Weihrauch als Medikament

Der Weihrauch als Medizin

Es sollte darauf hingewiesen werden, dass Weihrauchkapseln mit anderen Medikamenten interagieren können. zu identifizieren, so dass ein Medikament daraus entwickelt werden könnte. die Patienten reagieren (Abneigung gegen das Medikament). Woher hat Prof. Ammon den indischen Weihrauch?

Räucherstäbchen werden in der Medizin seit langem verwendet.

Weihrauch als Medizin (Archiv)

Weihrauch: Der Kirchweihnebel kann mehr ausstrahlen als seinen ganz besonderen Duft. Der Weihrauch ist seit Jahrhunderten ein beliebtes Naturheilmittel. "und Myrre - alles war gleich. Der Weihrauch war so kostbar wie der Goldgehalt, weil er so schwierig zu erhalten war und weil ihm so viele gute Effekte zugesprochen wurden."

Der Weihrauch war ein beliebtes Naturheilmittel, vor allem in Arabien, aber auch in Indien. Die kostbaren Räucherstäbchen wachsen nur an Wüstenrändern. Der Weihrauch ist daher schwierig zu erhalten. Zwei bis drei Mal muss die Baumrinde zerkratzt werden, dann entsteht Räucherharz. Apotheker Oliver Werz von der Uni Tübingen ist ihnen auf der Spur: "Das Besondere an Weihrauch ist sein hoher Anteil an sogenannten Weihrauchsäuren.

Diese Boswelliasäure wurde bisher nur in Weihrauch in der freien Wildbahn gefunden. Die Boswellia-Säuren aus dem Räucherharz haben die Eigenschaft, die Entzündung im Organismus zu unterdrücken. Der Apotheker Werz benennt eine ganze Anzahl von Krankheiten, für deren Therapie künftig Boswelliasäure verwendet werden könnte: "Bei entzündlichen Zuständen wie rheumatoider Arthritis, bei chronischem Rückenschmerz, also chronischem Rückenschmerz, bei Asthma eventuell auch - also allergischen Allergien, bei Psoriasis, Neurodermitis - könnte Weihrauch eine gewisse heilende Wirkung haben.

Werner Knöss vom Eidgenössischen Institut für Arznei- und Heilmittel erläutert, dass dies für die Arzneimittelzulassung nicht ausreicht: "Um ein Medikament zu genehmigen, braucht man Dokumente, die seine Güte, Wirkung und Sicherheit nachweisen. Der Weihrauch als Heilmittel ist daher kein Hexenwerk. So gibt es in Deutschland aufgrund der strikten Registrierungshürden noch keine Weihrauchpräparate.

Dies ist übrigens auch ein Anlass, warum sich viele Kirchenbesucher im Weihrauch-Nebel des schwenkbaren Gefäßes krank fühlen, verdächtigt der Medizinhistoriker und Ex-Messtechniker Johannes Mayer: "Das ist eine Rauchware. Weihrauchs würd´s wird kaum krank."

Der Weihrauch als Heilmittel

Räucherstäbchen haben in kirchlichen Riten eine große Vorgeschichte. Apotheker und Apotheker finden Weihrauch als neue Arznei gegen Dauerschäden. Es ist hier kaum bekannt, aber Weihrauch hat eine lange Vorgeschichte. In Nahost und Nordafrika wurden Räucherkörner als Rauten gegen Halsschmerzen verwendet. Die bekannteste ist jedoch die Auswirkung von Weihrauch in der indianischen Heilkunde Ayurveda.

In Pulverform oder als Zusatz in Ölen und Wundsalben eingenommen, wurde seine günstige Auswirkung auf rheumatische Erkrankungen, chronische Infektionen, Bauch-, Darm- und Hautkrankheiten bereits vor 5000 Jahren festgestellt. Eine Tübinger Arbeitsgruppe um den Pharmazeuten Hermann Ammon entdeckte Weihrauch für die heutige Zeit. In Indien wurden Untersuchungen durchgeführt, um mit wissenschaftlichen Messverfahren zu belegen, woraus Weihrauch besteht.

Eine kleine Empfindung zeigten die Ermittlungen deutscher Wissenschaftler, die über die größten Erfahrungen in der Analytik von Weihrauchinhaltsstoffen haben. Der Weihrauch beinhaltet SÃ??uren, die eine besondere Wirkung haben: Diese BoswelliasÃ?uren hemmen die Entstehung von Leukotrien, Partikel in den weiÃ?en Blutkörperchen, die fÃ?r chronische EntzÃ?ndungen verantwortlichen sind.

Bisher wurde das Breitband-Medikament Kortison bei chronischer Entzündung eingenommen. Man hofft, dass Boswelliasäure bald gegen alle bisher bekannt gewordenen Leukotriene verwendet werden kann. Asthma, Bronchitis, Gicht, rheumatischen Beschwerden wie Arthritis, der chronisch entzündlichen Darmentzündung Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Die Erkenntnisse über Boswelliasäure eröffnen nun neue Aussichten.

Es ist möglich, dass das Medikament der Zukunft nicht mehr auf einem Weihrauchextrakt basiert, sondern nur noch auf dem Wirkstoff Boswelliasäure. 2. Im chemischen Labor der Technischen Universität München läuft die Analyse von Bioswelliasäuren zur Zeit auf vollen Touren. Es gelang ihnen, die wirksamste Boswelliasäure, nämlich Acetyl-Keto- Bosswelliasäure, zu finden und zu gewinnen, was auch weitere Forschungsarbeiten ermöglicht, die für die Arzneimittelzulassung notwendig sind.

Sie haben auch ein neues Herstellungsverfahren für die Umwandlung von weniger effizienten Boswelliasäure in die effektivste Art von Acetyl-Keto-Boswelliasäure im Rahmen eines Verfahrens ausgearbeitet. Ganz konkret: Die Apotheker extrahieren aus der selben Weihrauchmenge 40-mal mehr Wirkstoffe als in der freien Wildbahn vorrätig ist. Räucherpräparate aus Indien wie "H15" sind zurzeit verfügbar, aber nicht genehmigt.

Der Bedarf ist hoch - in unserer heutigen Zeit nehmen die chronischen Infektionen allerlei zu. Es wird noch einige Jahre vergehen, bis ein Medikament auf Boswelliasäurebasis auf den Markt kommt - doch der Münchner Apotheker Johann Jauch ist optimistisch: Er sieht darin eine ebenso vielversprechende wie Acetyl-Salicylsäure - und hinter dieser komplexen Rezeptur verbirgt sich nicht weniger als das Wundermittel Asparagin.

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