu dickflüssig, d.h. zu wenig würde in die Fugen und Faser des Holzwerkstoffes vordringen.

Weil es verhältnismäßig kräftig duftet, empfiehlt es sich, nicht im Wohnraum zu malen, sondern in einer gut belüfteten Tiefgarage, Atelier oder Hobbykeller. Weil die Trocknung des Leinöllacks sehr lange dauert, sollte auch der Innenraum so staubarm wie möglich sein. Dies macht die Anwendung im Freien weniger empfehlenswert, da die Möglichkeit des Absetzens von Stäuben und Schadinsekten auf dem Holzboden gegeben ist.

Ca. 24 Std. abwarten, bis die Leinöllackschicht austrocknet. Schwamme können leicht in die Ecke und Kante gedrückt werden, so dass der Lack jeden beliebigen Blickwinkel einnimmt. Danach drehe ich die Möbel aus Holz (sie stehen dann auf den "trockenen" Füßen) und fette danach alle Platten / Seitenträger etc. ein.

Das hat den großen Nachteil, dass ich das fertige Öl nicht mehr berühren muss. Weil das Material während der ersten Schicht sehr saugfähig ist, sollte das Material geölt werden, bis ein seidig-matter Belag auf der Holzoberfläche verbleibt (siehe Foto und Video!). Wenn Sie das Stück geölt haben, sollten Sie es ca. 10 min. ruhen und anschließend visuell überprüfen, ob sich irgendwelche Kufen gebildet haben.

Da der Leinöllack jedoch etwas dickflüssig ist, d.h. sich erst nach wenigen Augenblicken an den Problemzonen ansammelt, sind diese nicht notwendigerweise augenfällig. Wer mehrere Möbel aus Holz ölen will, muss die verbrauchten Schwamme oder Leinöl-Lackreste nicht aufgeben. Sie können sich dort nicht entflammen oder austrocknen - so können sowohl die Schwamme als auch das öl wiederverwendet werden.

Tip: Wie prüfe ich, ob der Leinöllack bereits austrocknet? Man legt den Zeigefinger auf die Schicht, die sich völlig austrocknet. Am Glanzgrad erkennt man auch visuell, ob einige Bereiche glänzend (noch feucht) oder seidig matt (bereits trocken) sind. Ab der zweiten Schicht können Sie den Leinöllack pur aufbringen.

Eine dritte Beschichtung wird empfohlen, dann sollte das Material jahrelang gut genug geschont werden. Man braucht nach dem letzen Auftrag nur noch ein wenig Zeit, denn 4 Monate, bis der Leinöllack vollständig ausgehärtet ist, ist eine recht lange Zeit. Dann ist das Material nach vollständiger Härtung fast geruchlos.

Leinsamenöl und Leinöllack? Leinsamenöl ist ein Naturöl, das aus dem Flachs oder der Flachspflanze durch Kochen erhalten wird (siehe Bild rechts). Leinöl wird oft mit so genannten Trockenmitteln und anderen Zusätzen vermischt, da es stark (mehrere Tage) abtrocknet. Die Veredelung wird dann Leinöllack genannt. Würden zur Lackherstellung Schwermetalle enthaltende Trockenmittel eingesetzt, wäre dies besonders zu kennzeichnen.

Leinöllack benötigt ca. 24 Std. bei 20°C bis er vollständig getrocknet ist - die endgültige Härte der Schicht ist jedoch erst nach ca. 4 Std. erlangt. Gegenüber anderen Lacken, z.B. Holzlacken, die viel rascher getrocknet sind und ihre endgültige Härte erreichen, ist ein wenig Nachsicht geboten. Leinöllacke härten durch eine Oxidation (Aufnahme von Luftsauerstoff ) aus und bilden dadurch eine schützende Schicht namens Lineoxin.

Deshalb wird Leinöllack nicht nur als Holzschutzmittel für Möbel eingesetzt, sondern auch im Schiffsbau. Leinöllack wird laut Wikipedia als unschädlich für die menschliche Gesundheit eingestuft und von der Stiftung Wikipedia mit "gut" bewertet. Der Leinöllack lässt sich mit nahezu allen Farben gut überlackieren und eignet sich daher auch sehr gut als Voranstrich.

Beim Verarbeiten von Leinöl droht die Selbstentzündlichkeit, da die Oxidationsprozesse Hitze auslösen. Mit Leinöllack getränkte Reinigungstücher, -bürsten oder -wolle dürfen nicht gleich in die Mülltonne gelegt werden, sondern sollten zuvor auf einem feuerwiderstandsfähigen Untergrund komplett abtrocknen. Wahlweise können verbrauchte Stoffe, Schwamm etc. auch kurzfristig in feuerbeständigen Glascontainern gelagert werden - z.B. zur Wiederverwendung am Folgetag.

Hoffentlich habe ich Ihnen mit diesen Hinweisen und Informationen dazu verholfen, selbst einen Schutz mit Leinöllack durchführen zu können. Sie brauchen etwas Zeit, aber Sie bekommen einen langlebigen und gesunden Schutz, der sehr gut aussähe. Wir wünschen Ihnen viel Glück mit dem hausgemachten Schutz mit Leinöllack!

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