Weihrauch Crohn

Weihrauch Crohn

Bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa war ich eher zurückhaltend, Weihrauch zu verschreiben. Der alte Naturheilmittel Weihrauch wird von vielen Menschen mit Morbus Crohn verwendet, um die Symptome zu lindern. Morbus Crohn ist eine entzündliche Darmerkrankung. Die Interleukine fördern Entzündungen bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Österreichischer Crohn-Krankheits- / Colitis-Ulzerationsverband

In der symptomfreien Zeit sollte auch die Therapie mit lang wirksamen Arzneimitteln beibehalten werden. Nach der Operation sollte die arzneiliche Therapie des Crohn-Syndroms ebenfalls beibehalten werden. Allerdings gilt ihre Wirkung bei Crohn als moderat. Budesonide als Kortisonpräparat mit wenigen Nebenwirkungen eignet sich besonders für Patientinnen mit einer Erscheinungsform der Krankheit am Dünndarm.

Bereits seit einigen Jahren steht ein Anti-Körper gegen den Tumornekrosefaktor alpha (TNF-alpha) zur Bekämpfung des Morbus Crohn zur VerfÃ?gung. Die Antibiotikatherapie ist bei Missbildungen und Geschwüren oft zusätzlich zur chirurgischen Versorgung vonnöten. Was gibt es sonst noch für Therapien/Assistenz bei Morbus Crohn? Gerade die oft vielfältigen seelischen Konsequenzen der Krankheit erfordern eine über die reine ärztliche Versorgung hinausgehende Versorgung.

Dabei ist zu beachten, dass verschiedene "alternative" Heilmethoden, die nicht oder nur ungenügend erprobt sind, bei einer schweren Krankheit wie der Morbus Crohn mit der gebotenen Sorgfalt behandelt werden müssen. Auf keinen Fall sollten die Patientinnen und Patienten diese Behandlungen anstelle der von ihren Arztinnen und Arztpraxen angebotenen einnehmen. Wenn der Patient eine gewisse Alternativmethode wünscht, ist es ratsam, diese offen mit den betreuenden Ãrzten zu besprechen.

Fehlender Austausch zwischen Patient und Arzt, auch über die psychosoziale Wirkung der Krankheit (z.B. chirurgische Ängste, eingeschränkte Sexualität), führen oft zu Mißverständnissen. Beispielsweise können krankheitsbedingte Beeinträchtigungen des physischen und psychologischen Wohlergehens vom Betroffenen als Nebenwirkungen von Medikamenten gedeutet werden. Weil es dem Arzt manchmal nicht möglich ist, eine nachhaltige und vertrauenserweckende Beziehung zu seinen Patientinnen und Patienten herzustellen, ist es nicht verwunderlich, dass er oft auf Heilmethoden umsteigt, die aus ärztlicher Perspektive zweifelhaft sind, die aber zunehmend auf die individuellen Wünsche der Patientinnen und Patienten einwirken.

Wenn es möglich ist, mit krankheitsabhängigen Phänomenen in der orthodoxen Medizin umzugehen, kann die Aufnahme der Erkrankten im Vergleich zu den als erforderlich erachteten Prüfungen und Behandlungen steigen. Als vielversprechend haben sich in der Wissenschaft einige weitere Therapieformen herausgestellt, die nicht nur den Menschen den Zugang zu den seelischen Konsequenzen vereinfachen, sondern in einigen Fällen auch den Verlauf der Erkrankung lindern sollen.

Das autogene Krafttraining kann den Betreffenden dabei behilflich sein, die wechselnden Spannungsverhältnisse im Darm und die daraus resultierenden körperlichen Spannungen zu kompensieren. Jacobson's fortschreitende Muskelentspannung wurde auch bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen nach einigen Untersuchungen nachgewiesen. Die Bewegungstherapie unterstützt die betroffene Person dabei, ihre eigene Körperwahrnehmung zu verbessern. Entspannungsmaßnahmen haben eine beruhigende Wirkung und erlauben einen guten Kontakt zum eigenen Organismus.

Durch eine unterstützende Gesprächsführung wird die oft bestehende Mutlosigkeit, Niedergeschlagenheit und Gefühlsleere günstig beeinflusst. Durch therapeutische Begleitung können Betroffene die stressigen psychologischen und gesellschaftlichen Folgen der Krankheit nutzen und Lösungsansätze entwickeln. Gerade wenn ein Kind an Morbus Crohn leidet, kann dies enorme Folgen für seine eigene Lebens- und Entwicklungsqualität haben.

Dabei hat sich herausgestellt, dass die Familie sehr bereit ist, therapeutisch zusammenzuarbeiten, nicht zuletzt wegen der oft sehr schädlichen Auswirkungen der Seuche. Der Patient stellt Überlegungen und Empfindungen über seine eigene Gesundheit dar und formuliert dann Zusammenhänge mit dem resultierenden Erkrankungsbild. Bei Menschen mit Morbus Crohn steht oft die Angst vor der Morbus Crohn und ihrem Krankheitsverlauf, die Lust auf körperliche Integrität und defensive Verbindungen im Mittelpunkt.

Kontakte zu anderen Patienten, die von Patientenverbänden wie dem ÖMCCV aufgebaut wurden, geben ihnen neuen Mut zum Umgang mit alltäglichen Problemen und helfen ihnen, aus der Abgeschiedenheit herauszukommen. In Einzel- und Gruppendiskussionen von Betreffenden und Verwandten werden die eigenen Erlebnisse weitergereicht. Der Wille, das eigene Schicksal wieder in die Hand zu nehmen, wird durch den Umgang mit anderen Menschen wiederhergestellt.

Weitere Infos dazu gibt es auch in unseren Buchtipps, Berichten in der Fachzeitschrift Crohnicleüber Vorträge:

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