Weihrauch bei Schmerzen

Duft gegen Schmerzen

Der Rheumatismus verursacht oft große Schmerzen. Räucherstäbchen sind ein Naturheilmittel mit einer sehr langen Tradition. Der Weihrauch ist eines der wichtigsten pflanzlichen Arzneimittel in der TCM, das Schmerzen lindern, Blockaden lösen und Entzündungen lindern kann. Beide Räucherformulierungen führten zu einer deutlichen Schmerzlinderung und einer Verbesserung der Kniegelenkfunktion. Meiner Mutter, die die Räucherkapseln für ihre Arthritis bestellt hat, gebe ich Feedback.

Inflammationen: Bei welchen Erkrankungen helfen Räucherstäbchen?

Der Weg der drei Weise aus dem Orient nach Bethlehem und ihre drei Geschenke aus Geld, Weihrauch und Myrre für das neu geborene Kind Jesus ist wohl die wohl berühmteste Bibelgeschichte, die seit 2000 Jahren die gläubigen Christinnen und Christinnen mitreißen wird. Daß es sich um ein äußerst kostbares Gut handelte, ist bis heute nicht erklärungsbedürftig. Doch was machte Weihrauch und Myrre so wertvoll?

Hier erhielten 37 Patientinnen und Patienten mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose acht Monaten lang kein Cortison oder kein lnterferon, sondern Räucherkapseln. Der Boswelliasäuregehalt im Weihrauchextrakt wirkt wie die synthetische Substanz entzündungshemmend, jedoch mit deutlich weniger Nachwirkungen. Die herkömmliche Anwendung von Weihrauch bei rheumatoider Arthritis, Osteoarthritis oder chronischer Gelenkentzündung wird durch moderne Weihrauch-Forschung untermauert.

Bei den bisher 25 untersuchten Patientinnen und Patienten konnte die Anzahl der Nervenschädigungen um fast 60 Prozentpunkte gesenkt werden, die Jahresrate der neuen Episoden ist von 0,94 auf 0,32 gesunken. Daraufhin haben sie ihre Kostbarkeiten herausgebracht und ihm Geld, Weihrauch und Myrre als Geschenke dargebracht" (Matthäus 2,1-11). Räucherstäbchen und Myrrhen gehörten neben Geld zu den kostbarsten Stoffen der Antike.

Beide sind im Wesentlichen nur das Resin zweier verwandter Holzarten aus der Balsamfamilie. Bereits 1700 v. Chr. war Weihrauch so beliebt, dass sein Verkehr zur Entwicklung einer florierenden Handelsroute zwischen Arabien und dem Mittelmeer geführt hat, der sogenannten Weihrauchroute. Im Mittelmeer lebende ägyptische und phönizische Menschen benutzten Weihrauch für ihre rituelle Tätigkeit, entwickelten ihn aber auch sehr frühzeitig für ärztliche Anwendungen.

Heiler wie z. B. Hildegard von Benedikt inerin Hildegard von A. M. von A. M. von A. M. S. A. empfehlen den Gebrauch von Weihrauch bei einer ganzen Anzahl von Krankheiten. "Der Weihrauch und die Myrre enthalten eine Fülle von bioaktiven Inhaltsstoffen, mit deren gesundheitlicher Wirkung die Medikamente bis heute zu tun haben", so Dr. Peter Schnabel. Die Allergologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe "Noxenkatalog-Datenbank" der Technischen Universität München betont: "Erst vor kurzem entdeckten die chinesischen Forscher in einer neueren Untersuchung von Weihrauchölen mit Hilfe moderner gaschromatographischer Verfahren 99 Chemikalie.

Bei der Analyse eines Ölextrakts aus Myrrhe wurden 76 Komponenten als sogenannte Monotrope, Sesquiterpene, Alkoholen und Estern nachgewiesen. Aus dem viskosen Kunstharz des Weihrauchbaums (Boswellia) wird der " Geruch der Gottheiten " erzeugt. Seit mehr als 3000 Jahren wird Weihrauch als ein bedeutendes Mittel in der traditionell indianischen Heilkunde des Ayurvedas angesehen. Die herkömmliche Anwendung von Weihrauch bei rheumatoider Arthritis, Osteoarthritis oder chronischer Gelenkentzündung wird durch moderne Weihrauch-Forschung untermauert.

Untersuchungen zeigen ihre Wirkung auch bei chronischen Darmentzündungen wie Colitis Ulcera und aktiver Crohnscher Krankheit sowie bei Bronchialasthma und der Psoriasis. Der Weihrauch ist entzündungshemmend, berichtete Prof. Oliver Werz, Lehrstuhl für Pharmazie und Medizinalchemie an der Uni Jena. In einem gemeinsamen Projekt mit der Uni Saarbrücken haben er und seine Kollegen den Wirkungsmechanismus von Weihrauch untersucht.

Sie fanden heraus: "Boswelliasäuren arbeiten mit unterschiedlichen Proteinen, die an Entzündungsreaktionen mitwirken. E2 ist einer der Mittler der Immunreaktion und trägt entscheidend zum Entzündungsprozeß, zur Entwicklung von Angst und Schmerz bei, so Prof. Werz. Weihrauch-Wirkstoffe verhindern dieses Entzündungsenzym und reduzieren so die Entzündungsreaktionen.

Die Boswelliasäure hemmt das für die Leukotrienbildung zuständige 5-Lipoxygenase-Syndrom. In der modernen Räucherwerksforschung wird die traditionelle Verwendung des Kunstharzes untermauert. Harvard University Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben in einer evidenzbasierten Studie die Effektivität von Weihrauch bei rheumatischer Arthritis, Osteoarthritis und Asthma nachgewiesen. In Indien, wo der Gebrauch von Weihrauchextrakten bei der Darmentzündung Colitis Colcerosa untersucht wurde, kam man zu dem Schluss, dass der Harz-Extrakt vergleichsweise gut funktioniert wie das künstliche Standard-Therapeutikum Sulfasalazin.

Dieses positive Ergebnis wurde in einer Untersuchung an der Mannheimer Crohn-Ambulanz bei Darmentzündungen untermauert. Weihrauchhaltige Arzneimittel sind derzeit jedoch nicht in Deutschland erhältlich. Außerdem sind die Boswelliasäuren ausschliesslich im Weihrauchharz enthalten und schwierig aufzubereiten.

Bis heute ist auch das wissenschaftliche Engagement für Myrrhe ungebrochen. Seit über fünfzig Jahren wird die Pflanzenkombination aus Myrrhe, Kamille und Kaffee-Holzkohle zur Therapie von Magen-Darm-Beschwerden wie z.B. Diarrhöe und Reizkolonie verwendet. Die Gastroenterologin Prof. Jost Langhorst und seine Mitarbeiter aus Essen haben in einer prospektiv durchgeführten Doppelblindstudie den Gebrauch des myrrhenhaltigen Wirkstoffs bei der Therapie von Patientinnen mit der chronisch-entzündlichen Darmkrankheit Colitis Ulcerative untersucht.

Die Colitis Ulcera ist eine chronische Erkrankung, bei der sich die gesunden Stadien mit Krankheitsanfällen ablösen. In der 12-monatigen Untersuchung nahm der Patient das Kräutermedikament oder das Standardarzneimittel Mesalazine drei Mal am Tag ein. Die Erkrankung wurde mit Mesalazine so weit bekämpft, dass nur 45 Prozentpunkte der Patientinnen während der Einjahresstudie einen Rückfall erfuhren.

Myrre ist wie Weihrauch das aus der Baumrinde entweichende und trocknende Kunstharz, das gesammelt wird. Die auf die Wunde aufgetragene Myrre hat eine entzündungshemmende, desinfizierende und adstringierende Wirkung. Jesus wurde bei der Kreuztragung Myrrhenwein geschenkt, weil er als Narkose und Schmerzmittel gedacht war.

Die Myrrhe wird als Antiseptikum gegen Mund- und Racheninfektionen und Zahnfleischerkrankungen verwendet und wird auch heute noch in Indien und im Mittleren Orient bei Mund- und Rachenbeschwerden, Zahnfleisch und Verdauungsorganen eingenommen. Myrrhe-Tinktur ist in jeder Drogerie in Deutschland als Klarspüler oder Gurgel zu haben.

Für die Therapie von entzündeten Zahnfleischentzündungen wird die (eher herbe ) Geschmackslösung pur eingenommen. Auch heute noch ist Myrre in einer Standard-Zahnpasta ("Dentagard") neben Camille, Pfefferminz und Salbei zu finden. Auch in anderen Kulturkreisen gilt Myrre als ein aphrodisisches Mittel. Auch symbolisch waren sie von großer Bedeutung: Geld steht für das Königshaus (Jesus, der Judenkönig ), Weihrauch für die Heiligung (Jesus göttlichen Ursprungs) und Myrre für das Leid (die tödliche Dimension von Jesus als Mensch).

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