Was ist Laktose Unverträglichkeit

Das ist eine Laktoseintoleranz

Die Laktose- oder Laktoseintoleranz ist auf einen Mangel oder Aktivitätsverlust des Enzyms Laktase zurückzuführen. Das sind die häufigsten Anzeichen einer Laktoseintoleranz. Zu den häufigsten Anzeichen von Intoleranz gehören Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall. Auf diese Weise erkennen Sie eine Laktoseintoleranz. Informieren Sie sich über die Ursachen und Auswirkungen der Laktoseintoleranz und was Sie dagegen tun können.

Wie ist Laktose und woher kommt die Unverträglichkeit?

Es gibt drei unterschiedliche Gründe für eine Laktoseintoleranz: Diese ist auf einen kongenitalen Laktosemangel zurückzuführen, der normalerweise nur wenige Tage nach der Entbindung diagnostiziert wird. Die Unverträglichkeit dieser Art von Laktose besteht ein ganzes Jahr. Die Symptome sind bei dieser Art der Milchzuckerunverträglichkeit meistens nur im Erwachsenalter zu beobachten, da die Laktaseproduktion mit steigendem Lebensalter nachlässt.

Laktoseunverträglichkeit tritt in unterschiedlichen Regionen der Welt auf: Die Laktoseunverträglichkeit ist verschieden: Waehrend in Fernost ueber 90% der Bevoelkerung an Intoleranz gegen Laktose leiden, sind es in Nord-Europa und Nord-Amerika nur etwa 15%. Eine erworbene oder vorübergehende Laktoseunverträglichkeit tritt auf, wenn eine Intoleranz als Folge einer Erkrankung eintritt: Dies sind in der Regel Magen-Darm-Erkrankungen wie z. B. gastroenterologische Entzündungen oder abdominale Erkrankung.

Alkoholmißbrauch, Operationen, Chemotherapien oder Unterernährung können auch die Bildung von Lactase beeinträchtigen. Beseitigt man die Ursachen, setzt der Organismus in der Regel die Lactaseproduktion wieder ein und die Symptome sind verschwunden.

Völlegefühl, Magenschmerzen und Durchfall

Bildvergrößerung Bei Milchzuckerunverträglichkeit ist das Enzym Lactase mangelhaft. Rund 75 % der Menschen auf der ganzen Welt sind von einer Milchzuckerunverträglichkeit betroffen. Im südostasiatischen Raum und in großen Gebieten von Afrika können selbst bis zu 100 % der Menschen Laktose nicht abtransportieren. Im Inland sind es rund 15 Prozentpunkte. Bei der Einnahme von laktosehaltigen Produkten treten Symptome wie Blähung, Magenschmerzen und Durchfall auf.

Ursächlich ist ein Defizit des für die Laktose im Darm verantwortlichen Ferments Milchsäure. Bei fehlendem Ferment kann Laktose nicht verdaulich sein. Die Laktose dringt unverdaulich in den Darm ein. Die Abwesenheit von Lactase führt jedoch nicht immer zu Unannehmlichkeiten. Häufig bleibt eine verbleibende Aktivität des Ferments aufrechterhalten.

Danach kommt es auf die aufgenommene Laktosemenge an, ob Symptome auftauchen. In den meisten Menschen kommt es jedoch nur zu einer langsamen Entwicklung der Milchzuckerunverträglichkeit. Alle Neugeborene formen während des Stillens das Laktaseenzym, die Absetzung aus der Milch führt zu einer Abnahme der Enzymaktivität: je nach Gebiet auf etwa fünf bis zehn Prozentpunkte der Erstaktivität.

Aber auch in Gebieten, in denen seit langem Milchviehhaltung praktiziert wird, hat sich eine Veränderung etabliert, die zur Produktion von Lactase auch im Alter von Erwachsenen beiträgt. Darmkrankheiten wie Bakterien- oder Virus-Gastroenteritis und chronische Darmentzündungen können ebenfalls zu einer Laktoseunverträglichkeit beitragen. Darüber hinaus können Chemotherapie, Strahlentherapie und Fehlernährung die Milchzuckerverdauung mindern.

Wodurch wird Laktoseintoleranz festgestellt? Im Falle eines Verdachts auf Laktoseintoleranz kann ein Ernährungs-Tagebuch dazu beitragen, die Verbindungen zwischen Symptomen und Spezialnahrung aufzuklären. Wenn eine konsistente, lactosefreie Ernährung über mehrere Tage zu einer Verringerung der Symptome führen kann, ist eine Unverträglichkeit vorprogrammiert. Wenn ein Stresstest mit 50 bis 100 g Laktose in wenigen Minuten Symptome zeigt, ist die Diagnosestellung sicher.

Aber auch ein H2-Atemtest (Laktose-Atemtest) kann Auskunft geben: Weil sich in der Regel kein Sauerstoff in der Atemluft befindet, deutet ein positiver Befund auf eine eventuelle Laktoseunverträglichkeit hin. Jedoch ist dieser Nachweis für jede fünfte Laktoseunverträglichkeit positiv. Lactasemangel ist nicht behandelbar - was tun? Weil ein Lactasemangel nicht geheilt werden kann, können die Symptome nur durch eine Änderung der Essgewohnheiten mildert werden.

Die Palette der laktosefreien oder -armen Präparate wächst ständig. Diese Nahrungsmittel sind jedoch zwei- bis vierfach teurer als herkömmliche Präparate, da ihnen das Ferment Lactase während des Produktionsprozesses zugesetzt werden muss. Beispielsweise sind in fermentierten Milchprodukten wie allen fermentierten Milchprodukten, Käsen und Frischkäse teilweise auch das Ferment Lactase vorhanden, so dass sie nur wenig Zuckergehalt haben.

Im Falle von Käsesorten ist der Milchzuckergehalt umso niedriger, je älter sie sind. Alternativ werden reine Veganprodukte angeboten. Zusätzlich zu einer Ernährungsumstellung ist es auch möglich, das fehlenden Ferment in Tabletten- oder Kapselform mitzunehmen. Allerdings ist die Dosis oft schwer einzuschätzen, da sie von der Aktivität der Naturlaktase und dem Milchzuckergehalt des Nahrungsmittels abhängt.

Weil die wichtigsten Kalziumquellen für den Organismus sind, sollten Menschen mit Milchzuckerunverträglichkeit darauf achten, ausreichend Calcium aufzusaugen.

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