Weihrauch Boswelliasäure

Weihrauch Boswelliasäure

Der Weihrauchauszug oder die Boswelliasäuren haben dagegen eine spezifischere Wirkung auf Entzündungen als auf andere Stoffwechselprozesse. - Gesamte Vielfalt an Boswelliasäuren. Wie wird Räucherwerk im Körper aufgenommen? Das Besondere an Weihrauch ist seine entzündungshemmende Wirkung. Der Weihrauch wird zur Behandlung von entzündlichen Erkrankungen eingesetzt.

Wie kann Boswelliasäure und Ko?

Wie kann Boswelliasäure und Ko? Sie ist seit Tausenden von Jahren für ihre positiven Auswirkungen auf eine Vielzahl von Erkrankungen mit einem entzündlichen Background bekannt. Seither ist die Anzahl der Indikationsgebiete, in denen eine Auswirkung zu vermuten ist, gestiegen. Bei einigen Indikatoren wurde der Effekt durch die klinischen Ergebnisse gestützt, während andere weniger konsequent durch Erfahrungsberichte oder in vitro-Studien erforscht wurden.

Die Basis einer solchen Wirkungsweise ist natürlich immer, dass der oder die Wirkstoff (e) bis zum Wirkungsort eindringen kann. Für die Boswelliasäure (eine Hauptwirkstoffgruppe im Weihrauchharz) ist diese Bedingung bei Absorption über den Magen-Darm-Trakt erwiesen. Ebenso glaubwürdig scheint eine Zufuhr von Boswelliasäure durch die Epidermis zu sein, da es sich hierbei um hoch fettähnliche Stoffe mit hohem Fettgehalt, die leicht über die fetthaltigen (fetthaltigen) Hautschichten wie die Kornea gelangen können.

Zudem ist bei Entzündungskrankheiten die Hornhautschicht als wichtige Schranke viel besser durchlässig als bei einer gesunden Epidermis. Drittens sprechen für eine gute Wirkstoffverfügbarkeit bei entzündlicher Kopfhaut die sauren Stoffe wie z. B. Boswelliasäure im entzündeten Hautgewebe, das einen gesenkten pH-Wert hat.

Wirkt Weihrauch entzündungshemmend? Die meisten Anwendungsgebiete, in denen Weihrauchextrakte in der heutigen Heilkunde verwendet werden können, haben einen gemeinsamen entzündlichen Background. Die Entzündungshemmer sind in der Regel für einen gewissen Entzündungsschritt verantwortlich; z.B. wird bei ASS ( "Acetylsalicylsäure", z.B. Acirin ) die Zyklooxygenase inhibiert.

Naturstoffmischungen, die Räucherextrakte sind, agieren oft auf verschiedenen Stufen. Zusätzlich zur Enzyminhibierung können Wirkstoffe auch die körpereigene Entzündungshemmung anregen. Außerdem können einige Wirkstoffe die Wirksamkeit des Wirkstoffes nur dadurch erreichen, dass sie den Weg zum Einsatzort ebnen. Darüber hinaus können sich unterschiedliche Wirkstoffe gegenseitig bekämpfen, d.h. ein Wirkstoff verhindert die Einwirkung eines anderen.

Bei dieser multifaktoriellen Wirkungsweise vieler Naturpräparate ist es oft schwierig, die zugrunde liegende Wirkungsweise zu bestimmen, da alle an der Wirksamkeit interessierten Einzelsubstanzen erst mit ihrer individuellen Wirkungsweise bekannt sein müssen, um die gesamte Wirkungsweise aufzudecken. Auch dann kann es noch zu weiteren Effekten kommen, wenn alle Zutaten zusammenspielen.

Die erste Evidenz für die entzündungshemmende Wirksamkeit von Weihrauch war die Feststellung der Blockade der 5-Lipoxygenase durch diverse Bosswelliasäuren ("BA"). 5-Lipoxygenase ist ein Ferment vieler Entzündungszellen wie z. B. Blutkörperchen, Eiweißkörperchen, Granulozyten, Einzeller, Mast- und Dendritenzellen.

Die Inhibierung dieser Wirkmechanismen wäre bei chronischer Entzündung zwar besonders nützlich, wird aber in der Klinik vergleichsweise wenig eingesetzt, nicht zuletzt, weil sich die entsprechenden Wirkstoffe noch nicht etabliert haben. Problematisch ist auch, dass die 5-Lipoxigenase nicht der einzige Faktor für die Entzündungshemmung ist.

Bei den Studien waren 3-OH-11-keto-ß-boswellic acid (KBA) und 3-O-acetyl-11-keto-ß-boswellic acid (AKBA) die wirksamsten boswellic acids, aber die Höhe dieser BAs kann nicht bei der oralen Einnahme der Extrakts erlangt werden. Es ist daher fragwürdig, ob dieser Effekt einen Einfluß auf den Menschen hat. Kürzlich wurde jedoch ein neuartiges Ferment gefunden, bei dem die BAs eine Inhibition hervorrufen und diese auch im Tiermodell demonstriert werden konnte.

Dieser Effekt wurde bisher in Tierversuchen untermauert. Eine weitere Zielscheibe von Boswelliasäure und einigen Abkömmlingen ist die Elastase der Leukozyte. Diese Enzyme werden verwendet, um absorbierte Fremdpartikel in neutrophilen Körnern oder im Körpergewebe zu zerstören. Ingredienzien können auch in verschiedenen Stufen der Signalübermittlung innerhalb von Körperzellen angegriffen werden (über die Kinase und die Calcium-Mobilisierung). Abhängig vom Zelltyp (z.B. Blutkörperchen oder Thrombozyten), dem Aktivierungszustand der Blutkörperchen und der Boswelliasäure können sie gehemmt oder stimuliert werden.

Räucherstäbchen wirken auch, um das Wachstum von Krebsgewebe zu hemmen. Einer der Angriffspunkte kann die Verhinderung der Zellproliferation durch Kinase-Hemmung sein (siehe oben). Eine weitere ist die Verhinderung der beim Kopieren des genetischen Materials notwendigen Form der Kopien von Topoisomerasen. Darüber hinaus haben die Extrakts einen Einfluß auf die Kaspasen, die den geplanten Tod (Apoptose) der Tumorzellen auslösen.

Zusammengefasst ist festzuhalten, dass die Bestandteile sehr unterschiedliche Angriffsstellen haben, was zu einer komplexen Überlagerung der Effekte führen kann. Außerdem scheint der bisher bekannt gewordene Wirkmechanismus nicht alle Effekte vollständig zu ergründen. Beispielsweise ist die Blockade der 5-Lipoxygenase durch Boswelliasäure in unversehrten Körperzellen signifikant höher als in Zell-freien Organismen, was auf einen weiteren Wirkmechanismus neben der Blockade der 5-Lipoxygenase hindeutet.

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