Weihrauch Cortison

Cortison Weihrauch

Weihrauch ist besonders wirksam bei der Beeinflussung von Entzündungsmediatoren. Können Räucherstäbchen tatsächlich Kortison ersetzen? Inhibitoren mit kortisonähnlicher Wirkung. Räucherstäbchen gehörten schon immer zu vielen religiösen Ritualen. sucht dieses Ödem mit Kortison oder Osmose.

Die anti-entzündliche Wirksamkeit von Weihrauch-Extrakt wurde in der Schulmedizin nachgewiesen.

Der Weihrauch war als Entzündungshemmer längst vergessen. Mittlerweile setzen aber auch orthodoxe Ärzte auf Weihrauch-Präparate. Bei der Tumortherapie des Gehirns wird das Kräuterheilmittel zur Kortisonreduktion verwendet. Seit dem Altertum ist Weihrauch Teil vieler religiöser Rituale. Das Räucherharz kann aber mehr als nur Wasserdampf und Rauch: Es beinhaltet anti-entzündliche Stoffe.

Die anti-entzündliche Wirkung der im Weihrauchharz vorhandenen Boswelliasäure ist auch in der Schulmedizin nachgewiesen. "Das macht Weihrauch als Medikament zur Behandlung von Erkrankungen wie z. B. Asthma, rheumatoider Arthritis oder Neurodermitis hochinteressant", sagt Werz. Die Vorteile von Weihrauch-Extrakten wurden bereits in vielen medizinischen Untersuchungen erforscht, insbesondere in der Rheuma-, Gastro-, Pulmologie-und Neurologe.

Im Rahmen einer Untersuchung an 44 Gehirntumorpatienten konnten Freiburg Forscher nachweisen, dass 4.200 mg Weihrauch-Extrakt pro Tag das Hirnödem nach einer Bestrahlung deutlich reduzieren, in der Hoffnung, dass es eine nebenwirkungsreiche Therapiealternative zum Kortison gibt. Zudem haben die so therapierten Patientinnen und Patienten besser auf die Bestrahlung angesprochen als die Scheinwerfer.

Das in Deutschland als Nahrungsergänzung angebotene H15 wurde den Patientinnen als Weihrauchzubereitung zugeführt. Das Räucherwerk ist seit einiger Zeit fester Bestandteil im Gehirntumorzentrum der Charité. Für die meisten Menschen ist es ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Laut Neurochirurg Dr. Martin Misch spart das Kräuterheilmittel den Betroffenen viele Dosierungen Kortison und die damit zusammenhängenden Nebeneffekte wie Wasserretention oder hoher Blutdruck.

"Räucherpräparate werden unseren Patientinnen als Nahrungsergänzung zur Chemo-Therapie empfohlen", sagt Misch, "vor allem weil sie Kortison sparen. Die Beruhigung des sonst gut wirkenden (Lebens) durch: Die Patientinnen und Patienten müssen bis zu 16 Tabletten pro Tag einnehmen und die monatlichen Behandlungskosten von etwa 100 EUR selbst aufbringen. Zudem wird von vielen Patientinnen und Patienten ein eigenartiger Genuss berichtet.

Weihrauch-Extrakt ist in Deutschland zur Zeit nur als Nahrungsergänzung erhältlich.

Weißwein statt Kortison?

Auch nach der OP und Strahlentherapie steht er noch unter Kortisontherapie, um die Bildung von Ödemen im Hirn (Wasseransammlungen im Gewebe) zu mindern. In der Zwischenzeit können die Nebeneffekte von Kortison beobachtet werden, vor allem eine hohe Zunahme an Gewicht und Wasseransammlungen im Mimikgewebe. Können Räucherstäbchen tatsächlich Kortisonersatz sein? Zu den Grundempfehlungen der GfBK für ein Biotherapiekonzept bei Hirntumoren gehört auch die Räucherung.

Beispielsweise wurde in einer 2011 in Freiburg durchgeführten Untersuchung bei Gehirntumorpatienten neben der Strahlentherapie eine weitere Wochen lang der Weihrauch-Extrakt H15 verabreicht. 60 Prozent aller Patientinnen hatten ein um mehr als 75 % reduziertes Gehirnödem (Kirste S/Cancer 2011). Zugleich reagierte der Krebs besser auf die Strahlentherapie. Die im Weihrauch enthaltene Boswelliasäure, die eine starke antiinflammatorische und entschlackende Funktion hat, ist medikamentös wirkungsvoll.

Zur Erzielung einer solchen Wirksamkeit sind jedoch bestimmte Wirkstoffkonzentrationen im Bluteinsatz nötig, so dass eine Tagesdosis von vier bis sechs g der aktiven Bestandteile des Weihrauches nötig ist. Nach einer Vorlaufzeit von drei Wochen kann man versuchen, die Cortisol-Dosis allmählich zu reduzieren. Im Einzelfall kann nicht im Vorfeld beurteilt werden, ob Kortison vollständig durch Weihrauch zu ersetzen ist.

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