Weihrauch bei Entzündungen

Weißduft bei Entzündungen

Wie hoch ist die empfohlene Dosierung von Weihrauchextrakten? Räucherstäbchen bei Arthrose - gegen Schmerzen und Entzündungen. In Ayurveda, zum Beispiel, wird Weihrauch als absorbierend, erniedrigend und kühlend betrachtet, alle Eigenschaften, die positiv sind. Apotheker und Chemiker entdecken Weihrauch als neues Mittel gegen chronische Krankheiten.

Einsatz bei Entzündungen

Für Entzündungskrankheiten wie Morbus Crohn, Colitis cruris (entzündliche Darmerkrankungen) oder rheumatische Krankheiten wird empfohlen, Räucherkapseln in Dosen von bis zu 4 Gramm pro Tag (3 3-4 Stück bei 375 mg während der Mahlzeiten) zu nehmen (Gebhardt H. et al. (2001) Magazin für Physiotherapie 22:69-75, Ammon H.P.T. (2009) Magazin für Physiotherapie 30:216-221).

Dr. Zirbel schildert in ihrem Beitrag in OM & Ernährung 2011 eine Dosis von 3 3-5 Tabletten pro Tag für acht Monate in der Einführungsphase. In der Pflegephase wird ab KW acht eine langsamere Reduktion von bis zu 3 1-3 Tabletten pro Tag empfehlen. Untersuchungen von Prof. Dr. Simmet vom Universitätsklinikum Ulm haben ergeben, dass die Zufuhr von Boswelliasäure aus Weihrauch während der Mahlzeit 100-400% höher ist als beim Fasten.

Wenn Sie gleichzeitig Methotrexat (MTX) einnehmen, sollten Sie Räucherstäbchen sehr sorgfältig und nur bei niedrigen Dosen von MTX (7,5 - 15 Milligramm pro Woche) und Weihrauch (1-3 1 x 1 Tablette täglich) einnehmen. Wenn es gut vertragen wird, kann die Menge allmählich bis zur normalen Tagesdosis von 4 Gramm Weihrauch erhöht werden.

Weißwein kann Entzündungen verhindern - Health

Das Weihrauchharz beinhaltet die Entzündungshemmerosteinsäure. Das haben Wissenschaftler der Uni Jena herausgefunden. Dies könnte Weihrauch für die Behandlung von Asthma, rheumatoider Arthritis oder Neurodermitis von Interesse sein. Die aus dem Räucherstämmen gewonnenen Harze enthalten antiinflammatorische Stoffe. Das ist das Fazit einer Untersuchung der Uni Jena unter der Federführung von Oliver Werz.

So könnte Weihrauch als Medikament zur Behandlung von Asthma, rheumatoider Arthritis oder Neurodermitis nach Aussage der Universität von Interesse sein. "Obwohl Weihrauchharz seit Tausenden von Jahren in der Heilkunde eingesetzt wird, sind die bisher gemachten Untersuchungen für die Genehmigung in Deutschland und Europa nicht ausreichend", sagt Werz.

Im Weihrauch-Harz konnte das Apothekerteam Boswelliasäure nachweisen - diese hemmt ein endogenes Fernzym, das eine wichtige Funktion bei der Entwicklung von Angst und Schmerz hat. Daher wurde erwartet, dass Boswellia-Säuren weniger unerwünschte Wirkungen haben als die derzeitigen entzündungshemmenden Medikamente wie Diclofenac oder Indomethacin. Es gibt mehr als zehn unterschiedliche Weihraucharten auf der Welt, aber ob sich die Substanz in Zukunft als Medikament etablieren kann, ist nicht nur vom Ergebnis der anstehenden Studie abhängig.

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